Technische Diagramme werden dann nützlich, wenn sie eine konkrete Frage beantworten und ihre Abstraktion konsequent halten. Das Seminar übersetzt Architekturinformationen in ein klares Graphmodell und eine einheitliche visuelle Sprache.
Behandelt werden statische Struktur, Abhängigkeiten, Schnittstellen und ausgewählte Laufzeitsichten. Der Schwerpunkt liegt auf wartbaren Vorlagen, eindeutigen Konventionen und der Ableitung aus vorhandenen technischen Daten.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Arbeitsweise im Seminar
Seminarprofil und Zielsetzung
Zweitägige Praxisschulung zur Erstellung konsistenter Architektur- und Softwarediagramme mit Graphviz. Die Inhalte reichen von Diagrammzweck und Abstraktion über Systemkontext, Schichten, Komponenten, Schnittstellen und Laufzeitbeziehungen bis zu wiederverwendbaren Vorlagen, automatischer Generierung und Qualitätsprüfungen.
Zielgruppe
- Softwarearchitekten und Solution Architects
- Entwickler und technische Projektleiter
- Dokumentationsverantwortliche
- Plattform- und Integrationsarchitekten
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Softwarearchitektur und technischen Abhängigkeiten. DOT-Grundlagen sind hilfreich, werden jedoch anhand der benötigten Konstrukte wiederholt.
Lernziele
- Diagrammzweck, Zielgruppe und Abstraktion vor der Modellierung festlegen.
- Systeme, Komponenten, Schnittstellen und Abhängigkeiten in DOT strukturiert abbilden.
- Schichten und Verantwortungsbereiche mit Clustern und Styles darstellen.
- Große Architektursichten in verständliche Teilansichten zerlegen.
- Diagramme aus Architekturmetadaten automatisiert und prüfbar erzeugen.
Seminarinhalte
Kapitelinhaltsverzeichnis
- Diagrammauftrag und Abstraktion
- Systemkontext und Verantwortungsgrenzen
- Schichten, Komponenten und Module
- Schnittstellen, Protokolle und Datenflüsse
- Teilansichten und wiederverwendbare Vorlagen
- Automatisierung und Qualitätsprüfung
1. Diagrammauftrag und Abstraktion
Jede Darstellung beginnt mit einer Fragestellung: Überblick, Verantwortungsgrenze, Abhängigkeit, Datenfluss oder Änderungswirkung. Ohne diese Festlegung entsteht schnell eine überladene Universalgrafik ohne klare Aussage.
Schritt-für-Schritt
- Adressaten und Entscheidungsfrage benennen.
- Abstraktionsebene und erlaubte Elementtypen festlegen.
- Pflichtinformationen und bewusst ausgelassene Details definieren.
- Abnahmekriterien für Lesbarkeit und Aktualität bestimmen.
2. Systemkontext und Verantwortungsgrenzen
Systeme, externe Akteure und Nachbarsysteme werden als gerichteter Graph modelliert. Cluster oder visuelle Gruppen markieren Verantwortungsbereiche, Betriebszonen oder organisatorische Grenzen.
Schritt-für-Schritt
- Zentrales System und relevante Nachbarn erfassen.
- Interaktionen als gerichtete Kanten mit fachlich knappen Labels modellieren.
- Interne und externe Verantwortungsbereiche gruppieren.
- Layout von links nach rechts oder oben nach unten anhand der Leserichtung festlegen.
- Darstellung gegen die ursprüngliche Fragestellung prüfen.
3. Schichten, Komponenten und Module
Komponentensichten benötigen stabile Namen, eindeutige Verantwortungen und eine kontrollierte Kantenmenge. Vererbte Standardattribute sorgen für einheitliche Darstellung, während Ports präzisere Anschlussstellen ermöglichen.
Schritt-für-Schritt
- Komponentenliste mit Verantwortungen und Schnittstellen erstellen.
- Komponenten nach Schicht oder Domäne in Clustern ordnen.
- Zulässige und unerwünschte Abhängigkeiten kennzeichnen.
- Ports oder Teilbereiche für wichtige Schnittstellen verwenden.
- Zyklen und Schichtverletzungen sichtbar machen.
4. Schnittstellen, Protokolle und Datenflüsse
Kanten transportieren mehr als Richtung. Durch Label, Stil, Farbe und Pfeilform lassen sich Aufruf, Ereignis, Dateiübertragung oder Datenbankzugriff unterscheiden, ohne das Diagramm mit Text zu überladen.
Schritt-für-Schritt
- Kantentypen und zulässige Metadaten definieren.
- Synchrone und asynchrone Beziehungen unterscheidbar gestalten.
- Protokoll- oder Datentypen nur dort ergänzen, wo sie die Aussage verbessern.
- Legende aus denselben Style-Definitionen erzeugen.
- Kantenkreuzungen und redundante Beschriftungen reduzieren.
5. Teilansichten und wiederverwendbare Vorlagen
Eine große Architektur wird in gezielte Sichten zerlegt. Gemeinsame Styles, Namensregeln und Datenquellen bleiben zentral, während Filter bestimmen, welche Elemente in einer konkreten Ausgabe erscheinen.
Schritt-für-Schritt
- Gesamtmodell von den Darstellungsfiltern trennen.
- Style-Datei oder Generatorvorlage für wiederkehrende Elemente anlegen.
- Sichten für Kontext, Komponenten, Datenfluss und Betrieb erzeugen.
- Dateinamen, Titel und Versionsinformationen standardisieren.
- Änderungen an einer Quelle gegen alle Sichten testen.
6. Automatisierung und Qualitätsprüfung
Architekturdiagramme bleiben nur dann aktuell, wenn Erzeugung und Prüfung in bestehende Arbeitsabläufe passen. Metadaten aus Quellcode, Konfiguration oder Inventaren können in DOT überführt und bei Änderungen neu gerendert werden.
Schritt-für-Schritt
- Geeignete strukturierte Datenquelle auswählen.
- Eindeutige IDs unabhängig von sichtbaren Labels vergeben.
- DOT-Ausgabe deterministisch sortieren.
- Syntaxprüfung und Rendering in einen Build-Schritt integrieren.
- Visuelle und fachliche Prüfpunkte für Freigaben definieren.
Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Eine Systemkontextsicht für eine mehrschichtige Beispielanwendung erstellen.
- Eine Komponentensicht mit Schichten, Schnittstellen und verbotener Abhängigkeit modellieren.
- Aus einem gemeinsamen Graphmodell zwei zielgruppengerechte Teilansichten ableiten.
- Eine Architekturvorlage mit Legende, Namenskonventionen und Qualitätscheck aufbauen.
Arbeitsweise im Seminar
Fachliche Modellierungsarbeit, DOT-Übungen, Layoutvergleich, gemeinsame Diagrammreviews und Aufbau wiederverwendbarer Vorlagen.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Softwarearchitekten, Entwickler, technische Projektleiter und Dokumentationsverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Softwarearchitektur und technischen Abhängigkeiten. DOT-Grundlagen sind hilfreich, werden jedoch anhand der benötigten Konstrukte wiederholt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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