Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- 1. Schutzpriorität und Freigabemodell
- 2. Inventar und Segmentierung
- 3. Scanner-Platzierung
- 4. Gestufte Prüftiefe
- 5. Riskante Tests und Lastbegrenzung
- 6. Ausführung und Abbruchverfahren
- 7. Befundbewertung im Betriebsumfeld
- 8. Remediation und Kompensation
- Praxisanteil
- Methodik
Seminarprofil
OT- und IoT-Prüfungen erfordern strengere Sicherheitsgrenzen als klassische IT-Scans. Das Seminar konzentriert sich auf eine gestufte, freigegebene und möglichst risikoarme Vorgehensweise. Aktive Prüfungen werden nur innerhalb definierter Wartungsfenster und nach Abstimmung mit Anlagen- oder Geräteverantwortlichen eingesetzt.
Zielgruppe
OT-Security- und Netzwerkverantwortliche, Anlagenbetrieb, IoT-Plattformteams, Security Engineers, Vulnerability Manager, technische Consultants und Betreiber kritischer Umgebungen.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu TCP/IP, Netzwerksegmentierung und Schwachstellenprüfungen. Verständnis betrieblicher Auswirkungen in OT- oder gerätenahen Umgebungen ist erforderlich.
Lernziele
- OT- und IoT-Ziele mit Eigentümern, Kritikalität und Betriebsgrenzen erfassen.
- Scanner-Platzierung und gestufte Prüftiefe risikoarm planen.
- Riskante Tests, Anmeldeversuche und unnötige Last gezielt vermeiden.
- Befunde mit Betriebswirkung und Herstellerabhängigkeiten priorisieren.
- Kompensierende Maßnahmen und kontrollierte Nachprüfungen dokumentieren.
Seminarinhalte
1. Schutzpriorität und Freigabemodell
Betriebsstabilität erhält Vorrang vor maximaler Prüftiefe.
- Schritt 1: Geräteklassen, Anlagenfunktionen und Ausfallauswirkungen erfassen.
- Schritt 2: Eigentümer, Herstellerkontakt und betriebliche Freigabewege bestimmen.
- Schritt 3: Wartungsfenster, Abbruchkriterien und Notfallkontakte festlegen.
- Schritt 4: Prüfumfang und ausgeschlossene Bereiche schriftlich genehmigen.
2. Inventar und Segmentierung
Die Zielumgebung wird vor jeder aktiven Prüfung nachvollziehbar strukturiert.
- Schritt 1: Netzsegmente, Geräte, Gateways und Managementsysteme erfassen.
- Schritt 2: Geschäfts- beziehungsweise Betriebswirkung im Asset Manager zuordnen.
- Schritt 3: Tags für Zone, Gerätetyp, Betreiber und Wartungsfenster vergeben.
- Schritt 4: Unbekannte oder nicht verantwortete Geräte separat klären.
3. Scanner-Platzierung
Kurze und kontrollierbare Netzwerkpfade reduzieren Fehlinterpretationen und unnötige Belastung.
- Schritt 1: Geeignete Zone für eine Scanner Appliance bestimmen.
- Schritt 2: Firewall-Regeln und zulässige Zielbereiche minimal definieren.
- Schritt 3: Namensauflösung, Routing und Bandbreite prüfen.
- Schritt 4: Scanner-Zustand und Kommunikationspfad vor dem Pilot kontrollieren.
4. Gestufte Prüftiefe
Die Prüfung beginnt mit geringem Risiko und wird nur nach erfolgreicher Kontrolle erweitert.
- Schritt 1: Zunächst eine begrenzte Discovery für eine kleine Zielgruppe planen.
- Schritt 2: Basic- oder angepasste Profile nur nach technischer Freigabe einsetzen.
- Schritt 3: Full-Scan-Optionen ausschließlich für geeignete und getestete Geräte erwägen.
- Schritt 4: Jede Stufe anhand von Stabilität, Laufzeit und Ergebnisqualität abnehmen.
5. Riskante Tests und Lastbegrenzung
Unnötige Anmeldeversuche, Brute-Force-Tests und belastende Kategorien werden vermieden.
- Schritt 1: Tests mit potenziellen Anmeldeversuchen oder erhöhter Betriebswirkung identifizieren.
- Schritt 2: Nicht erforderliche Kategorien im Profil deaktivieren.
- Schritt 3: Parallelität, Zeitüberschreitungen und Wiederholungen begrenzen.
- Schritt 4: Anlagenzustand während des Piloten gemeinsam mit dem Betrieb überwachen.
6. Ausführung und Abbruchverfahren
Der Scan wird aktiv begleitet und kann bei Auffälligkeiten sofort beendet werden.
- Schritt 1: Pilotlauf mit bestätigtem Ansprechpartner starten.
- Schritt 2: Scannerstatus, Laufzeit und Geräteverhalten überwachen.
- Schritt 3: Abweichungen nach technischer und betrieblicher Ursache klassifizieren.
- Schritt 4: Bei Auffälligkeiten abbrechen, Zustand sichern und erst nach Freigabe fortsetzen.
7. Befundbewertung im Betriebsumfeld
Technische Schweregrade werden mit realer Exposition und Anlagenwirkung verbunden.
- Schritt 1: Befunde nach Gerätetyp, Zone und betroffener Funktion gruppieren.
- Schritt 2: Erreichbarkeit, Sicherheitsbarrieren und tatsächliche Ausnutzbarkeit berücksichtigen.
- Schritt 3: Herstellerfreigaben, Wartungszyklen und Ersatzteilverfügbarkeit einbeziehen.
- Schritt 4: Prioritäten gemeinsam mit Anlagenbetrieb und Security festlegen.
8. Remediation und Kompensation
Nicht sofort patchbare Geräte erhalten kontrollierte Schutzmaßnahmen.
- Schritt 1: Patch, Konfigurationsänderung, Segmentierung, Zugriffsbeschränkung und Überwachung als Optionen bewerten.
- Schritt 2: Kompensierende Maßnahmen mit Eigentümer und Ablaufdatum dokumentieren.
- Schritt 3: Änderungen zunächst an geeigneten Test- oder Ersatzsystemen prüfen.
- Schritt 4: Nachprüfung mit derselben risikoarmen Profilstufe durchführen.
Praxisanteil
Planung eines freigegebenen OT-Prüfauftrags, Aufbau einer Asset- und Zonentaxonomie, Konfiguration eines risikoarmen Pilotprofils, Reaktion auf ein simuliertes Stabilitätsproblem und Bewertung kompensierender Maßnahmen.
Methodik
Fachvortrag, Risikoworkshop, Scanner- und Profilkonfiguration, kontrollierte Simulation, Befundbewertung und Erstellung einer OT-Prüfcheckliste.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | OT-Security- und Netzwerkverantwortliche, Anlagenbetrieb, IoT-Plattformteams, Security Engineers, Vulnerability Manager, technische Consultants und Betreiber kritischer Umgebungen. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu TCP/IP, Netzwerksegmentierung und Schwachstellenprüfungen. Verständnis betrieblicher Auswirkungen in OT- oder gerätenahen Umgebungen ist erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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