Seminar EU Business Wallet – Security Architecture, IAM und Zero Trust

Das dreitägige Seminar entwickelt eine Sicherheitsarchitektur für Business-Wallet-Lösungen und ihre Unternehmensintegration. Bedrohungsmodell, Wallet-Integrität, Schlüssel, Vertreter- und Administratorzugriffe, Serviceidentitäten, APIs, Datenschutz, Logging und Incident Response werden in einem Zero-Trust-Kontrollmodell zusammengeführt.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Schutzobjekte, Angreifer und Missbrauchspfade systematisch modellieren.
  • Kryptografische Bindung, Schlüssel- und Wallet-Integrität absichern.
  • Zero-Trust-Zugriffe für Vertreter, Administratoren und Services entwickeln.
  • APIs, Datenflüsse und Protokolle sicher überwachen.
  • Security-Tests und Incident-Runbooks praktisch durchführen.

Fachliche Einordnung

Business Wallets verbinden rechtlich wirksame Organisationshandlungen mit verteilten technischen Komponenten. Angriffe auf Vertreter, Mandate, Schlüssel, relying parties oder Integrationen können unmittelbare Geschäfts- und Compliance-Auswirkungen haben. Drei Tage sind erforderlich, um Architektur, Kontrollen, praktische Tests und Incident-Verfahren zusammenhängend zu bearbeiten.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Bedrohungsmodell und Sicherheitsarchitektur

Schwerpunkt: Identitätsbetrug, Wallet-Übernahme, Schlüsselkompromittierung, schädliche relying parties, manipulierte Nachweise, Replay, Lieferkette und Insider.

  1. Schutzobjekte, Angreifer, Vertrauensgrenzen und Missbrauchsziele für Wallet, Provider, Register, Vertrauensdienste und Integrationen identifizieren.
  2. Angriffspfade für Onboarding, Mandate, Attestierungen, API, Zustellung, Signatur, Siegel und Support systematisch modellieren.
  3. Präventive, detektive und reaktive Kontrollen nach Risiko, Wirksamkeit, Verantwortlichkeit und Nachweisbarkeit priorisieren.
  4. Ausgewählte Szenarien wie Vertreterübernahme, Replay, gefälschte relying party und kompromittierter Schlüssel in Tabletop-Übungen testen.

Arbeitsergebnis: Ein priorisiertes Bedrohungs- und Kontrollmodell für Architektur und Betrieb.

2. IAM, Zero Trust und starke Authentisierung

Schwerpunkt: Benutzerbindung, Authentisierungsniveau, Gerätevertrauen, kontextbasierter Zugriff, privilegierte Administration, Serviceidentitäten und Sessionkontrolle.

  1. Benutzer-, Administrator-, Service- und Vertreteridentitäten mit ihren Authentisierungs- und Vertrauensanforderungen erfassen.
  2. Zugriffskontrollen nach Identität, Rolle, Mandat, Gerät, Risiko, Transaktionswert und Datenkategorie definieren.
  3. Starke Authentisierung, kurzlebige Sessions, privilegierte Workflows, Step-up und Break-Glass technisch und organisatorisch ausgestalten.
  4. Sessiondiebstahl, verlorenes Gerät, kompromittiertes Administratorkonto und missbrauchte Serviceidentität mit Sperr- und Recovery-Prozessen testen.

Arbeitsergebnis: Ein Zero-Trust-Zugriffsmodell für Benutzer, Vertreter, Administration und Automatisierung.

3. Kryptografische Bindung und Wallet-Integrität

Schwerpunkt: Wallet Unit Attestation, Schlüsselpaare, sichere kryptografische Geräte, Zertifikate, Bindung von Organisationsidentität und Wallet-Instanz.

  1. Schlüssel- und Zertifikatsobjekte nach Zweck, Eigentümer, Speicherort, Schutzklasse, Rotation und Wiederherstellung inventarisieren.
  2. Die kryptografische Bindung zwischen Wallet Owner, Wallet Unit, Identitätsdaten und autorisiertem Benutzer als Prüfpfad modellieren.
  3. Erstellung, Aktivierung, Validierung, Rotation, Sperrung und Austausch einer Wallet Unit Attestation in einer Laborsequenz nachstellen.
  4. Manipulation, Schlüsselverlust, kompromittierte Komponente und Providerwechsel mit definierten Sperr- und Wiederanlaufmaßnahmen testen.

Arbeitsergebnis: Ein Schlüssel- und Integritätskonzept für Wallet Units einschließlich Notfallverfahren.

4. Datenschutz und Datenschutz-Folgenabschätzung

Schwerpunkt: Rollen nach Datenschutzrecht, Rechtsgrundlagen, Zweckbindung, Datenminimierung, Transparenz, Betroffenenrechte, Aufbewahrung und DPIA.

  1. Datenverarbeitungen für Onboarding, Nachweisaustausch, Vertretung, Directory, Zustellung, Protokollierung und Support vollständig erfassen.
  2. Verantwortliche, Auftragsverarbeiter, gemeinsame Verantwortlichkeit, Rechtsgrundlagen und internationale Datenflüsse bewerten.
  3. Risiken für natürliche Vertreter und Beschäftigte einschließlich Korrelation, Überwachung und Fehlzuordnung in einer DPIA strukturieren.
  4. Technische und organisatorische Maßnahmen, Löschregeln, Auskunftsfähigkeit und Incident-Prozesse mit Prüfkriterien hinterlegen.

Arbeitsergebnis: Eine umsetzbare Datenschutz-Folgenabschätzung mit Datenfluss- und Maßnahmenkatalog.

5. API-Design und Automatisierung

Schwerpunkt: System-zu-System-Kommunikation, Authentisierung, Autorisierung, Ereignisse, Idempotenz, Fehlerbehandlung, Korrelation und Datenschutz.

  1. Geschäftsereignisse und Wallet-Funktionen identifizieren, die ohne manuelle Intervention über APIs oder Messaging verarbeitet werden sollen.
  2. API-Ressourcen, Rollen, Scopes, Serviceidentitäten, Zertifikate, Rate Limits und Datenminimierung spezifizieren.
  3. Idempotente Abläufe für Nachweisanforderung, Zustellung, Statusabfrage, Widerruf und Rückmeldung mit Korrelations-IDs entwerfen.
  4. Timeouts, Wiederholungen, Teilfehler, Duplikate, Replay und asynchrone Rückmeldungen mit definierten Kompensationsschritten testen.

Arbeitsergebnis: Ein abgesichertes API- und Ereignismodell mit wiederholbaren Automatisierungsabläufen.

6. Rollen-, Attribut- und Policy-basierte Autorisierung

Schwerpunkt: RBAC, ABAC, Geschäftsrollen, technische Rollen, Scopes, Policies, Funktionstrennung, Rezertifizierung und Echtzeitprüfung.

  1. Geschäftsfunktionen, Wallet-Aktionen und schützenswerte Objekte in ein Berechtigungsinventar überführen.
  2. Rollen und Attribute für Organisation, Benutzer, Mandat, Transaktion, Datenkategorie und Vertrauensniveau definieren.
  3. Policies für Zugriff, Freigabe, Attributpräsentation, Signatur, Siegel, Zustellung und Administration implementieren.
  4. Konflikte, veraltete Rollen, überbreite Scopes und unzulässige Kombinationen automatisch erkennen und in Rezertifizierungen behandeln.

Arbeitsergebnis: Ein Least-Privilege-Autorisierungsmodell mit prüfbaren Policies und Rezertifizierung.

7. Protokollierung, Monitoring und Nachvollziehbarkeit

Schwerpunkt: Transaktionszeit, Gegenpartei, angeforderte Daten, Ergebnis, Fehlergrund, Systemereignisse, Integrität, Vertraulichkeit und Aufbewahrung.

  1. Fachliche und technische Ereignisse für Zugriff, Präsentation, Ausstellung, Zustellung, Signatur, Siegel, Mandat und Administration katalogisieren.
  2. Logfelder, Korrelations-IDs, Zeitquellen, Schutzklassen, Aufbewahrung und Zugriff auf Protokolldaten festlegen.
  3. Dashboards und Alarmierungen für Verfügbarkeit, Fehlerquoten, ungewöhnliche Datenanforderungen, Widerrufe und privilegierte Aktionen entwerfen.
  4. Ereigniskorrelation, Nachweis einer vollständigen Transaktion und Untersuchung eines fehlgeschlagenen Prozesses praktisch durchführen.

Arbeitsergebnis: Ein Monitoring- und Logging-Konzept mit prüfbaren Transaktionsketten und Alarmregeln.

8. Incident Management und Wiederanlauf

Schwerpunkt: Sicherheitsvorfall, Datenschutzverletzung, Serviceausfall, kompromittierte Wallet Unit, Providerstörung, Kommunikationsplan und Recovery.

  1. Incident-Klassen, Prioritäten, Meldewege, fachliche Auswirkungen und zuständige interne sowie externe Stellen definieren.
  2. Runbooks für Wallet-Sperrung, Schlüsselkompromittierung, fehlerhafte Nachweise, Directory-Ausfall, Zustellstörung und API-Fehler erstellen.
  3. Beweissicherung, Eindämmung, Benachrichtigung, Wiederherstellung, Validierung und Rückkehr in den Normalbetrieb in einer Übung durchführen.
  4. RTO, RPO, Ersatzverfahren, Providerabhängigkeiten und Lessons Learned in den Betriebsstandard zurückführen.

Arbeitsergebnis: Ein abgestimmtes Incident- und Wiederanlaufhandbuch mit Rollen, Fristen und Prüfungen.

9. Provider-Auswahl und technische Due Diligence

Schwerpunkt: Rechtsstatus, Sicherheitsniveau, Interoperabilität, Vertrauensdienste, Datenstandort, Lieferkette, Support, Roadmap und Exit-Fähigkeit.

  1. Muss-, Soll- und Ausschlusskriterien für Provider, Wallet-Lösung, Betriebsmodell, Schnittstellen und Vertrauensdienste ableiten.
  2. Nachweise zu Organisation, Aufsicht, Sicherheit, Zertifizierungen, Lieferkette, Unterauftragnehmern und Betriebsstandorten prüfen.
  3. Interoperabilität, Performance, Datenschutz, Portabilität, Support und Ausfallszenarien in einer strukturierten Proof-of-Capability testen.
  4. Bewertung, Risiken, Auflagen, Restpunkte und Entscheidungsbegründung in einer auditfähigen Beschaffungsvorlage dokumentieren.

Arbeitsergebnis: Ein gewichteter Kriterienkatalog und ein nachvollziehbarer Provider-Entscheidungsbericht.

10. Konformitäts- und Interoperabilitätstests

Schwerpunkt: Testprofile, Protokolle, Formate, Trust, Schemas, positive und negative Flows, Cross-Border-Fälle, Last und Regression.

  1. Anforderungen aus Rechtsstand, Profilen, Architektur, Datenschutz, Sicherheit und Fachprozess in prüfbare Testfälle übersetzen.
  2. Testdaten, Testorganisationen, Schlüssel, Nachweise, Mandate, relying parties und erwartete Ergebnisse reproduzierbar bereitstellen.
  3. Issuance-, Presentation-, Signatur-, Siegel-, Zustell-, Directory- und API-Flows einschließlich Negativfällen automatisiert ausführen.
  4. Abweichungen nach Schweregrad, Ursache, Interoperabilitätswirkung und Wiederholbarkeit bewerten und bis zum Retest verfolgen.

Arbeitsergebnis: Ein vollständiger Test- und Konformitätskatalog mit reproduzierbaren Nachweisen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Threat Modeling für Onboarding, Mandate, Nachweise und Zustellung.
  • Entwurf eines Zero-Trust-Zugriffsmodells mit Step-up und Break Glass.
  • Analyse von Schlüsselkompromittierung und gefälschter relying party.
  • Aufbau von Detektionsregeln für ungewöhnliche Attributanforderungen und Delegationen.
  • Durchführung eines Incident-Tabletops mit Sperrung und Wiederanlauf.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Security Architecture, IAM, SOC, PKI, DevSecOps, Datenschutz, Plattformbetrieb und technische Revision

Voraussetzungen: Gute Kenntnisse in IAM, PKI, API-Sicherheit, Threat Modeling, Logging und Incident Response

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch strukturierte Modellierung, Demonstrationen, technische oder organisatorische Schrittfolgen, Praxisübungen und kontrollierte Negativfälle vertieft. Jede Arbeitsphase verwendet definierte Ausgangsdaten, Prüfkriterien und Dokumentationsanforderungen. Dadurch entstehen wiederholbare Ergebnisse für Architektur, Projekt, Governance und Regelbetrieb.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security Architecture, IAM, SOC, PKI, DevSecOps, Datenschutz, Plattformbetrieb und technische Revision
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse in IAM, PKI, API-Sicherheit, Threat Modeling, Logging und Incident Response
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Bern 3 Tage
Luzern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.ch All rights reserved.  | Kontakt | Impressum | Nach oben