Das Intensivseminar bündelt Aufbau und professionellen Betrieb einer Milvus-Plattform. Standalone- und Kubernetes-Deployment, Persistenz, Observability, Performance, Replikation, Skalierung, Multi-Tenancy, Backup, Sicherheit, Upgrade und Incident Management werden in einer produktionsnahen Übungsumgebung erprobt.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Plattformarchitektur und Serviceziele
- Standalone-Deployment als Betriebsbaseline
- Kubernetes-Deployment und Storage
- Monitoring, Logging und Troubleshooting
- Skalierung, Replikation und Performance
- Multi-Tenancy und Ressourcenisolierung
- Sicherheit, Authentifizierung und RBAC
- Backup, Restore und Disaster Recovery
- Upgrade, Wartung und Betriebsübergabe
- Einordnung in das Seminarprogramm
- Praxisprojekt
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Arbeitsweise
Zielsetzung
- Milvus-Plattformen auf Container- und Kubernetes-Infrastruktur reproduzierbar bereitstellen
- Persistenz, Netzwerk, Ressourcen, Monitoring und Betriebsprozesse produktionsgerecht gestalten
- Hochverfügbarkeit, Skalierung, Ressourcenisolierung und Performance messen
- Backup, Restore, Sicherheit, RBAC und Notfallverfahren praktisch prüfen
- Upgrades, Störungen und Betriebsübergabe mit kontrollierten Runbooks absichern
Plattformarchitektur und Serviceziele
Deployment und Betrieb werden aus Workload, Kritikalität und Verfügbarkeitsziel abgeleitet.
- Schritt 1: Workload quantifizieren: Datenvolumen, Indexgröße, Schreiblast, Querymix, Filter und Wachstum werden erfasst.
- Schritt 2: SLOs festlegen: Verfügbarkeit, Latenz, Durchsatz, RPO, RTO und Wartungsfenster werden definiert.
- Schritt 3: Zielarchitektur wählen: Standalone und verteilt, Infrastrukturabhängigkeiten, Fehlerdomänen und Skalierungsweg werden entschieden.
Praxisübung: Erstellung einer Betriebs- und Architekturentscheidung für den Seminarfall.
Standalone-Deployment als Betriebsbaseline
Eine kompakte Installation macht Konfiguration, Persistenz und Start-/Stopplogik transparent.
- Schritt 1: Host und Laufzeit vorbereiten: Ressourcen, Verzeichnisse, Containerlaufzeit, Netzwerk und Logrotation werden eingerichtet.
- Schritt 2: Dienste konfigurieren: Milvus und Abhängigkeiten werden mit Volumes, Healthchecks, Secrets und Ressourcengrenzen gestartet.
- Schritt 3: Wiederanlauf abnehmen: Smoke Test, Containerabbruch, Hostneustart und Persistenz werden geprüft.
Praxisübung: Bereitstellung und Abnahme einer Standalone-Referenzumgebung.
Kubernetes-Deployment und Storage
Die Plattform wird deklarativ auf Kubernetes übertragen und auf Fehlerdomänen verteilt.
- Schritt 1: Release konfigurieren: Namespace, Helm beziehungsweise Operator, Werte, Komponenten und Services werden versioniert.
- Schritt 2: Persistenz auslegen: Storage-Klassen, Objekt- und Metadatenspeicher, Kapazität, Expansion und Topologie werden geprüft.
- Schritt 3: Scheduling steuern: Requests, Limits, Affinity, Taints und Topology Spread verteilen Workloads kontrolliert.
Praxisübung: Installation einer verteilten Milvus-Umgebung mit Speicherabnahme.
Monitoring, Logging und Troubleshooting
Observability verbindet Clusterressourcen, Milvus-Zustände und Anwendungslast.
- Schritt 1: Baseline aufbauen: Health, CPU, Speicher, I/O, Netzwerk, Segmente, Queues, Latenz und Durchsatz werden erfasst.
- Schritt 2: Alarme operationalisieren: Schwellen, Schweregrade, Besitzer, Runbooks und Eskalation werden verknüpft.
- Schritt 3: Störung diagnostizieren: Events, Logs, Metriken und Testabfragen werden entlang eines reproduzierbaren Diagnosepfads korreliert.
Praxisübung: Bearbeitung eines kombinierten Infrastruktur- und Milvus-Fehlerfalls.
Skalierung, Replikation und Performance
Kapazität wird anhand realistischer Lastprofile erweitert und gegen Serviceziele geprüft.
- Schritt 1: Lasttest definieren: Querymix, Parallelität, Filter, Schreiblast, Warm-up und Messgrößen werden festgelegt.
- Schritt 2: Skalierungshebel testen: Replikate, Shards, Komponenten, Ressourcen und Datenverteilung werden einzeln verändert.
- Schritt 3: Ausfallreserve prüfen: Komponentenverlust unter Last zeigt, ob verbleibende Kapazität und Latenzgrenzen ausreichen.
Praxisübung: Last- und Ausfalltest mit dokumentierter Kapazitätsentscheidung.
Multi-Tenancy und Ressourcenisolierung
Gemeinsame Plattformressourcen werden gegen Noisy Neighbor und unzulässigen Datenzugriff geschützt.
- Schritt 1: Mandantenmodell wählen: Datenbank, Collection und Partition Key werden nach Isolation und Objektgrenzen bewertet.
- Schritt 2: Ressourcen zuordnen: Resource Groups, Replicas, Quotas und Prioritäten werden Mandantenklassen zugeteilt.
- Schritt 3: Lifecycle standardisieren: Onboarding, Monitoring, Skalierung, Backupklasse und Offboarding werden automatisierbar beschrieben.
Praxisübung: Aufbau und Test zweier Mandantenklassen mit unterschiedlicher Ressourcenisolation.
Sicherheit, Authentifizierung und RBAC
Identitäten, Rechte, Transport und Netzwerk werden nach Least Privilege abgesichert.
- Schritt 1: Rollen modellieren: Anwendung, Ingestion, Betrieb, Backup und Audit erhalten getrennte Privilegien.
- Schritt 2: Kommunikation schützen: TLS, Zertifikate, sichere Endpunkte und Netzwerkregeln werden eingerichtet.
- Schritt 3: Secrets und Audit steuern: Credential-Lifecycle, Secretzugriff, Protokollierung und regelmäßige Rechteprüfung werden verankert.
Praxisübung: Positiv- und Negativtest eines vollständigen Rollen- und Netzwerkkonzepts.
Backup, Restore und Disaster Recovery
Sicherung und Wiederanlauf werden mit messbaren RPO-/RTO-Zielen geprobt.
- Schritt 1: Sicherungsumfang definieren: Daten, Metadaten, Konfiguration, Secrets und Abhängigkeiten werden in Schutzklassen geordnet.
- Schritt 2: Restore durchführen: Zielumgebung, Rücksicherung, Indexzustand, Suche und Berechtigungen werden geprüft.
- Schritt 3: DR-Ablauf testen: Standortausfall, Umschaltentscheidung, Kommunikationsweg und Rückkehr werden simuliert.
Praxisübung: Restore-Übung mit technischer und fachlicher Abnahme.
Upgrade, Wartung und Betriebsübergabe
Änderungen werden mit Kompatibilitätsprüfung, Staging, Rollback und nachvollziehbarer Dokumentation durchgeführt.
- Schritt 1: Upgrade vorbereiten: Versionen, Clients, Indizes, Infrastruktur, Backup und Change-Fenster werden abgeglichen.
- Schritt 2: Wartung ausführen: Node Drain, Konfigurationsänderung, Zertifikatswechsel und gestufter Rollout werden kontrolliert.
- Schritt 3: Übergabe abschließen: Architektur, Dashboards, Runbooks, Backup, Sicherheit, Kapazität und bekannte Risiken werden dokumentiert.
Praxisübung: Abnahme der Plattform einschließlich Upgrade- und Incident-Runbook.
Einordnung in das Seminarprogramm
Das Format verdichtet die folgenden eigenständigen Themenfelder. Die Vertiefungsseminare bleiben für rollenbezogene Spezialisierung und zusätzliche Übungszeit geeignet.
- Milvus – Deployment mit Docker und Standalone
- Milvus – Deployment und Betrieb auf Kubernetes
- Milvus – Administration, Monitoring und Troubleshooting
- Milvus – Hochverfügbarkeit und Skalierung
- Milvus – Multi-Tenancy und Ressourcenisolierung
- Milvus – Performance Tuning und Benchmarking
- Milvus – Sicherheit, Authentifizierung und RBAC
- Milvus – Backup, Restore und Disaster Recovery
- Milvus – Upgrade, Migration und Versionswechsel
Praxisprojekt
Alle Übungen werden in einer zusammenhängenden Laborumgebung durchgeführt. Ausgangsdaten, Konfiguration, Messwerte und Änderungen werden versioniert dokumentiert. Die technische Abnahme umfasst Funktionsfälle, definierte Fehlerfälle, Qualitätskontrollen und einen reproduzierbaren Wiederanlauf.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Plattformengineering, DevOps, Site Reliability Engineering, Kubernetes-Administration, Systemadministration, Informationssicherheit und technische Architektur.
Voraussetzungen: Gute Linux-, Container- und Kubernetes-Kenntnisse, Erfahrung mit Monitoring, Netzwerken und Speichersystemen; Milvus-Grundlagen sind hilfreich.
Arbeitsweise
Fachliche Einordnung, technische Demonstrationen und schrittweise Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird begründet, praktisch geprüft und anhand klarer Erfolgskriterien dokumentiert. Dadurch entsteht eine direkt übertragbare Arbeitsgrundlage für Entwicklung, Architektur oder Betrieb.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformengineering, DevOps, Site Reliability Engineering, Kubernetes-Administration, Systemadministration, Informationssicherheit und technische Architektur. |
| Voraussetzungen: | Gute Linux-, Container- und Kubernetes-Kenntnisse, Erfahrung mit Monitoring, Netzwerken und Speichersystemen; Milvus-Grundlagen sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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