Seminar Microsoft-Workloads auf Linux und Open-Source-Plattformen migrieren

Migration mit klaren Zielen

Microsoft-Workloads lassen sich auf unterschiedlichen Wegen modernisieren: durch einen Hypervisorwechsel, die Verlagerung geeigneter Anwendungen auf Linux oder die Ablösung eines Produkts durch eine offene Alternative. Die Seminarreihe führt von der Bestandsaufnahme über einen überprüfbaren Pilot bis zum gesicherten Betrieb. Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen, funktionsfähige Übergänge und eine erprobte Wiederherstellung.

Das Themengebiet verbindet Produkte verschiedener Hersteller und Open-Source-Projekte. Die übergeordnete Seite bündelt deshalb die Migration als gemeinsames Thema. Behandelt werden unter anderem Samba AD, Samba, Nextcloud, CUPS, Proxmox VE, KVM, .NET, PostgreSQL, Postfix, Dovecot, SOGo und Ansible. Microsoft-Systeme bilden je nach Seminar die Ausgangsplattform oder einen bewusst verbleibenden Bestandteil.

Die Wahl des Zielsystems folgt den benötigten Funktionen. Ein Windows-Gast bleibt nach dem Wechsel zu Proxmox VE ein Windows-Gast. SQL Server auf Linux bleibt SQL Server. Eine PostgreSQL-Ablösung erfordert dagegen Änderungen an Datenmodell, SQL-Logik und Anwendung. Solche Unterschiede werden in den Seminaren vor einer Umstellung geprüft und als Grundlage für eine belastbare Zielarchitektur genutzt.

Inhaltsübersicht

  • Fachgebiete und Einzelseminare
  • Zielgruppen und Voraussetzungen
  • Seminarformate
  • Empfohlene Lernpfade
  • Intensivseminare als alternative Lernwege
  • Schulungsumgebung

Fachgebiete und Einzelseminare

SeminarDauerSchwerpunkt
Active Directory mit Samba AD auf Linux migrieren3 TageDomänenfunktionen, DNS, Kerberos und SYSVOL kontrolliert übernehmen
Automatisierung von Windows nach Linux mit Ansible und PowerShell2 TageSkripte, Konfiguration und geplante Aufgaben nach Linux übertragen
Dateidienste von Windows Server zu Samba und Nextcloud migrieren3 TageDaten, Identitäten und effektive Zugriffsrechte prüfen
Druckdienste von Windows Server zu CUPS und IPP migrieren1 TagEin vorbereitetes Standard-Druckszenario über IPP umstellen
Exchange zu Postfix, Dovecot und SOGo migrieren3 TageNachrichten, Kalender, Kontakte und Clientfunktionen getrennt migrieren
Hyper-V-Workloads zu Proxmox VE und KVM migrieren2 TageVirtuelle Maschinen auf einer offenen Hypervisorplattform weiterbetreiben
IIS- und .NET-Anwendungen auf Linux und Container migrieren4 TageGeeignete Webanwendungen modernisieren und auf Linux bereitstellen
Linux-Betrieb nach der Microsoft-Migration absichern3 TageRechte, Updates, Monitoring, Sicherung und Wiederanlauf absichern
Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur2 TageBestand bewerten, Zielarchitektur und Pilot planen
SQL Server auf Linux migrieren und betreiben2 TageBetriebssystem wechseln und SQL Server als Produkt beibehalten
SQL Server zu PostgreSQL migrieren4 TageDatenbanksystem ablösen und SQL-Logik sowie Anwendung anpassen

Zielgruppen und Voraussetzungen

Die Angebote richten sich an Administratoren, Entwickler, Datenbankverantwortliche, IT-Architekten und technische Projektleiter. Die Vorkenntnisse unterscheiden sich je Fachgebiet. Für Intensivseminare sind praktische Erfahrungen in den gebündelten Disziplinen erforderlich.

Seminarformate

Die Einzelseminare bieten die größte fachliche Übungstiefe. Drei Intensivseminare bündeln sämtliche Fachgebiete der Reihe anhand vorbereiteter Referenzprojekte und ausgewählter Migrationsvarianten. Sie sind alternative Lernwege für erfahrene Fachkräfte; der Besuch aller Einzel- und Intensivseminare ist nicht erforderlich. Das dreitägige Kompaktseminar vermittelt einen Überblick mit eigenem kleinen Dateidienst-Pilot.

Kompakt: Microsoft-Workloads auf Linux migrieren – 3 Tage mit einem kleinen eigenen Dateidienst-Pilot.

Empfohlene Lernpfade

Die Reihenfolge verbindet gemeinsame Grundlagen mit aufgabenspezifischer Vertiefung. Bereits vorhandene Kenntnisse können einzelne Schritte ersetzen; die Datenbankpfade werden passend zum Ziel ausgewählt.

Orientierung und Planung

Das Kompaktseminar erleichtert die Auswahl der geeigneten Zielpfade. Bei bereits klarer Aufgabenstellung kann direkt mit dem Assessment oder einem passenden Fachseminar begonnen werden.

  1. Kompakt: Microsoft-Workloads auf Linux migrieren
  2. Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur

Infrastruktur und Windows-Basisdienste

Nach der Planung folgen bei Bedarf die Zielvirtualisierung, Identitätsdienste, Datenzugriffe und Druck. Die Reihenfolge beschreibt einen Lernpfad; die tatsächliche Projektfolge wird aus den technischen Abhängigkeiten abgeleitet.

  1. Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur
  2. Hyper-V-Workloads zu Proxmox VE und KVM migrieren
  3. Active Directory mit Samba AD auf Linux migrieren
  4. Dateidienste von Windows Server zu Samba und Nextcloud migrieren
  5. Druckdienste von Windows Server zu CUPS und IPP migrieren
  6. Automatisierung von Windows nach Linux mit Ansible und PowerShell
  7. Linux-Betrieb nach der Microsoft-Migration absichern

Anwendungen und Datenbanken

Nach der Anwendungseignung wird der Datenbankpfad gewählt: SQL Server auf Linux für den Plattformwechsel oder PostgreSQL für die Produktablösung. Beide Datenbankseminare sind Alternativen beziehungsweise ein gezielter Vergleich, keine zwingende Pflichtfolge.

  1. Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur
  2. IIS- und .NET-Anwendungen auf Linux und Container migrieren
  3. Datenbankziel auswählen: SQL Server auf Linux migrieren und betreiben oder SQL Server zu PostgreSQL migrieren.
  4. Automatisierung von Windows nach Linux mit Ansible und PowerShell
  5. Linux-Betrieb nach der Microsoft-Migration absichern

Mail und Zusammenarbeit

Dateidienste und Nextcloud können bei einem zusätzlich geplanten Dateiprojekt ergänzt werden. Die Mailmigration setzt eine geklärte Identitätsanbindung und passende Cliententscheidungen voraus.

  1. Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur
  2. Exchange zu Postfix, Dovecot und SOGo migrieren
  3. Automatisierung von Windows nach Linux mit Ansible und PowerShell
  4. Linux-Betrieb nach der Microsoft-Migration absichern

Intensivseminare als alternative Lernwege

Intensiv: Microsoft-Infrastruktur durch Linux und Open Source ablösen – 5 Tage.

Bündelt: Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur; Active Directory mit Samba AD auf Linux migrieren; Dateidienste von Windows Server zu Samba und Nextcloud migrieren; Druckdienste von Windows Server zu CUPS und IPP migrieren; Hyper-V-Workloads zu Proxmox VE und KVM migrieren.

Intensiv: Anwendungen und Datenbanken auf Linux migrieren – 5 Tage.

Bündelt: Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur; IIS- und .NET-Anwendungen auf Linux und Container migrieren; SQL Server auf Linux migrieren und betreiben; SQL Server zu PostgreSQL migrieren.

Intensiv: Migration, Zusammenarbeit und Linux-Betrieb – 5 Tage.

Bündelt: Microsoft-Migration planen: Assessment und Zielarchitektur; Exchange zu Postfix, Dovecot und SOGo migrieren; Automatisierung von Windows nach Linux mit Ansible und PowerShell; Linux-Betrieb nach der Microsoft-Migration absichern.

Bei einem umfassenden Vorhaben kann zuerst der Infrastrukturpfad, anschließend der Anwendungspfad und danach die Vertiefung zu Zusammenarbeit und Betrieb gewählt werden. Die Fachgebiete bleiben bedarfsabhängig; vorhandene Kenntnisse können einzelne Schritte ersetzen.

Schulungsumgebung

Der Kunde stellt die Schulungsumgebung. Die jeweils beschriebenen Ausgangssysteme, Testkonten, Zielplattformen und benötigten Nutzungsrechte müssen vor Beginn vorbereitet sein. Übungen erfolgen mit Testdaten und getrennten Netzen; produktive Umschaltungen sind nicht Bestandteil der Schulungsdurchführung.

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