Seminar Active Directory mit Samba AD auf Linux migrieren

Seminarbeschreibung

Samba AD kann für geeignete Windows-Domänen eine Linux-basierte Alternative zu Microsoft-Domänencontrollern bilden. Voraussetzung sind eine passende Ausgangskonfiguration und ein geprüftes Zusammenspiel von Verzeichnis, Namensauflösung, Zeitdienst und Clientverwaltung. Das Seminar führt durch die Bewertung einer bestehenden Domäne und die kontrollierte Aufnahme eines Samba-Domänencontrollers in eine vorbereitete Testlandschaft.

Besonderes Gewicht erhalten die Unterschiede zwischen Verzeichnisreplikation und SYSVOL-Verteilung. Vorhandene Gruppenrichtlinien, Berechtigungen und von Fachanwendungen verwendete Verzeichnisfunktionen werden gezielt getestet. Die mögliche Ablösung eines Windows-Domänencontrollers wird erst nach definierten Prüfschritten behandelt. FreeIPA wird als ergänzendes Identitätsmanagement für Linux eingeordnet; ein vollständiger Ersatz der Windows-Domänendienste wird daraus nicht abgeleitet.

Lernziele

  • Die Eignung einer Domäne für Samba AD anhand konkreter Voraussetzungen beurteilen.
  • DNS, Kerberos, Verzeichnisreplikation und SYSVOL getrennt prüfen und absichern.
  • Eine kontrollierte Umstellung mit Windows-Clienttests und Wiederherstellung erproben.

Zielgruppe

Windows- und Linux-Administratoren, Verantwortliche für Active Directory, Verzeichnisdienste und die technische Durchführung von Infrastrukturmigrationen.

Voraussetzungen

Praxis mit Active Directory, DNS und Gruppenrichtlinien sowie grundlegende Linux-Administration einschließlich Shell, Diensten und Dateiberechtigungen.

Seminarinhalte

Inhaltsübersicht: Ausgangsdomäne und Kompatibilität prüfen; Linux und Domänenbeitritt vorbereiten; Identitäten und Anmeldung validieren; Gruppenrichtlinien und SYSVOL behandeln; Rollenübertragung und Umschaltung erproben; Wiederherstellung und Betrieb absichern.

1. Ausgangsdomäne und Kompatibilität prüfen

  • Domänen- und Gesamtstrukturfunktionsebenen, Schemastand, Namenskonzept und vorhandene Rollen erfassen.
  • Anwendungsabhängigkeiten, Erweiterungen, Vertrauensstellungen und eingesetzte Sicherheitsfunktionen auf Kompatibilität untersuchen.
  • Samba AD, Samba-Mitgliedsserver, FreeIPA und föderierte Anmeldung voneinander abgrenzen.

2. Linux und Domänenbeitritt vorbereiten

  • Paketstand, Hostnamen, DNS-Auflösung, Zeitabgleich und administrative Testkonten konsistent vorbereiten.
  • Einen zusätzlichen Samba-Domänencontroller in eine unterstützte Testdomäne aufnehmen.
  • Dienste, DNS-Einträge, Replikationspartner und Diagnoseausgaben nach dem Beitritt kontrollieren.

3. Identitäten und Anmeldung validieren

  • Benutzer, Gruppen, Kerberos-Tickets und Dienstzugriffe mit definierten Testkonten prüfen.
  • Windows-Administrationswerkzeuge und samba-tool für passende Verwaltungsaufgaben verwenden.
  • Anmeldefehler durch DNS, Zeitabweichungen und Dienstprinzipalnamen systematisch eingrenzen.

4. Gruppenrichtlinien und SYSVOL behandeln

  • Verzeichnisreplikation und SYSVOL-Inhalte separat erfassen und auf Vollständigkeit prüfen.
  • Eine geeignete SYSVOL-Verteilung mit eindeutiger Schreibrichtung und Berechtigungsprüfung planen.
  • Ausgewählte Richtlinien und Anmeldeskripte auf einem Windows-Client testen; automatische DFS-R-Gleichwertigkeit nicht voraussetzen.

5. Rollenübertragung und Umschaltung erproben

  • FSMO-Rollen und DNS-Verantwortung kontrolliert übertragen und den Dienstzustand nach jeder Änderung prüfen.
  • Einen Windows-Testcontroller erst nach vollständiger Abnahme geordnet aus der Testdomäne entfernen.
  • Verbliebene Verweise, Clientanmeldung und Anwendungszugriffe nach der Umstellung prüfen.

6. Wiederherstellung und Betrieb absichern

  • Domänensicherung, SYSVOL-Sicherung und administrative Notfallzugänge aufeinander abstimmen.
  • Wiederherstellung in einer abgeschotteten Umgebung anhand eines vorbereiteten Sicherungsstands durchführen.
  • Replikationsüberwachung, Aktualisierung und Rückfallentscheidungen in eine Betriebsanweisung überführen.

Praxisübungen

  1. Den Zustand der vorbereiteten Windows-Testdomäne dokumentieren und die Beitrittsvoraussetzungen bestätigen.
  2. Samba AD als zusätzlichen Domänencontroller einrichten und erfolgreiche DNS- und Verzeichnisreplikation nachweisen.
  3. Benutzeranmeldung, Gruppenmitgliedschaften und eine repräsentative Gruppenrichtlinie am Windows-Client testen.
  4. SYSVOL-Inhalte und Berechtigungen vergleichen; eine vorgesehene Verteilung kontrolliert ausführen.
  5. FSMO-Rollen in der Testumgebung übertragen, die Freigabeprüfungen ausführen und einen geplanten Ausfall untersuchen.
  6. Eine Domänensicherung isoliert wiederherstellen und mit Anmeldung sowie Verzeichnisabfragen verifizieren.

Schulungsumgebung

Der Kunde stellt eine isolierte Schulungsumgebung mit vorbereiteter Windows-Testdomäne, Windows-Testclient, zwei Linux-VMs, administrativen Testkonten und geeigneten Sicherungsmöglichkeiten. Domänen- und Schemastände müssen zur verwendeten Samba-Version passen. Produktive Domänen bleiben außerhalb des Übungsnetzes.

Fachlicher Umfang

Das Seminar setzt ein überschaubares, kompatibles Domänenszenario voraus. Komplexe Forest-Restrukturierungen, die Ablösung von Entra ID, Intune und AD CS sowie eine pauschale Unterstützung sämtlicher AD-Funktionen sind nicht Bestandteil des Migrationsversprechens.

Weitere Seminare

Seminarübersicht und empfohlene Lernpfade

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Windows- und Linux-Administratoren, Verantwortliche für Active Directory, Verzeichnisdienste und die technische Durchführung von Infrastrukturmigrationen.
Voraussetzungen: Praxis mit Active Directory, DNS und Gruppenrichtlinien sowie grundlegende Linux-Administration einschließlich Shell, Diensten und Dateiberechtigungen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
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Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
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