Seminarprofil
Zertifizierung wird als planbarer Engineering-Prozess behandelt. Anforderungen, Architektur, Implementierung, Tests und Betrieb werden so verbunden, dass prüfbare Nachweise frühzeitig entstehen und kostspielige Nacharbeiten vermieden werden.
Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Vorbereitung eines Zertifizierungsprojekts: Abgrenzung des Evaluationsgegenstands, Traceability, Vorprüfung, Umgang mit externen Plattformen und Pflege der Nachweise über Releases hinweg.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Fachliche Schwerpunkte
- EUDI-Zertifizierungsmodell und Konformitätsbewertung
- Target of Evaluation und Sicherheitsgrenzen
- Evidenz, Dokumentation und Traceability
- Vorprüfung, Laborprüfung und Abweichungsmanagement
- Zertifikatsaufrechterhaltung und Change Impact
- Schwachstellen- und Patch-Management
- EUDI-Betrieb, Änderungen und Sicherheitsvorfälle
- Praxisaufgaben
- Einordnung in das Seminarprogramm
Zielgruppe
- EUDI-Produktverantwortliche
- Security- und Zertifizierungsmanager
- Architekten und Qualitätsverantwortliche
- Interne Auditoren und Compliance-Teams
Voraussetzungen
Verständnis der EUDI-Wallet-Architektur und grundlegender Security-Engineering-Prozesse. Erfahrung mit Audits oder Zertifizierungen ist vorteilhaft.
Lernziele
- Zertifizierungsgegenstand und externe Abhängigkeiten belastbar abgrenzen.
- Anforderungen in Security Claims, Controls und Evidenz übersetzen.
- Vorprüfungen, Labortests und Abweichungsmanagement strukturieren.
- Change Impact, Schwachstellen und Zertifikatsaufrechterhaltung organisieren.
Fachliche Schwerpunkte
EUDI-Zertifizierungsmodell und Konformitätsbewertung
Die Zertifizierung verbindet regulatorische Anforderungen mit nationalen Schemata, Konformitätsbewertungsstellen und technischen Nachweisen. Frühzeitige Scope-Entscheidungen reduzieren spätere Nacharbeit.
- Zertifizierungsgegenstand, Wallet-Komponenten und externe Abhängigkeiten abgrenzen.
- Anforderungen in Security Claims, Controls und prüfbare Evidenz übersetzen.
- Bewertungsaktivitäten, Labortests und organisatorische Nachweise planen.
- Abweichungen, Restrisiken und Zertifizierungsauflagen kontrolliert bearbeiten.
Target of Evaluation und Sicherheitsgrenzen
Ein falsch gewählter Zertifizierungsgegenstand führt zu teuren Lücken oder unrealistischen Abhängigkeiten. Komponenten, Plattformen und Betriebsumgebung werden präzise abgegrenzt.
- Sicherheitsfunktionen und schützenswerte Assets des Evaluationsgegenstands definieren.
- Externe Komponenten, Plattformdienste und organisatorische Annahmen identifizieren.
- Schnittstellen, Konfigurationen und unterstützte Versionen festlegen.
- Scope mit Bedrohungsmodell, Tests und Produktbetrieb abgleichen.
Evidenz, Dokumentation und Traceability
Zertifizierung scheitert selten an einer einzelnen Funktion, sondern häufig an fehlender Nachweisführung. Anforderungen, Architektur, Implementierung und Tests werden lückenlos verbunden.
- Anforderungskatalog und eindeutige Traceability-Struktur aufbauen.
- Architektur-, Design-, Betriebs- und Entwicklungsnachweise versionieren.
- Testfälle, Ergebnisse, Abweichungen und Korrekturen nachvollziehbar verknüpfen.
- Evidenzfreigabe, Vertraulichkeit und Austausch mit Prüflaboren steuern.
Vorprüfung, Laborprüfung und Abweichungsmanagement
Vorprüfungen reduzieren teure Schleifen im formalen Verfahren. Negative Tests, Konfigurationskontrolle und reproduzierbare Testumgebungen stehen im Mittelpunkt.
- Testplan aus Anforderungen und Evaluationsmethodik ableiten.
- Produkte, Builds, Geräte und Konfigurationen eindeutig identifizieren.
- Vorprüfungen und Gap-Analysen vor der Laborübergabe durchführen.
- Befunde, Abweichungen und Nachtests kontrolliert schließen.
Zertifikatsaufrechterhaltung und Change Impact
Nach der Erstzertifizierung müssen Produktänderungen, Plattformupdates und Schwachstellen hinsichtlich ihrer Zertifizierungswirkung bewertet werden.
- Änderungsklassen und Schwellenwerte für Re-Evaluation definieren.
- Security Impact Analysis in das Change- und Release-Management integrieren.
- Regressionstests und Evidenzupdates automatisieren.
- Zertifikatsstatus, Auflagen, Ablauf und Nachfolgeversionen überwachen.
Schwachstellen- und Patch-Management
Wallet-Schwachstellen betreffen App, Backend, Bibliotheken, Hardware und Partner. Kritikalität wird mit erreichbaren Angriffspfaden und Zertifizierungsfolgen bewertet.
- Meldekanäle, Triage und Ownership für alle Komponenten definieren.
- Ausnutzbarkeit, betroffene Population und Geschäftsfolgen bewerten.
- Mitigation, Patch, Policy-Änderung oder Funktionssperre priorisieren.
- Regression, Veröffentlichung und Nachweispflege abschließen.
EUDI-Betrieb, Änderungen und Sicherheitsvorfälle
Ein zertifizierter Stand muss über Updates, Schwachstellen und Plattformänderungen aufrechterhalten werden. Der Baustein verbindet Release-Management, Monitoring und Suspendierungsprozesse.
- Änderungen nach Sicherheits- und Zertifizierungsrelevanz klassifizieren.
- Regressionstests und Nachweispflege in den Release-Prozess integrieren.
- Sicherheitsvorfälle, Kompromittierung und mögliche Suspendierung vorbereiten.
- Wiederfreigabe, Nutzerinformation und Vertrauenslistenänderungen koordinieren.
Praxisaufgaben
- Scope-Workshop für eine beispielhafte Wallet-Lösung.
- Aufbau einer Traceability-Matrix von Anforderung bis Testnachweis.
- Gap-Analyse eines fiktiven Evidenzpakets.
- Change-Impact-Bewertung für Plattformupdate und neue Credential-Funktion.
Einordnung in das Seminarprogramm
Das Einzelseminar kann eigenständig besucht oder in einen Rollenpfad für Architektur, Entwicklung, Betrieb, Recovery, Testing oder Zertifizierung eingeordnet werden. Die Herstellerseite ordnet alle Angebote nach Einstieg, technischer Vertiefung und Assurance.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Zertifizierungsmanager, Produktverantwortliche, Architekten, Qualitäts- und Compliance-Teams |
| Voraussetzungen: | EUDI-Architekturkenntnisse und Erfahrung mit Security Engineering oder Audits |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, Fallstudien und moderierte Architekturarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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