Seminar Milvus – Multimodale Suche mit Text, Bild und Audio

Das Seminar entwickelt eine multimodale Suchplattform mit Milvus. Text-, Bild- und Audioinhalte werden vorverarbeitet, mit geeigneten Modellen eingebettet, in mehreren Vektorfeldern modelliert, einzeln und gemeinsam durchsucht sowie mit Metadaten, Fusion und Evaluation zu belastbaren Ergebnissen verbunden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Multimodale Suchfälle und Zielarchitektur
  3. Textaufbereitung und Text-Embeddings
  4. Bildpipeline und visuelle Repräsentation
  5. Audiopipeline und zeitliche Segmente
  6. Milvus-Schema für mehrere Modalitäten
  7. Cross-Modal Search, Fusion und Reranking
  8. Evaluation, Betrieb und Kosten
  9. Praxisprojekt
  10. Zielgruppe und Voraussetzungen
  11. Arbeitsweise

Zielsetzung

  • Multimodale Suchanforderungen und geeignete Repräsentationen je Modalität festlegen
  • Text-, Bild- und Audio-Pipelines reproduzierbar vorverarbeiten und versionieren
  • Mehrere Vektorfelder und modality-spezifische Metadaten in Milvus modellieren
  • Cross-Modal- und Hybridabfragen mit Fusion und Reranking entwickeln
  • Qualität, Latenz, Speicherbedarf und Fehlerbilder pro Modalität bewerten

Multimodale Suchfälle und Zielarchitektur

Modalitäten werden nicht nur gemeinsam gespeichert, sondern nach Suchrichtung und Ergebnisziel modelliert.

  1. Schritt 1: Suchrichtungen bestimmen: Text-zu-Text, Text-zu-Bild, Bild-zu-Bild, Audio-zu-Audio und modalitätsübergreifende Suche werden unterschieden.
  2. Schritt 2: Ergebnisobjekt definieren: Gesamtdokument, Bildausschnitt, Audiospanne, Transkript oder verknüpfter Medienverbund werden festgelegt.
  3. Schritt 3: Pipelinegrenzen planen: Vorverarbeitung, Modellinferenz, Speicherung, Retrieval, Fusion und Darstellung erhalten klare Schnittstellen.

Praxisübung: Entwurf einer multimodalen Zielarchitektur mit Daten- und Abfrageflüssen.

Textaufbereitung und Text-Embeddings

Text kann Originalinhalt, Metadaten, OCR-Ergebnis oder Transkript sein. Jede Herkunft benötigt eigene Qualitätskontrollen.

  1. Schritt 1: Textquellen klassifizieren: Freitext, Beschriftung, OCR, Transkript, Tags und automatisch erzeugte Beschreibungen werden getrennt geführt.
  2. Schritt 2: Chunking und Sprache behandeln: Abschnitte, Tokenlimits, Mehrsprachigkeit und zeitliche Bezüge werden modellgerecht vorbereitet.
  3. Schritt 3: Embeddings versionieren: Modell, Vorverarbeitung, Dimension und Zeitstempel werden nachvollziehbar gespeichert.

Praxisübung: Aufbau einer Textpipeline für Beschreibungen und Transkripte mit Qualitätsstichproben.

Bildpipeline und visuelle Repräsentation

Bildsuche erfordert definierte Ausschnitte, Größen, Farbräume und Modellkonventionen.

  1. Schritt 1: Bildobjekte schneiden: Ganzbild, Szene, Region und Thumbnail werden nach Suchziel ausgewählt.
  2. Schritt 2: Vorverarbeitung standardisieren: Orientierung, Skalierung, Farbraum, Transparenz und beschädigte Dateien werden kontrolliert.
  3. Schritt 3: Visuelle Vektoren erzeugen: Batching, Hardwareauslastung, Modellversion und Fehlerquarantäne werden in die Pipeline integriert.

Praxisübung: Erzeugung und Vergleich von Ganzbild- und Ausschnitt-Embeddings.

Audiopipeline und zeitliche Segmente

Audio benötigt eine zeitliche Granularität und häufig die Verbindung aus akustischen und sprachlichen Merkmalen.

  1. Schritt 1: Segmente bilden: Sprecherwechsel, Pausen, feste Fenster und semantische Grenzen werden für Zeitspannen kombiniert.
  2. Schritt 2: Repräsentationen wählen: Audio-Embeddings, Transkript-Embeddings und akustische Metadaten werden je Suchfall eingesetzt.
  3. Schritt 3: Zeitbezug erhalten: Start, Ende, Datei, Kanal, Sprecher und Transkriptabschnitt werden als Metadaten verknüpft.

Praxisübung: Aufbau eines Audiosegmentschemas mit Suchergebnis auf exakte Zeitposition.

Milvus-Schema für mehrere Modalitäten

Mehrere Vektorfelder und referenzierte Medienobjekte müssen konsistent versioniert und filterbar sein.

  1. Schritt 1: Collection-Grenzen wählen: Gemeinsame Collection, modalitätsspezifische Collections und Parent-Child-Modell werden verglichen.
  2. Schritt 2: Vektorfelder definieren: Dimension, Datentyp, Metrik, Index und Verfügbarkeit je Text-, Bild- und Audiofeld werden gesetzt.
  3. Schritt 3: Metadaten vereinheitlichen: Medien-ID, Segment, Sprache, Rechte, Quelle, Modellversion und Qualitätsstatus erhalten gemeinsame Semantik.

Praxisübung: Implementierung eines multimodalen Schemas mit mindestens drei Vektorfeldern.

Cross-Modal Search, Fusion und Reranking

Modalitätsspezifische Scores werden zu einer stabilen Rangfolge zusammengeführt.

  1. Schritt 1: Querymodalität verarbeiten: Text, Bild oder Audioquery wird mit passendem Modell und Vorverarbeitung eingebettet.
  2. Schritt 2: Teilabfragen ausführen: Relevante Vektorfelder, Top-K, Filter und Kandidatenbudgets werden pro Modalität gewählt.
  3. Schritt 3: Ergebnisse fusionieren: Score-Normalisierung, rangbasierte Fusion, Metadatenregeln und optionales Reranking werden angewendet.

Praxisübung: Umsetzung einer Text-zu-Bild- und einer Text-zu-Audio-Suche mit gemeinsamer Ergebnisliste.

Evaluation, Betrieb und Kosten

Multimodale Qualität muss pro Suchrichtung bewertet werden. Modellinferenz, Vektorspeicher und Medienhaltung werden gemeinsam kalkuliert.

  1. Schritt 1: Ground Truth je Modalität aufbauen: Relevanzurteile, schwierige Negativbeispiele und zeitliche Treffergenauigkeit werden erfasst.
  2. Schritt 2: Qualität und Latenz messen: Recall, nDCG, Reranker-Gewinn, Inferenzzeit, Suchzeit und End-to-End-Latenz werden getrennt ausgewertet.
  3. Schritt 3: Betrieb planen: Re-Embedding, Modellwechsel, Medienlöschung, Rechteänderung, Monitoring und Kapazitätswachstum werden geregelt.

Praxisübung: Abnahme eines multimodalen Suchprototyps mit Qualitäts- und Kapazitätsbericht.

Praxisprojekt

Alle Übungen werden in einer zusammenhängenden Laborumgebung durchgeführt. Ausgangsdaten, Konfiguration, Messwerte und Änderungen werden versioniert dokumentiert. Die technische Abnahme umfasst Funktionsfälle, definierte Fehlerfälle, Qualitätskontrollen und einen reproduzierbaren Wiederanlauf.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: AI Engineering, Machine Learning Engineering, Computer Vision, Audio Engineering, Search Engineering, Data Engineering und Softwareentwicklung.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Milvus, Embeddings und Python; für die jeweiligen Modalitäten sind grundlegende Kenntnisse der Datenverarbeitung hilfreich.

Arbeitsweise

Fachliche Einordnung, technische Demonstrationen und schrittweise Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird begründet, praktisch geprüft und anhand klarer Erfolgskriterien dokumentiert. Dadurch entsteht eine direkt übertragbare Arbeitsgrundlage für Entwicklung, Architektur oder Betrieb.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: AI Engineering, Machine Learning Engineering, Computer Vision, Audio Engineering, Search Engineering, Data Engineering und Softwareentwicklung.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Milvus, Embeddings und Python; für die jeweiligen Modalitäten sind grundlegende Kenntnisse der Datenverarbeitung hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
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Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
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