Seminar / Training
Sichere Aufnahme bereits ausgelieferter oder neutral gefertigter Geräte sowie geregelte Delegation, Übernahme und Beanspruchung von Eigentumsrechten.
Die Inhalte verbinden Architekturentscheidungen, nachvollziehbare Konfiguration und praktische Übungen. Jeder Arbeitsschritt wird zunächst an einer Referenzumgebung vorbereitet, anschließend kontrolliert ausgeführt und zuletzt mit einem Soll-Ist-Vergleich geprüft.
Inhaltsübersicht
- Vorbereitung des In-Field Provisioning
- Eindeutige Geräteidentitäten und Vertrauensbeziehungen
- Credential Bootstrap und Erstaktivierung
- Ownership-Modelle: Delegate, Take und Claim
- Zero-Touch-Onboarding
- Zertifikatslebenszyklus und Erneuerung
- Feldbetrieb, Erneuerung, Übertragung und Sperrung
- Onboarding-Diagnose und Fehlerbehebung
Zielsetzung
Nach dem Seminar können In-Field-Aufnahmen vorbereitet, Delegate-, Take- und Claim-Prozesse unterschieden, Credentials erneuert und Übergaben bis zur Sperrung oder Außerbetriebnahme kontrolliert werden.
Zielgruppe
IoT-Administratoren, Betreiber, Integratoren, Serviceorganisationen, Produktverantwortliche und Security-Fachkräfte.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Geräteidentitäten, Mandanten, Zertifikaten und Netzwerkkommunikation.
Seminarinhalte
1. Vorbereitung des In-Field Provisioning
Bereits ausgelieferte oder neutral gefertigte Geräte erhalten einen kontrollierten Weg in den vorgesehenen Mandanten.
- Schritt 1: Ausgangszustand, vorhandene Identitätsmerkmale und erreichbare Kommunikationswege des Feldgeräts feststellen.
- Schritt 2: Mandant, Geräteprofil und Cloud-Zuordnung als freigegebenes Zielbild vorbereiten.
- Schritt 3: Berechtigte Akteure, Aktivierungsfenster und Nachweisparameter für die Aufnahme festlegen.
- Schritt 4: Pilotgerät aufnehmen und jeden Statusübergang bis zum regulären Betriebszustand prüfen.
2. Eindeutige Geräteidentitäten und Vertrauensbeziehungen
Eine eindeutige, nicht beliebig kopierbare Identität bildet den Ausgangspunkt für jede sichere Gerätekommunikation.
- Schritt 1: Identitätsarten für Gerät, Produkt, Mandant, Anwendung und Betreiber voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Eindeutigkeit, Herkunft und Bindung einer Geräteidentität an den Vertrauensanker überprüfen.
- Schritt 3: Identität mit Geräteprofil, Eigentümer, Betriebsstatus und zulässigen Diensten verknüpfen.
- Schritt 4: Duplikate, ungültige Zuordnungen und kompromittierte Identitäten erkennen und kontrolliert behandeln.
3. Credential Bootstrap und Erstaktivierung
Der Bootstrap-Prozess stellt sicher, dass ein Gerät erstmals vertrauenswürdig in die vorgesehene Umgebung aufgenommen wird.
- Schritt 1: Ausgangszustand des Geräts und bereits vorhandene Herstellungsinformationen eindeutig feststellen.
- Schritt 2: Erstidentität, Aktivierungsberechtigung und Zielmandant nach einem freigegebenen Verfahren zuordnen.
- Schritt 3: Erste geschützte Verbindung aufbauen und die Identität gegen den erwarteten Vertrauensanker prüfen.
- Schritt 4: Bootstrap-Berechtigungen nach erfolgreicher Aktivierung einschränken und den Vorgang revisionsfähig protokollieren.
4. Ownership-Modelle: Delegate, Take und Claim
Eigentums- und Nutzungsrechte werden explizit übertragen und nicht aus bloßer Geräteerreichbarkeit abgeleitet.
- Schritt 1: Ausgangseigentümer, Zielorganisation, berechtigte Rolle und zulässiges Übertragungsmodell bestimmen.
- Schritt 2: Delegation, Übernahme oder Beanspruchung mit den jeweils notwendigen Prüf- und Freigabeschritten vorbereiten.
- Schritt 3: Übertragung durchführen und alte sowie neue Berechtigungen unmittelbar gegeneinander prüfen.
- Schritt 4: Fehlübertragung, Rücknahme und strittige Zuordnung mit dokumentierten Eskalationswegen behandeln.
5. Zero-Touch-Onboarding
Das Onboarding wird so vorbereitet, dass ein korrekt vorprovisioniertes Gerät ohne manuelle Einzelkonfiguration sicher starten kann.
- Schritt 1: Voraussetzungen für Geräteidentität, Zielmandant, Profil und Cloud-Zuordnung vollständig prüfen.
- Schritt 2: Erstverbindung auslösen und gegenseitige Authentisierung sowie Richtlinienbezug beobachten.
- Schritt 3: Erfolgreiche Aufnahme über Identität, Status, Eigentümer und erlaubte Dienste verifizieren.
- Schritt 4: Fehlerhafte Geräte isolieren und anhand definierter Diagnoseschritte erneut zuführen oder sperren.
6. Zertifikatslebenszyklus und Erneuerung
Zertifikate werden über ihre gesamte Laufzeit überwacht, rechtzeitig erneuert und bei Bedarf zuverlässig gesperrt.
- Schritt 1: Ausstellung, Aktivierung, Nutzung, Erneuerung, Rotation, Sperrung und Ablauf als Zustände modellieren.
- Schritt 2: Vorlaufzeiten und Automatisierungsfenster an Geräteerreichbarkeit und Betriebsrisiko anpassen.
- Schritt 3: Erneuerungen zunächst an Test- und Pilotgeräten durchführen und die vollständige Kette nachprüfen.
- Schritt 4: Ausnahmen wie lange Offline-Zeiten, falsche Uhrzeit und abgelaufene Zwischenzertifikate kontrolliert behandeln.
7. Feldbetrieb, Erneuerung, Übertragung und Sperrung
Nach der Aufnahme bleiben Identität, Credentials und Eigentum auch bei langen Laufzeiten kontrollierbar.
- Schritt 1: Erreichbarkeit, Credential-Laufzeiten und Betriebsstatus regelmäßig gegen definierte Schwellen prüfen.
- Schritt 2: Erneuerung und Rotation zunächst an einer Pilotgruppe ausführen und technisch verifizieren.
- Schritt 3: Eigentums- oder Betreiberwechsel mit sauberer Übergabe von Richtlinien und Cloud-Zielen durchführen.
- Schritt 4: Verlorene, kompromittierte oder stillgelegte Geräte sperren, entziehen und nachvollziehbar aus dem Bestand entfernen.
8. Onboarding-Diagnose und Fehlerbehebung
Fehler werden entlang der Vertrauenskette lokalisiert, statt durch unsystematische Wiederholungen verdeckt zu werden.
- Schritt 1: Zeit, Netzwerk, Namensauflösung, Zertifikatskette und Geräteidentität in fester Reihenfolge prüfen.
- Schritt 2: Plattformstatus, Mandantenzuordnung, Profil und Berechtigung mit dem Sollzustand vergleichen.
- Schritt 3: Fehlerklasse und reproduzierbare Minimalbedingungen dokumentieren.
- Schritt 4: Korrektur durchführen, Wiederaufnahme testen und den Fall als Wissensbaustein für den Betrieb festhalten.
Praxisübungen
- Zielmandant, Profil und Aktivierungsfenster für ein Feldgerät vorbereiten.
- Delegate-, Take- und Claim-Szenario mit Rollen und Prüfpunkten modellieren.
- Feldgerät aufnehmen und alten sowie neuen Berechtigungsstand vergleichen.
- Credential-Erneuerung bei zeitweise offline befindlichem Gerät durchführen.
- Fehlübertragung, Rücknahme und sichere Sperrung als Störung bearbeiten.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Administration, Betrieb, Integration, Service und Security |
| Voraussetzungen: | Grundwissen zu Identitäten, Mandanten, Zertifikaten und Netzwerken |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen am System, Fallstudien |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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