Ein verdächtiger Anmeldevorgang, eine ungewöhnliche Datei oder ein Erpressungshinweis erfordern schnelle Entscheidungen auf unvollständiger Informationsbasis. Das Seminar vermittelt eine gemeinsame Arbeitsweise für Service Desk, Administration und Informationssicherheit. Sicherheitsereignisse werden von bestätigten Vorfällen unterschieden und anhand betroffener Dienste, möglicher Schäden und vorhandener Hinweise priorisiert.
Behandelt wird der Weg von der ersten Meldung bis zur Übergabe an ein zuständiges Incident-Response-Team. Besonderes Gewicht erhalten klare Zuständigkeiten, erreichbare Kommunikationswege und die Abwägung zwischen Schadensbegrenzung und Spurenerhalt. Ein kompakter Übungsfall macht nachvollziehbar, welche Informationen früh benötigt werden und wie Beobachtungen, Annahmen und bereits getroffene Entscheidungen sauber auseinandergehalten werden.
Lernziele
- Sicherheitsereignisse einordnen und einen begründeten Verdacht dokumentieren.
- Dringlichkeit anhand von Auswirkungen, Reichweite und laufender Aktivität bestimmen.
- Freigegebene Sofortmaßnahmen auswählen und zuständige Stellen alarmieren.
- Zeitpunkte, betroffene Systeme und Entscheidungen nachvollziehbar festhalten.
- Einen Vorfall mit offenen Fragen und nächsten Prüfschritten übergeben.
Inhaltsverzeichnis
- Ereignisse, Vorfälle und Zuständigkeiten
- Alarmannahme und Erstbewertung
- Sofortmaßnahmen und Spurenerhalt
- Eskalation und Dokumentation
- Angeleiteter Erstreaktionsfall
Seminarinhalte
Ereignisse, Vorfälle und Zuständigkeiten
- Störung, Fehlalarm und Sicherheitsvorfall anhand typischer Eingangsmeldungen unterscheiden.
- Aufgaben von Service Desk, Administration, Informationssicherheit und Einsatzleitung zuordnen.
- Vorbereitung, Erkennung, Reaktion und Wiederherstellung als zusammenhängenden Prozess einordnen.
Alarmannahme und Erstbewertung
- Meldezeit, Beobachtungszeit, betroffene Konten und Dienste getrennt erfassen.
- Geschäftliche Auswirkungen und Hinweise auf Ausbreitung in die Priorisierung einbeziehen.
- Unsicherheiten kennzeichnen und wenige überprüfbare Arbeitshypothesen bilden.
Sofortmaßnahmen und Spurenerhalt
- Systemisolation, Kontosperre und Netztrennung nach Zuständigkeit und Wirkung abwägen.
- Flüchtige Daten, Protokolle und bereits erfolgte Veränderungen berücksichtigen.
- Unkoordinierte Neustarts, Bereinigungsversuche und Änderungen am Original vermeiden.
Eskalation und Dokumentation
- Kontakt- und Vertretungswege sowie einen unabhängigen Kommunikationskanal festlegen.
- Beobachtung, Bewertung und Entscheidung in einem Ereignisjournal trennen.
- Eine kurze Lagemeldung mit bestätigten Fakten, Risiken und Unterstützungsbedarf formulieren.
Angeleiteter Erstreaktionsfall
- Mehrere eingehende Meldungen zu einem möglichen Kontovorfall zusammenführen.
- Maßnahmenfolge einschließlich Freigaben und Dokumentation durchspielen.
- Die Übergabe anhand einer Checkliste prüfen und fehlende Informationen gezielt ergänzen.
Praxisübungen
Praxisfall: Verdächtige Anmeldung mit anschließendem Zugriff auf einen Dateidienst
- Eine vorbereitete Meldung aufnehmen und einen Vorgang mit eindeutiger Zeitbasis anlegen.
- Hinweise aus zwei Protokollauszügen abgleichen und betroffene Konten und Dienste benennen.
- Die Dringlichkeit begründen und die zuständige Eskalationsstufe auswählen.
- Zwei geeignete Sofortmaßnahmen mit ihren Auswirkungen und Freigaben dokumentieren.
- Eine Lagemeldung erstellen und den Fall mit offenen Prüffragen übergeben.
Schulungsumgebung
Vorbereitete Meldungen, Protokollauszüge und ein Incident-Journal; die praktische Arbeit erfolgt an einem abgegrenzten Fall ohne Eingriffe in Produktivsysteme.
Passendes Intensivseminar
Der Schwerpunkt wird auch gebündelt angeboten: Incident Response Intensiv: Einsatzorganisation, SOC und Automatisierung.
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn: 10:00 Uhr |
|---|---|
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Service Desk, IT-Administration, IT-Koordination, Informationssicherheitsbeauftragte und technische Teamleitungen |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis von Benutzerkonten, IT-Diensten und Netzwerken; keine Forensikkenntnisse erforderlich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Fallarbeit, Übungen und gemeinsame Überprüfung |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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