Sicherheit entsteht aus mehreren abgestimmten Kontrollen: Identität, Transport, Autorisierung, Geheimnisse, Netzgrenzen, Protokollierung und Reaktion. Das Seminar härtet eine Referenzumgebung anhand eines nachvollziehbaren Bedrohungsmodells.
Inhaltsübersicht
- Lernziele
- Modul 1: Schutzbedarf und Bedrohungsmodell
- Modul 2: TLS und Zertifikatsbetrieb
- Modul 3: mTLS und Geräteidentität
- Modul 4: JWT und persönliche Zugriffstoken
- Modul 5: Rollen, Richtlinien und Mandantentrennung
- Modul 6: Secrets, Netzwerke und Container
- Modul 7: Audit und Vorfallreaktion
- Praxisübungen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Lernziele
- Bedrohungen und Schutzbedarf für konkrete Plattformpfade bewerten
- TLS, mTLS und Token zweckgebunden und rotierbar konfigurieren
- Rollen, Richtlinien, Secrets und Netzwerkzugänge minimieren
- Härtung mit Negativtests, Audit und Vorfallszenarien nachweisen
Seminarinhalte
Modul 1: Schutzbedarf und Bedrohungsmodell
Assets, Akteure, Vertrauensgrenzen und Missbrauchsfälle bestimmen die notwendigen Kontrollen.
- Schritt 1: Schützenswerte Identitäten, Daten und Steuerfunktionen erfassen
- Schritt 2: Daten- und Administrationspfade mit Vertrauensgrenzen zeichnen
- Schritt 3: Bedrohungen nach Eintritt und Auswirkung priorisieren
- Schritt 4: Kontrollen und verbleibende Risiken zuordnen
Modul 2: TLS und Zertifikatsbetrieb
Transportverschlüsselung benötigt passende Namen, Vertrauensketten, Algorithmen und Erneuerung.
- Schritt 1: Zertifikatsrollen und interne beziehungsweise externe Vertrauensanker festlegen
- Schritt 2: Serverzertifikat und sichere TLS-Parameter konfigurieren
- Schritt 3: Ablauf, Erneuerung und Kettenprüfung automatisieren
- Schritt 4: Fehlende Vertrauenskette und abgelaufenes Zertifikat testen
Modul 3: mTLS und Geräteidentität
Gegenseitige Zertifikatsprüfung bindet eine Verbindung an eine technische Identität.
- Schritt 1: Geräte- und Dienstzertifikate getrennt ausstellen
- Schritt 2: Identität aus Zertifikat eindeutig auf Client abbilden
- Schritt 3: Zugriff zusätzlich durch Richtlinie begrenzen
- Schritt 4: Widerruf und kompromittiertes Zertifikat praktisch prüfen
Modul 4: JWT und persönliche Zugriffstoken
Token werden kurzlebig, zweckgebunden und außerhalb von Logs oder Quellcode verwendet.
- Schritt 1: Tokenart nach menschlichem oder technischem Zugriff auswählen
- Schritt 2: Laufzeit und minimalen Geltungsbereich festlegen
- Schritt 3: Sichere Speicherung und Übergabe konfigurieren
- Schritt 4: Ablauf, Rotation, Widerruf und Wiederverwendung testen
Modul 5: Rollen, Richtlinien und Mandantentrennung
Autorisierung folgt dem Prinzip minimaler Rechte und wird mit Negativfällen belegt.
- Schritt 1: Rollen aus Aufgaben und Funktionstrennung ableiten
- Schritt 2: Richtlinien auf Ressource, Aktion und Domain begrenzen
- Schritt 3: Wildcard- und Querzugriffe ausdrücklich untersagen
- Schritt 4: Testmatrix mit erlaubten, verweigerten und eskalierten Fällen ausführen
Modul 6: Secrets, Netzwerke und Container
Laufzeitumgebung und Dienstkonten werden auf notwendige Kommunikation reduziert.
- Schritt 1: Geheimnisse inventarisieren und aus Konfigurationsdateien entfernen
- Schritt 2: Interne Dienste und externe Endpunkte segmentieren
- Schritt 3: Containerrechte, Dateisystem und Images minimieren
- Schritt 4: Unnötige Ports, Konten und Standardzugänge deaktivieren
Modul 7: Audit und Vorfallreaktion
Kritische Änderungen und Anomalien werden erkannt, eingedämmt und nachvollziehbar bearbeitet.
- Schritt 1: Auditereignisse und Aufbewahrung definieren
- Schritt 2: Warnungen für fehlgeschlagene Zugriffe und Rechteänderungen aufbauen
- Schritt 3: Kompromittiertes Token oder Zertifikat sperren
- Schritt 4: Auswirkung prüfen, Zugang erneuern und Nachkontrolle dokumentieren
Praxisübungen
- Bedrohungsmodell für Telemetrie- und Kommandopfad
- TLS- und mTLS-Konfiguration mit Fehlerfällen
- Tokenlebenszyklus von Ausgabe bis Widerruf
- Rollen- und Richtlinientests für zwei Mandanten
- Incident-Szenario mit Sperrung und Wiederherstellung
Zielgruppe
Security Engineers, IAM- und PKI-Verantwortliche, Plattformadministratoren, DevOps-Teams und Architekten sicherheitskritischer IoT-Lösungen.
Voraussetzungen
Gute Kenntnisse in Netzwerken, TLS-Grundlagen, Authentisierung und Plattformbetrieb; Magistrala-Grundwissen ist erforderlich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Security Engineers, IAM- und PKI-Verantwortliche, Plattformadministratoren, DevOps-Teams und Architekten sicherheitskritischer IoT-Lösungen. |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse in Netzwerken, TLS-Grundlagen, Authentisierung und Plattformbetrieb; Magistrala-Grundwissen ist erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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