Seminar ocserv / OpenConnect – Hochverfügbarkeit, Lastverteilung und Skalierung

Hochverfügbarkeit entsteht nicht durch einen zweiten Server allein. Kontroll- und Datenkanal, Adresspools, Zertifikate, Identitätsdienste, Lastverteiler, Zustände und Clientwiederverbindung müssen zusammenpassen.

Inhaltsverzeichnis

  • Seminarprofil
  • Lernziele
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Qualitäts- und Abnahmekriterien
  • Einordnung in das Gesamtprogramm

Seminarprofil

ocserv hochverfügbar betreiben: aktive Instanzen, TCP/UDP-Lastverteilung, Proxy Protocol, Drain, Failover, Kapazität und Tests. Die festgelegte Dauer ist fachlich begründet: Drei Tage werden benötigt, um Architektur, TCP-/UDP-Lastverteilung, Konfigurationskonsistenz, Drain, Failover, Wiederverbindung und Kapazität mit Ausfalltests zu behandeln.

Lernziele

  • Redundanzmodelle auswählen.
  • TCP- und UDP-Lastverteilung umsetzen.
  • Konfiguration und Zertifikate konsistent halten.
  • Drain und Failover testen.
  • Kapazität und Skalierungsschwellen ableiten.

Zielgruppe

Netzwerk- und Plattformarchitektur, Systemadministration, Load-Balancer-Betrieb, SRE, Security Engineering und technische Betriebsleitung.

Voraussetzungen

Gute ocserv-, TCP/UDP-, TLS-, Routing-, DNS- und Linux-Kenntnisse.

Seminarinhalte

Schritt 1: Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen

Dienst, Host, Netzpfad, Standort, Identitätsdienst, PKI und Load Balancer werden getrennt bewertet; Wiederanlaufzeit und Sitzungsverlust werden festgelegt. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen

Schritt 2: Aktive Instanzen und Zustandsmodell

Gemeinsame und lokale Zustände, Adresspoolaufteilung, Konfigurationssynchronität und Clientwiederverbindung werden realistisch geplant. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für Aktive Instanzen und Zustandsmodell
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Aktive Instanzen und Zustandsmodell
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Aktive Instanzen und Zustandsmodell
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Aktive Instanzen und Zustandsmodell

Schritt 3: TCP- und UDP-Lastverteilung

Kontroll- und Datenkanal benötigen passende Regeln, Affinität, Quelladresssicht und Zeitüberschreitungen auf derselben Zielinstanz. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für TCP- und UDP-Lastverteilung
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von TCP- und UDP-Lastverteilung
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für TCP- und UDP-Lastverteilung
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für TCP- und UDP-Lastverteilung

Schritt 4: Proxy Protocol

Ursprüngliche Clientadressen werden nur von vertrauenswürdigen Proxyquellen angenommen und durch gesperrten direkten Backendzugriff geschützt. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für Proxy Protocol
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Proxy Protocol
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Proxy Protocol
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Proxy Protocol

Schritt 5: Health-Checks und Drain

Prozess-, Zertifikats-, Konfigurations-, Authentifizierungs- und synthetische Verbindungschecks steuern Wartung und Wiederaufnahme. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für Health-Checks und Drain
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Health-Checks und Drain
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Health-Checks und Drain
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Health-Checks und Drain

Schritt 6: Failover und Wiederverbindung

Server-, Netz-, Load-Balancer- und Identitätsausfälle werden einzeln ausgelöst; Erkennung, Neuverbindung und Anwendungswirkung werden gemessen. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für Failover und Wiederverbindung
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Failover und Wiederverbindung
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Failover und Wiederverbindung
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Failover und Wiederverbindung

Schritt 7: Kapazitätsmodell

Sitzungen, Anmelderate, Durchsatz, Paketrate, Verschlüsselung, CPU, Speicher, Dateideskriptoren und externe Dienste bestimmen die Instanzkapazität. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für Kapazitätsmodell
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Kapazitätsmodell
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Kapazitätsmodell
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Kapazitätsmodell

Schritt 8: Gestaffelte Änderungen

Pilotinstanzen, Wellen, unabhängige Prüfungen und Notfallbetrieb verhindern gleichzeitige Fehler durch Updates oder Automatisierung. Zunächst werden Ausgangslage, Abhängigkeiten und Sicherheitsanforderungen erfasst. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in einer Laborumgebung. Der technische Zustand wird mit positiven und negativen Prüfungen verifiziert. Abschließend werden Betriebswerte, Rückfallweg und notwendige Dokumentation festgehalten.

  • Planung und Voraussetzungen für Gestaffelte Änderungen
  • Konfiguration und kontrollierte Umsetzung von Gestaffelte Änderungen
  • Funktions-, Sicherheits- und Fehlerprüfung für Gestaffelte Änderungen
  • Betriebscheckliste, Abnahme und Rückfallweg für Gestaffelte Änderungen

Praxisübungen

  1. Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
  2. Aktive Instanzen und Zustandsmodell anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
  3. TCP- und UDP-Lastverteilung anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
  4. Proxy Protocol anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
  5. Health-Checks und Drain anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.
  6. Failover und Wiederverbindung anhand eines vorbereiteten Szenarios planen, umsetzen und technisch prüfen.

Qualitäts- und Abnahmekriterien

  • Jede Konfigurationsänderung besitzt einen dokumentierten Ausgangszustand und einen Rückfallpunkt.
  • Erlaubte Funktionen werden positiv, verbotene oder fehlerhafte Zustände ausdrücklich negativ getestet.
  • Client-, Server-, Netzwerk- und Identitätssicht werden zeitlich korreliert.
  • Geheimnisse, Schlüssel und personenbezogene Sitzungsdaten bleiben geschützt.
  • Die Laborergebnisse werden in eine wiederholbare Betriebs- oder Projektcheckliste überführt.

Einordnung in das Gesamtprogramm

Der Kurs setzt Installation, Netzwerkdesign und Betrieb voraus. Automatisierung, Performance und Monitoring ergänzen ihn.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Netzwerk- und Plattformarchitektur, Systemadministration, Load-Balancer-Betrieb, SRE, Security Engineering und technische Betriebsleitung.
Voraussetzungen: Gute ocserv-, TCP/UDP-, TLS-, Routing-, DNS- und Linux-Kenntnisse.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
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Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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