Seminar Holm Security VMP – OT- und IoT-Sicherheit

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. 1. Schutzpriorität und Freigabemodell
  7. 2. Inventar und Segmentierung
  8. 3. Scanner-Platzierung
  9. 4. Gestufte Prüftiefe
  10. 5. Riskante Tests und Lastbegrenzung
  11. 6. Ausführung und Abbruchverfahren
  12. 7. Befundbewertung im Betriebsumfeld
  13. 8. Remediation und Kompensation
  14. Praxisanteil
  15. Methodik

Seminarprofil

OT- und IoT-Prüfungen erfordern strengere Sicherheitsgrenzen als klassische IT-Scans. Das Seminar konzentriert sich auf eine gestufte, freigegebene und möglichst risikoarme Vorgehensweise. Aktive Prüfungen werden nur innerhalb definierter Wartungsfenster und nach Abstimmung mit Anlagen- oder Geräteverantwortlichen eingesetzt.

Zielgruppe

OT-Security- und Netzwerkverantwortliche, Anlagenbetrieb, IoT-Plattformteams, Security Engineers, Vulnerability Manager, technische Consultants und Betreiber kritischer Umgebungen.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse zu TCP/IP, Netzwerksegmentierung und Schwachstellenprüfungen. Verständnis betrieblicher Auswirkungen in OT- oder gerätenahen Umgebungen ist erforderlich.

Lernziele

  • OT- und IoT-Ziele mit Eigentümern, Kritikalität und Betriebsgrenzen erfassen.
  • Scanner-Platzierung und gestufte Prüftiefe risikoarm planen.
  • Riskante Tests, Anmeldeversuche und unnötige Last gezielt vermeiden.
  • Befunde mit Betriebswirkung und Herstellerabhängigkeiten priorisieren.
  • Kompensierende Maßnahmen und kontrollierte Nachprüfungen dokumentieren.

Seminarinhalte

1. Schutzpriorität und Freigabemodell

Betriebsstabilität erhält Vorrang vor maximaler Prüftiefe.

  1. Schritt 1: Geräteklassen, Anlagenfunktionen und Ausfallauswirkungen erfassen.
  2. Schritt 2: Eigentümer, Herstellerkontakt und betriebliche Freigabewege bestimmen.
  3. Schritt 3: Wartungsfenster, Abbruchkriterien und Notfallkontakte festlegen.
  4. Schritt 4: Prüfumfang und ausgeschlossene Bereiche schriftlich genehmigen.

2. Inventar und Segmentierung

Die Zielumgebung wird vor jeder aktiven Prüfung nachvollziehbar strukturiert.

  1. Schritt 1: Netzsegmente, Geräte, Gateways und Managementsysteme erfassen.
  2. Schritt 2: Geschäfts- beziehungsweise Betriebswirkung im Asset Manager zuordnen.
  3. Schritt 3: Tags für Zone, Gerätetyp, Betreiber und Wartungsfenster vergeben.
  4. Schritt 4: Unbekannte oder nicht verantwortete Geräte separat klären.

3. Scanner-Platzierung

Kurze und kontrollierbare Netzwerkpfade reduzieren Fehlinterpretationen und unnötige Belastung.

  1. Schritt 1: Geeignete Zone für eine Scanner Appliance bestimmen.
  2. Schritt 2: Firewall-Regeln und zulässige Zielbereiche minimal definieren.
  3. Schritt 3: Namensauflösung, Routing und Bandbreite prüfen.
  4. Schritt 4: Scanner-Zustand und Kommunikationspfad vor dem Pilot kontrollieren.

4. Gestufte Prüftiefe

Die Prüfung beginnt mit geringem Risiko und wird nur nach erfolgreicher Kontrolle erweitert.

  1. Schritt 1: Zunächst eine begrenzte Discovery für eine kleine Zielgruppe planen.
  2. Schritt 2: Basic- oder angepasste Profile nur nach technischer Freigabe einsetzen.
  3. Schritt 3: Full-Scan-Optionen ausschließlich für geeignete und getestete Geräte erwägen.
  4. Schritt 4: Jede Stufe anhand von Stabilität, Laufzeit und Ergebnisqualität abnehmen.

5. Riskante Tests und Lastbegrenzung

Unnötige Anmeldeversuche, Brute-Force-Tests und belastende Kategorien werden vermieden.

  1. Schritt 1: Tests mit potenziellen Anmeldeversuchen oder erhöhter Betriebswirkung identifizieren.
  2. Schritt 2: Nicht erforderliche Kategorien im Profil deaktivieren.
  3. Schritt 3: Parallelität, Zeitüberschreitungen und Wiederholungen begrenzen.
  4. Schritt 4: Anlagenzustand während des Piloten gemeinsam mit dem Betrieb überwachen.

6. Ausführung und Abbruchverfahren

Der Scan wird aktiv begleitet und kann bei Auffälligkeiten sofort beendet werden.

  1. Schritt 1: Pilotlauf mit bestätigtem Ansprechpartner starten.
  2. Schritt 2: Scannerstatus, Laufzeit und Geräteverhalten überwachen.
  3. Schritt 3: Abweichungen nach technischer und betrieblicher Ursache klassifizieren.
  4. Schritt 4: Bei Auffälligkeiten abbrechen, Zustand sichern und erst nach Freigabe fortsetzen.

7. Befundbewertung im Betriebsumfeld

Technische Schweregrade werden mit realer Exposition und Anlagenwirkung verbunden.

  1. Schritt 1: Befunde nach Gerätetyp, Zone und betroffener Funktion gruppieren.
  2. Schritt 2: Erreichbarkeit, Sicherheitsbarrieren und tatsächliche Ausnutzbarkeit berücksichtigen.
  3. Schritt 3: Herstellerfreigaben, Wartungszyklen und Ersatzteilverfügbarkeit einbeziehen.
  4. Schritt 4: Prioritäten gemeinsam mit Anlagenbetrieb und Security festlegen.

8. Remediation und Kompensation

Nicht sofort patchbare Geräte erhalten kontrollierte Schutzmaßnahmen.

  1. Schritt 1: Patch, Konfigurationsänderung, Segmentierung, Zugriffsbeschränkung und Überwachung als Optionen bewerten.
  2. Schritt 2: Kompensierende Maßnahmen mit Eigentümer und Ablaufdatum dokumentieren.
  3. Schritt 3: Änderungen zunächst an geeigneten Test- oder Ersatzsystemen prüfen.
  4. Schritt 4: Nachprüfung mit derselben risikoarmen Profilstufe durchführen.

Praxisanteil

Planung eines freigegebenen OT-Prüfauftrags, Aufbau einer Asset- und Zonentaxonomie, Konfiguration eines risikoarmen Pilotprofils, Reaktion auf ein simuliertes Stabilitätsproblem und Bewertung kompensierender Maßnahmen.

Methodik

Fachvortrag, Risikoworkshop, Scanner- und Profilkonfiguration, kontrollierte Simulation, Befundbewertung und Erstellung einer OT-Prüfcheckliste.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: OT-Security- und Netzwerkverantwortliche, Anlagenbetrieb, IoT-Plattformteams, Security Engineers, Vulnerability Manager, technische Consultants und Betreiber kritischer Umgebungen.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu TCP/IP, Netzwerksegmentierung und Schwachstellenprüfungen. Verständnis betrieblicher Auswirkungen in OT- oder gerätenahen Umgebungen ist erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
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