Seminar OpenTitan

Das modulare Schulungsprogramm deckt die technische und organisatorische Arbeit mit OpenTitan von der Einsatzentscheidung bis zum qualitätsgesicherten Betrieb ab. Architektur, Hardware-IP, Firmware, sichere Bootketten, Lebenszyklus, Kryptografie, Geräteidentitäten, Verifikation, Fertigung und SoC-Integration werden in klar abgegrenzten Fachseminaren behandelt.

Einzelne Fachseminare ermöglichen eine rollenbezogene Vertiefung. Das dreitägige Kompaktformat schafft eine gemeinsame Wissensbasis für gemischte Teams; das fünftägige Intensivformat verdichtet das gesamte Portfolio zu einer zusammenhängenden Lernstrecke.

Inhaltsübersicht

  • Einordnung des Seminarprogramms
  • Seminarportfolio und Dauerbegründung
  • Empfohlene Reihenfolge
  • Rollenbezogene Lernpfade
  • Kompakt- und Intensivformat
  • Auswahlkriterien

Einordnung des Seminarprogramms

Die Seminarstruktur trennt strategische Entscheidungen, Architektur, Hardwareentwicklung, Firmware, Verifikation, Fertigung und Betrieb. Dadurch können einzelne Rollen gezielt qualifiziert werden, ohne wichtige Abhängigkeiten zwischen Lifecycle, OTP, Secure Boot, Schlüsselmanagement, Attestierung und Systemintegration zu übersehen.

Die angegebene Dauer berücksichtigt jeweils die Zahl der technischen Ebenen, die erforderliche praktische Arbeit und den Umfang der Negativ- sowie Fehlerfalltests. Reine Überblicksthemen sind kürzer; implementierungs- und verifikationsintensive Themen benötigen drei bis vier Tage.

Seminarportfolio und Dauerbegründung

  • OpenTitan – Architektur und Systemüberblick — 2 Tage. Zwei Tage sind erforderlich, weil Hardwaretopologie, Bootkette, Lebenszyklus, Schlüsselmodell und Integrationsvarianten gemeinsam betrachtet und in Übungen verbunden werden.
  • OpenTitan – Attestierung, DICE und Geräteidentitäten — 2 Tage. Zwei Tage sind notwendig, um Identitätsableitung, Zertifikatsmodell, Verifier-Logik und Betriebsfälle nicht nur konzeptionell, sondern anhand vollständiger Nachweisketten zu bearbeiten.
  • OpenTitan – Darjeeling und integrierte Root of Trust — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, weil Darjeeling nicht nur als IP-Block, sondern als SoC-weite Sicherheitsdomäne mit Mailbox, DMA, Zugriffskontrolle, Bootmessung und Verifikation behandelt wird.
  • OpenTitan – Design Verification mit UVM und DVSim — 4 Tage. Vier Tage sind notwendig, weil Testplan, UVM-Implementierung, Assertions, Coverage, Security-Fault-Injection und DVSim-Regressionsbetrieb praktisch aufgebaut und miteinander integriert werden.
  • OpenTitan – Earl Grey Hardwarearchitektur und IP-Blöcke — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, um die große Zahl gekoppelter IP-Blöcke nicht nur aufzuzählen, sondern ihre Daten-, Start-, Entropie- und Eskalationspfade praktisch nachzuvollziehen.
  • OpenTitan – Einsatzplanung, Plattformintegration und Betriebsmodelle — 2 Tage. Zwei Tage sind erforderlich, um Variantenwahl, Plattformdienste, Lebenszyklusrollen und Betriebsprozesse zu einem belastbaren Einsatz- und Entscheidungsmodell zu verbinden.
  • OpenTitan – Entwicklung sicherer Hardware-IP — 4 Tage. Vier Tage sind erforderlich, weil Spezifikation, Generatoren, TL-UL-RTL, Sicherheitsgegenmaßnahmen, Firmwarevertrag und Verifikationsübergabe als durchgängiger Entwicklungszyklus praktisch umgesetzt werden.
  • OpenTitan – Entwicklungsumgebung, Repository und Buildsystem — 2 Tage. Zwei Tage sind erforderlich, weil Installation, Repositoryorientierung, Bazel, Zielauswahl, Generatoren und Git-Qualitätsworkflow praktisch durchlaufen werden.
  • OpenTitan – Firmwareentwicklung und Device Software — 3 Tage. Drei Tage sind notwendig, weil Firmwarestufen, Hardwareabstraktion, Manifeste, Testframework, Hostkommunikation und sichere Entwicklungsregeln praktisch miteinander verbunden werden müssen.
  • OpenTitan – FPGA-Prototyping, Simulation und Silicon Validation — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, weil Build, Simulation, FPGA-Labor, Hosttransport, Diagnose und Validierungsplanung nicht nur erläutert, sondern aufeinander abgestimmt praktisch erprobt werden.
  • OpenTitan – Hardware-Kryptografie und OTBN — 3 Tage. Drei Tage sind notwendig, weil mehrere Hardwareblöcke, OTBN-Programmierung, Entropie, Schlüsselpfade und robuste Negativtests als zusammenhängendes Sicherheitssystem behandelt werden.
  • OpenTitan – Intensivseminar Gesamtprogramm — 5 Tage. Fünf Tage sind die notwendige und maximal zulässige Dauer, um sämtliche Themen des Portfolios in verdichteter Form zu verbinden. Spezialseminare bleiben für tiefgehende Implementierung und Laborarbeit erforderlich.
  • OpenTitan – Key Management, Entropie und geheime Assets — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, weil OTP-Provisionierung, Key-Manager-Zustände, Sideloading, Entropiedienste, Fehlersicherheit und Governance in einer durchgängigen Geheimniskette zusammengehören.
  • OpenTitan – Kompaktseminar Architektur, Sicherheit und Entwicklung — 3 Tage. Drei Tage sind für das Kompaktformat erforderlich, damit Architektur, Sicherheit, Firmware, Tooling und Integration nicht nur vorgestellt, sondern in einem durchgängigen Beispiel verbunden werden.
  • OpenTitan – Lebenszyklus, Debug und RMA — 2 Tage. Zwei Tage sind angemessen, weil das klar abgegrenzte Lifecycle-Thema Zustandsmodell, Token, Debug, RMA und Negativtests umfasst, ohne die gesamte Fertigungs- oder Firmwareentwicklung zu wiederholen.
  • OpenTitan – Management-Briefing und Einsatzentscheidung — 1 Tag. Ein Tag genügt für die klar fokussierte Managemententscheidung, sofern technische Detailimplementierung ausgeschlossen bleibt und der Arbeitstag konsequent auf Kriterien, Risiken, Governance und Roadmap ausgerichtet wird.
  • OpenTitan – Manufacturing, Provisionierung und Ownership Transfer — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, weil technische OTP- und Identitätsprozesse, physische Fertigungsstationen, Eigentumsübergaben und Auditkontrollen als vollständige Lieferkette geplant werden müssen.
  • OpenTitan – Post-Quanten-Kryptografie und Erweiterungen — 2 Tage. Zwei Tage sind ausreichend, weil das Seminar als Architektur- und Planungsvertiefung angelegt ist. Eine konkrete Algorithmusimplementierung würde ein separates mehrtägiges Entwicklungsprojekt erfordern.
  • OpenTitan – Secure Boot, ROM_EXT und Firmware-Update — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, weil Manifestprüfung, Kryptografie, Messung, Versionierung, Owner-Übergabe und unterbrechungssichere Updates gemeinsam implementierungsnah behandelt werden.
  • OpenTitan – Security Engineering gegen SCA und Fault Injection — 4 Tage. Vier Tage sind notwendig, weil physische Bedrohungen, RTL-Härtung, Firmwarereaktion, DV beziehungsweise Formalprüfung und Laborbewertung in mehreren praktischen Ebenen zusammengeführt werden.
  • OpenTitan – Sicherheitsarchitektur, Bedrohungsmodell und Zertifizierung — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, weil Bedrohungsmodell, Anforderungen, Evidenz, Lieferkette und Zertifizierungsplanung methodisch aufgebaut und in Übungen rückverfolgbar verbunden werden.
  • OpenTitan – SoC-Integration mit TL-UL, TopGen und RegGen — 4 Tage. Vier Tage sind notwendig, weil Busprotokoll, Generatoren, Register, Top-Level-Verbindungen, Clock und Reset, Sicherheitszugriffe sowie Integrationsverifikation praktisch ineinandergreifen.
  • OpenTitan – Test, CI, Qualitätsmetriken und Freigabeprozesse — 3 Tage. Drei Tage sind erforderlich, weil Hardware-, Firmware-, Plattform- und CI-Tests sowie Metriken, Triage und Release Governance in einer gemeinsamen Qualitätssicherung verbunden werden.

Empfohlene Reihenfolge

Gemeinsamer Einstieg

  1. OpenTitan – Management-Briefing und Einsatzentscheidung für Entscheidungs- und Budgetverantwortliche
  2. OpenTitan – Architektur und Systemüberblick als fachliche Grundlage
  3. OpenTitan – Earl Grey Hardwarearchitektur und IP-Blöcke oder OpenTitan – Darjeeling und integrierte Root of Trust entsprechend dem vorgesehenen Integrationsmodell

Hardware- und SoC-Pfad

  1. OpenTitan – Entwicklungsumgebung, Repository und Buildsystem
  2. OpenTitan – Earl Grey Hardwarearchitektur und IP-Blöcke
  3. OpenTitan – Entwicklung sicherer Hardware-IP
  4. OpenTitan – SoC-Integration mit TL-UL, TopGen und RegGen
  5. OpenTitan – Design Verification mit UVM und DVSim
  6. OpenTitan – Security Engineering gegen SCA und Fault Injection
  7. OpenTitan – FPGA-Prototyping, Simulation und Silicon Validation
  8. OpenTitan – Test, CI, Qualitätsmetriken und Freigabeprozesse

Firmware-, Boot- und Kryptografiepfad

  1. OpenTitan – Entwicklungsumgebung, Repository und Buildsystem
  2. OpenTitan – Firmwareentwicklung und Device Software
  3. OpenTitan – Secure Boot, ROM_EXT und Firmware-Update
  4. OpenTitan – Key Management, Entropie und geheime Assets
  5. OpenTitan – Hardware-Kryptografie und OTBN
  6. OpenTitan – Attestierung, DICE und Geräteidentitäten
  7. OpenTitan – Lebenszyklus, Debug und RMA
  8. OpenTitan – Manufacturing, Provisionierung und Ownership Transfer

Security-, Assurance- und Betriebspfad

  1. OpenTitan – Sicherheitsarchitektur, Bedrohungsmodell und Zertifizierung
  2. OpenTitan – Security Engineering gegen SCA und Fault Injection
  3. OpenTitan – Einsatzplanung, Plattformintegration und Betriebsmodelle
  4. OpenTitan – Test, CI, Qualitätsmetriken und Freigabeprozesse
  5. OpenTitan – Post-Quanten-Kryptografie und Erweiterungen

Rollenbezogene Lernpfade

  • Technische Entscheider beginnen mit dem Management-Briefing und dem Architekturseminar. Danach folgen Einsatzplanung und Sicherheitsarchitektur.
  • Hardwareentwickler wechseln nach Architektur und Entwicklungsumgebung in Earl Grey, sichere Hardware-IP, SoC-Integration und Design Verification.
  • Firmwareentwickler besuchen nach Architektur und Entwicklungsumgebung die Seminare zu Device Software, Secure Boot, Schlüsselmanagement, Hardware-Kryptografie und Attestierung.
  • Fertigungs- und Provisionierungsteams benötigen Architektur, Lebenszyklus, Schlüsselmanagement, Geräteidentitäten und Manufacturing.
  • Verifikations- und Assurance-Teams kombinieren Design Verification, Security Engineering, Silicon Validation, Test und CI sowie Sicherheitsarchitektur.

Kompakt- und Intensivformat

Das Kompaktseminar Architektur, Sicherheit und Entwicklung dauert drei Tage und eignet sich für gemischte Projektteams, die schnell eine gemeinsame Sprache und einen belastbaren Überblick benötigen. Es ersetzt keine tiefe Implementierungsschulung.

Das Intensivseminar Gesamtprogramm dauert fünf Tage und fasst sämtliche Themen des Portfolios in verdichteter Form zusammen. Es ist der breiteste Lernpfad innerhalb der maximal zulässigen Dauer; Spezialseminare bleiben für produktionsnahe Implementierung, Verifikation und Laborarbeit erforderlich.

Auswahlkriterien

  • Rolle und konkrete Verantwortung im Projekt
  • Diskretes oder integriertes Root-of-Trust-Modell
  • Entwicklungsstand zwischen Vorstudie, Prototyp, Integration und Produktfreigabe
  • Benötigte Tiefe in Hardware, Firmware, Kryptografie, Verifikation oder Fertigung
  • Vorhandene Laborplattform, Toolchain und interne Vorkenntnisse
  • Regulatorische, evaluierungsbezogene und betriebliche Nachweispflichten

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