Viele Alarme bedeuten noch kein belastbares Lagebild. Das Seminar zeigt, wie Analysepersonal aus Einzelmeldungen einen nachvollziehbaren Fall aufbaut. Geräte- und Kontokontext, Geschäftskritikalität und die zeitliche Reihenfolge der Beobachtungen werden gemeinsam ausgewertet. Fehlalarme werden anhand überprüfbarer Gegenbefunde behandelt, ohne einen Vorfall vorschnell zu schließen.
Die praktische Arbeit führt durch typische Engpässe im Security Operations Center: doppelte Meldungen, unterschiedliche Zeitzonen, lückenhafte Protokolle und unklare Zuständigkeiten. Bearbeitet werden Suchabfragen, die Eingrenzung betroffener Objekte und die Übergabe an technische Spezialisten. Erkennungsverbesserungen werden erst aus bestätigten Untersuchungsergebnissen abgeleitet und mit passenden Testdaten überprüft.
Lernziele
- Alarme nach Auswirkung, Zuverlässigkeit und zeitlicher Dringlichkeit priorisieren.
- Mehrere Datenquellen zu einer überprüfbaren Ereignisfolge zusammenführen.
- Arbeitshypothesen systematisch bestätigen oder verwerfen.
- Einen Incident mit Belegen, Maßnahmen und offenen Fragen dokumentieren.
- Erkennungsregeln anhand bestätigter Fälle gezielt verbessern.
Inhaltsverzeichnis
- Alarmqualität und Priorisierung
- Datenquellen und Kontext
- Suchstrategie und Hypothesenprüfung
- Reichweite und Maßnahmenübergabe
- Fallführung und Schichtwechsel
- Erkennungsqualität verbessern
Seminarinhalte
Alarmqualität und Priorisierung
- Alarm, Ereignis, Fall und bestätigten Vorfall sauber unterscheiden.
- Regelqualität, Asset-Kritikalität und Kontorechte in die Bewertung aufnehmen.
- Doppelte Meldungen erkennen und Prioritäten nachvollziehbar begründen.
Datenquellen und Kontext
- Identitäts-, Endpoint-, DNS- und Proxyinformationen anhand gemeinsamer Merkmale verbinden.
- Zeitzonen, Erfassungsverzug und fehlende Ereignisse berücksichtigen.
- IP-Adressen, Gerätenamen und Konten mit gültigen Zeitbezügen zuordnen.
Suchstrategie und Hypothesenprüfung
- Mit begrenzten Suchfragen vom Alarm zum betroffenen Konto oder System gelangen.
- Normales Administrationsverhalten von verdächtigen Handlungsketten unterscheiden.
- Gegenbefunde und verbleibende Unsicherheit ausdrücklich dokumentieren.
Reichweite und Maßnahmenübergabe
- Zeitfenster, weitere Geräte und betroffene Identitäten schrittweise erweitern.
- Konkrete Analyseaufträge an Administration oder Forensik formulieren.
- Eindämmungsmaßnahmen mit Ziel, Verantwortlichkeit und Prüfkriterium übergeben.
Fallführung und Schichtwechsel
- Evidenz, Entscheidungen, Bearbeitungsstatus und nächste Schritte im Fall halten.
- Eine kurze technische Lage und eine belastbare Schichtübergabe erstellen.
- Eskalation und Schließung an überprüfbare Kriterien binden.
Erkennungsqualität verbessern
- Bestätigte Beobachtungen in eine neue oder angepasste Suchregel überführen.
- Fehlalarme und übersehene Fälle mit getrennten Testdaten prüfen.
- Bearbeitungszeit und Wiedereröffnungen ohne irreführende Erfolgskennzahlen auswerten.
Praxisübungen
Praxisfall: Mehrstufige Alarmkette aus Anmeldung, Endpoint-Meldung und ausgehendem Datenverkehr
- Alarme sichten, Dubletten zusammenführen und eine Bearbeitungspriorität festlegen.
- Konten- und Gerätekontext ergänzen und die Ereigniszeiten vereinheitlichen.
- Drei begrenzte Suchhypothesen an vorbereiteten Protokollen überprüfen.
- Betroffene Objekte und empfohlene Eindämmungsmaßnahmen dokumentieren.
- Eine Schichtübergabe verfassen und eine Erkennungsregel an Gegenbeispielen testen.
Schulungsumgebung
Vorkonfigurierte Such- und Fallumgebung mit anonymisierten Endpoint-, Identitäts- und Netzwerkprotokollen; die verwendete Abfragesprache wird am Datensatz erläutert.
Passendes Intensivseminar
Der Schwerpunkt wird auch gebündelt angeboten: Incident Response Intensiv: Einsatzorganisation, SOC und Automatisierung.
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
|---|---|
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | SOC-Analysten, Security-Administratoren, Incident Handler und Mitarbeitende im Security Monitoring |
| Voraussetzungen: | Grundlagen der Incident Response, Verständnis von TCP/IP, Benutzerkonten und Protokollabfragen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Fallarbeit, Übungen und gemeinsame Überprüfung |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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