Seminar EU Business Wallet – Intensivseminar Architektur, Integration und Betrieb

Das fünftägige Intensivseminar bündelt die technischen Seminare zu Architektur, Protokollen, Interoperabilität, APIs, Enterprise-Integration, Security, Test, Pilotierung, Produktionsübergabe und Betrieb. Aus einem fachlichen Use Case entsteht eine abgesicherte Referenzarchitektur mit reproduzierbaren Implementierungs-, Integrations-, Abnahme- und Betriebsverfahren.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Eine vollständige Business-Wallet-Referenzarchitektur entwickeln.
  • EUDI-, Nachweis-, Directory- und Enterprise-Integrationen technisch verbinden.
  • APIs, Serviceidentitäten und automatisierte Flows robust implementieren.
  • Security-, Konformitäts- und Interoperabilitätstests durchführen.
  • Monitoring, Incident, Change und Regelbetrieb in Runbooks überführen.

Fachliche Einordnung

Der Intensivpfad richtet sich an Teams, die nicht nur einzelne Komponenten verstehen, sondern eine Business-Wallet-Lösung Ende zu Ende bewerten, pilotieren, implementieren, abnehmen und betreiben müssen. Die Inhalte verdichten Architektur-, API-, Directory-, Sicherheits-, Test-, Projekt-, Monitoring- und Incident-Themen zu einem zusammenhängenden technischen Betreiberpfad.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Einordnung in eIDAS 2.0 und das EUDI-Ökosystem

Schwerpunkt: European Digital Identity Wallet, Business Wallet, elektronische Identifizierung, Vertrauensdienste, Wallet-Relying-Parties, Aussteller und authentische Quellen.

  1. Die Rollen von natürlicher Person, Organisation, Vertreter, Wallet-Anbieter, Attributaussteller und prüfender Stelle in einem gemeinsamen Vertrauensmodell abgrenzen.
  2. Interaktionen zwischen European Business Wallets und European Digital Identity Wallets für Vertreter-Authentisierung, Attributaustausch und Signaturprozesse modellieren.
  3. Vertrauensanker, Zertifikate, Metadaten, Registrierungen und Statusinformationen identifizieren, die für eine Ende-zu-Ende-Prüfung erforderlich sind.
  4. Eine Referenztransaktion vom Unternehmens-Onboarding bis zur verifizierten Datennutzung durch eine relying party fachlich und technisch nachzeichnen.

Arbeitsergebnis: Ein abgestimmtes EUDI- und Business-Wallet-Kontextdiagramm mit klaren Vertrauensgrenzen.

2. Referenzarchitektur und Komponentenmodell

Schwerpunkt: Front-End, Back-End, sichere kryptografische Anwendungen und Geräte, Trust Services, Register, Directory, Integrationsschicht und Fachverfahren.

  1. Fachliche Use Cases in Komponenten, Datenflüsse, Vertrauenszonen und Verantwortungsbereiche zerlegen.
  2. Wallet-Front-End, Wallet-Back-End, kryptografische Komponenten, Identitätsdaten, Attestierungen, Directory und externe Dienste logisch anordnen.
  3. Schnittstellen, Protokolle, Schlüsselgrenzen, Netzwerkpfade und Betriebsabhängigkeiten für eine Referenztransaktion dokumentieren.
  4. Fehlerdomänen, Single Points of Failure, Schutzbedarf und notwendige Redundanz anhand eines Architekturreviews bewerten.

Arbeitsergebnis: Eine nachvollziehbare Zielarchitektur mit Komponenten-, Datenfluss- und Vertrauenszonenmodell.

3. Kryptografische Bindung und Wallet-Integrität

Schwerpunkt: Wallet Unit Attestation, Schlüsselpaare, sichere kryptografische Geräte, Zertifikate, Bindung von Organisationsidentität und Wallet-Instanz.

  1. Schlüssel- und Zertifikatsobjekte nach Zweck, Eigentümer, Speicherort, Schutzklasse, Rotation und Wiederherstellung inventarisieren.
  2. Die kryptografische Bindung zwischen Wallet Owner, Wallet Unit, Identitätsdaten und autorisiertem Benutzer als Prüfpfad modellieren.
  3. Erstellung, Aktivierung, Validierung, Rotation, Sperrung und Austausch einer Wallet Unit Attestation in einer Laborsequenz nachstellen.
  4. Manipulation, Schlüsselverlust, kompromittierte Komponente und Providerwechsel mit definierten Sperr- und Wiederanlaufmaßnahmen testen.

Arbeitsergebnis: Ein Schlüssel- und Integritätskonzept für Wallet Units einschließlich Notfallverfahren.

4. Protokolle, Formate und Metadaten

Schwerpunkt: OpenID4VCI, OpenID4VP, SD-JWT VC, mobile Dokumentformate, Trust Lists, Schemakataloge, Statusinformationen und Profilierung.

  1. Die für Ausstellung, Präsentation, Validierung und Statusprüfung vorgesehenen Protokolle und Formate dem jeweiligen Use Case zuordnen.
  2. Metadaten für Aussteller, Wallet, relying party, Nachweisschema, Schlüssel und Endpunkte in einem interoperablen Profil zusammenführen.
  3. Eine Issuance- und Presentation-Sequenz mit referenzierten Schemas, Nonces, Statusprüfung und selektiver Offenlegung technisch nachzeichnen.
  4. Interoperabilitätsfehler durch abweichende Algorithmen, Claim-Namen, URI-Werte, Zeitangaben und Trust-Anker systematisch diagnostizieren.

Arbeitsergebnis: Ein profiliertes Protokoll- und Metadatenpaket für eine Referenzintegration.

5. Interoperabilität mit der EUDI Wallet

Schwerpunkt: Vertreteridentifikation, Attributaustausch, Wallet-zu-Wallet-Interaktion, Vertrauensanker, Cross-Border-Validierung und Benutzerbindung.

  1. Use Cases identifizieren, in denen eine natürliche Person mit EUDI Wallet für eine Organisation handelt oder Attribute beider Wallet-Typen kombiniert werden.
  2. Benutzeridentität, Organisationsrolle, Mandat und angeforderte Geschäftsdaten in einem durchgängigen Präsentationsmodell verknüpfen.
  3. Wallet-zu-Wallet- und Wallet-zu-Relying-Party-Flows mit länderübergreifender Vertrauensprüfung und Fehlerbehandlung modellieren.
  4. Tests für falschen Vertreter, widerrufenes Mandat, abweichende Organisation und unzureichendes Authentisierungsniveau durchführen.

Arbeitsergebnis: Ein interoperables Vertreter- und Organisationsidentitätsmodell für EUDI- und Business-Wallet-Flows.

6. API-Design und Automatisierung

Schwerpunkt: System-zu-System-Kommunikation, Authentisierung, Autorisierung, Ereignisse, Idempotenz, Fehlerbehandlung, Korrelation und Datenschutz.

  1. Geschäftsereignisse und Wallet-Funktionen identifizieren, die ohne manuelle Intervention über APIs oder Messaging verarbeitet werden sollen.
  2. API-Ressourcen, Rollen, Scopes, Serviceidentitäten, Zertifikate, Rate Limits und Datenminimierung spezifizieren.
  3. Idempotente Abläufe für Nachweisanforderung, Zustellung, Statusabfrage, Widerruf und Rückmeldung mit Korrelations-IDs entwerfen.
  4. Timeouts, Wiederholungen, Teilfehler, Duplikate, Replay und asynchrone Rückmeldungen mit definierten Kompensationsschritten testen.

Arbeitsergebnis: Ein abgesichertes API- und Ereignismodell mit wiederholbaren Automatisierungsabläufen.

7. Integration in ERP, CRM, IAM, DMS und Fachverfahren

Schwerpunkt: Geschäftspartnerstamm, Dokumentenmanagement, Identitäts- und Berechtigungsmanagement, Workflow, Archivierung und Prozesskopplung.

  1. Quell- und Zielsysteme sowie führende Datenobjekte für Organisation, Vertreter, Nachweis, Dokument und Transaktion erfassen.
  2. Fachliche Ereignisse wie Onboarding, Freigabe, Statusänderung, Ablauf, Sperrung und Eingang einer Zustellung den Systemen zuordnen.
  3. Synchronisations-, Orchestrierungs- und Fehlerwarteschlangen für einen Ende-zu-Ende-Prozess entwerfen und in einer Referenzintegration umsetzen.
  4. Datenkonsistenz, Berechtigungen, Nachvollziehbarkeit, Wiederanlauf und Archivierung über alle beteiligten Systeme prüfen.

Arbeitsergebnis: Ein Integrationsblueprint mit Datenobjekten, Ereignissen, Verantwortlichkeiten und Fehlerpfaden.

8. European Digital Directory und digitale Adressen

Schwerpunkt: Vertrauenswürdiges Verzeichnis, API und Webportal, eindeutige digitale Adressen, Kontaktierbarkeit, Aktualisierung, Zugriff und Datenschutz.

  1. Erforderliche Verzeichnisdaten, digitale Adressen, Rollen und Aktualisierungsquellen für Organisationen und öffentliche Stellen bestimmen.
  2. Registrierungs-, Änderungs- und Widerrufsprozesse einschließlich Fristen, Plausibilitätskontrollen und Verantwortlichkeiten modellieren.
  3. Directory-Abfragen über eine maschinenlesbare Schnittstelle und ein autorisiertes Portal mit Positiv- und Negativfällen nachstellen.
  4. Fehladressierung, veraltete Einträge, unberechtigte Abfragen und Providerwechsel mit Korrektur- und Eskalationspfaden behandeln.

Arbeitsergebnis: Ein Betriebs- und Integrationskonzept für Directory-Daten und digitale Zustelladressen.

9. Bedrohungsmodell und Sicherheitsarchitektur

Schwerpunkt: Identitätsbetrug, Wallet-Übernahme, Schlüsselkompromittierung, schädliche relying parties, manipulierte Nachweise, Replay, Lieferkette und Insider.

  1. Schutzobjekte, Angreifer, Vertrauensgrenzen und Missbrauchsziele für Wallet, Provider, Register, Vertrauensdienste und Integrationen identifizieren.
  2. Angriffspfade für Onboarding, Mandate, Attestierungen, API, Zustellung, Signatur, Siegel und Support systematisch modellieren.
  3. Präventive, detektive und reaktive Kontrollen nach Risiko, Wirksamkeit, Verantwortlichkeit und Nachweisbarkeit priorisieren.
  4. Ausgewählte Szenarien wie Vertreterübernahme, Replay, gefälschte relying party und kompromittierter Schlüssel in Tabletop-Übungen testen.

Arbeitsergebnis: Ein priorisiertes Bedrohungs- und Kontrollmodell für Architektur und Betrieb.

10. IAM, Zero Trust und starke Authentisierung

Schwerpunkt: Benutzerbindung, Authentisierungsniveau, Gerätevertrauen, kontextbasierter Zugriff, privilegierte Administration, Serviceidentitäten und Sessionkontrolle.

  1. Benutzer-, Administrator-, Service- und Vertreteridentitäten mit ihren Authentisierungs- und Vertrauensanforderungen erfassen.
  2. Zugriffskontrollen nach Identität, Rolle, Mandat, Gerät, Risiko, Transaktionswert und Datenkategorie definieren.
  3. Starke Authentisierung, kurzlebige Sessions, privilegierte Workflows, Step-up und Break-Glass technisch und organisatorisch ausgestalten.
  4. Sessiondiebstahl, verlorenes Gerät, kompromittiertes Administratorkonto und missbrauchte Serviceidentität mit Sperr- und Recovery-Prozessen testen.

Arbeitsergebnis: Ein Zero-Trust-Zugriffsmodell für Benutzer, Vertreter, Administration und Automatisierung.

11. Protokollierung, Monitoring und Nachvollziehbarkeit

Schwerpunkt: Transaktionszeit, Gegenpartei, angeforderte Daten, Ergebnis, Fehlergrund, Systemereignisse, Integrität, Vertraulichkeit und Aufbewahrung.

  1. Fachliche und technische Ereignisse für Zugriff, Präsentation, Ausstellung, Zustellung, Signatur, Siegel, Mandat und Administration katalogisieren.
  2. Logfelder, Korrelations-IDs, Zeitquellen, Schutzklassen, Aufbewahrung und Zugriff auf Protokolldaten festlegen.
  3. Dashboards und Alarmierungen für Verfügbarkeit, Fehlerquoten, ungewöhnliche Datenanforderungen, Widerrufe und privilegierte Aktionen entwerfen.
  4. Ereigniskorrelation, Nachweis einer vollständigen Transaktion und Untersuchung eines fehlgeschlagenen Prozesses praktisch durchführen.

Arbeitsergebnis: Ein Monitoring- und Logging-Konzept mit prüfbaren Transaktionsketten und Alarmregeln.

12. Incident Management und Wiederanlauf

Schwerpunkt: Sicherheitsvorfall, Datenschutzverletzung, Serviceausfall, kompromittierte Wallet Unit, Providerstörung, Kommunikationsplan und Recovery.

  1. Incident-Klassen, Prioritäten, Meldewege, fachliche Auswirkungen und zuständige interne sowie externe Stellen definieren.
  2. Runbooks für Wallet-Sperrung, Schlüsselkompromittierung, fehlerhafte Nachweise, Directory-Ausfall, Zustellstörung und API-Fehler erstellen.
  3. Beweissicherung, Eindämmung, Benachrichtigung, Wiederherstellung, Validierung und Rückkehr in den Normalbetrieb in einer Übung durchführen.
  4. RTO, RPO, Ersatzverfahren, Providerabhängigkeiten und Lessons Learned in den Betriebsstandard zurückführen.

Arbeitsergebnis: Ein abgestimmtes Incident- und Wiederanlaufhandbuch mit Rollen, Fristen und Prüfungen.

13. Konformitäts- und Interoperabilitätstests

Schwerpunkt: Testprofile, Protokolle, Formate, Trust, Schemas, positive und negative Flows, Cross-Border-Fälle, Last und Regression.

  1. Anforderungen aus Rechtsstand, Profilen, Architektur, Datenschutz, Sicherheit und Fachprozess in prüfbare Testfälle übersetzen.
  2. Testdaten, Testorganisationen, Schlüssel, Nachweise, Mandate, relying parties und erwartete Ergebnisse reproduzierbar bereitstellen.
  3. Issuance-, Presentation-, Signatur-, Siegel-, Zustell-, Directory- und API-Flows einschließlich Negativfällen automatisiert ausführen.
  4. Abweichungen nach Schweregrad, Ursache, Interoperabilitätswirkung und Wiederholbarkeit bewerten und bis zum Retest verfolgen.

Arbeitsergebnis: Ein vollständiger Test- und Konformitätskatalog mit reproduzierbaren Nachweisen.

14. Readiness Assessment und Zielbild

Schwerpunkt: Use Cases, Stakeholder, Reifegrad, Rechts- und Technikabhängigkeiten, Datenqualität, Sicherheitsniveau, Betriebsmodell und Roadmap.

  1. Geschäftsprozesse nach Volumen, Medienbrüchen, grenzüberschreitender Relevanz, Nachweisaufwand und Automatisierungspotenzial bewerten.
  2. Reifegrad von Organisationsidentität, Registern, IAM, Vertrauensdiensten, Schnittstellen, Datenschutz und Betrieb anhand messbarer Kriterien bestimmen.
  3. Zielbild, priorisierte Use Cases, Abhängigkeiten, Risiken, Mindestvoraussetzungen und Entscheidungspunkte festlegen.
  4. Eine phasenweise Roadmap mit Verantwortlichkeiten, Budgetrahmen, Pilotergebnissen und Stop-or-Go-Kriterien erstellen.

Arbeitsergebnis: Ein priorisierter Readiness- und Einführungsfahrplan mit belastbaren Entscheidungspunkten.

15. Pilotdesign und Referenz-Use-Case

Schwerpunkt: Scope, Beteiligte, Daten, Integrationen, Testidentitäten, Nachweise, Sicherheitskontrollen, Erfolgskriterien und Rückbau.

  1. Einen fachlich relevanten, technisch begrenzbaren und rechtlich vertretbaren Pilot-Use-Case auswählen.
  2. Pilotorganisationen, Rollen, Testdaten, Wallets, Aussteller, relying parties, Trust Services und Schnittstellen verbindlich festlegen.
  3. Erfolgskriterien für Funktion, Interoperabilität, Sicherheit, Datenschutz, Bedienbarkeit, Durchlaufzeit und Fehlerbehandlung definieren.
  4. Pilotdurchführung, Beobachtung, Abweichungsbehandlung, Abnahme, Rückbau und Entscheidung über Skalierung in einem Drehbuch dokumentieren.

Arbeitsergebnis: Ein ausführbares Pilotdrehbuch mit Messgrößen, Testfällen und Skalierungsentscheidung.

16. Implementierung und Integrationsaufbau

Schwerpunkt: Umgebungen, Konfiguration, Schlüssel, Identitätsdaten, Attestierungen, Schnittstellen, IAM, Logging, Deployment und Dokumentation.

  1. Entwicklungs-, Test-, Abnahme- und Produktionsumgebungen mit Netz-, Zertifikats-, Schlüssel- und Zugriffsvoraussetzungen bereitstellen.
  2. Wallet-Owner-Identitätsdaten, Rollen, Mandate, Nachweisschemas, relying parties und Vertrauensdienste kontrolliert konfigurieren.
  3. APIs, Directory, Zustellung, ERP, IAM, DMS und Monitoring schrittweise integrieren und jede Verbindung einzeln verifizieren.
  4. Konfiguration, Secrets, Infrastruktur, Schemas und Deployment-Pakete versionieren sowie reproduzierbar bereitstellen.

Arbeitsergebnis: Eine dokumentierte Referenzimplementierung mit reproduzierbarer Bereitstellung.

17. Produktionsabnahme und Betriebsübergabe

Schwerpunkt: Abnahmekriterien, Sicherheitsfreigabe, Datenschutz, Performance, Wiederanlauf, Support, Dokumentation, Schulung und Go-Live.

  1. Funktionale, rechtliche, sicherheitsbezogene, datenschutzrechtliche und betriebliche Abnahmekriterien mit Verantwortlichen festlegen.
  2. Ende-zu-Ende-Prozesse, Last, Berechtigungen, Monitoring, Backup, Recovery, Incident und Provider-Support unter Produktionsbedingungen prüfen.
  3. Restpunkte, akzeptierte Risiken, Betriebsauflagen, Runbooks, Kontaktketten und Wartungsfenster formal freigeben.
  4. Go-Live, Hypercare, Rückfallplan, Erfolgsmessung und Übergabe in Change- sowie Problem-Management kontrolliert durchführen.

Arbeitsergebnis: Eine formal dokumentierte Produktionsfreigabe mit Betriebs- und Rückfallplan.

18. Regelbetrieb, Change und kontinuierliche Kontrolle

Schwerpunkt: Servicezustände, Tageskontrollen, Änderungen, Zertifikats- und Schemawechsel, Providerupdates, Kapazität, Audits und Verbesserungen.

  1. Betriebsobjekte, Serviceabhängigkeiten, Zustände, Schwellenwerte, Verantwortlichkeiten und Wartungszyklen definieren.
  2. Regelkontrollen für Verfügbarkeit, Trust, Zertifikate, Nachweise, Directory, APIs, Zustellung, Rollen und Protokolle aufbauen.
  3. Änderungen an Schemas, Protokollen, Providern, Registern, Mandaten und Fachverfahren mit Test-, Freigabe- und Rollback-Schritten steuern.
  4. Kennzahlen, Auditfeststellungen, Incidents und Nutzerfeedback in einen priorisierten Verbesserungs- und Schulungszyklus überführen.

Arbeitsergebnis: Ein wiederholbarer Betriebs- und Change-Prozess mit Kontrollen, Kennzahlen und Runbooks.

19. Adoption, Rollenwandel und Befähigung

Schwerpunkt: Betroffene Funktionen, neue Verantwortlichkeiten, Prozessänderungen, Schulung, Kommunikation, Support und Akzeptanzmessung.

  1. Betroffene Rollen in Einkauf, Vertrieb, Recht, Steuern, Compliance, IAM, IT, Service Desk und Behördenkontakt analysieren.
  2. Neue Aufgaben für Wallet-Administration, Mandatsmanagement, Nachweisprüfung, Incident und Datenverantwortung in Rollenprofile überführen.
  3. Schulungs-, Kommunikations- und Supportmaßnahmen nach Zielgruppe, Prozessphase und Risikoklasse planen.
  4. Adoption, Fehlerquote, Supportvolumen, Bearbeitungszeit und Kontrollwirksamkeit mit definierten Kennzahlen messen und nachsteuern.

Arbeitsergebnis: Ein rollenbasierter Change- und Befähigungsplan für die Einführung.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Entwicklung einer Zielarchitektur mit Wallet, Register, Trust Services, Directory und Fachsystemen.
  • Umsetzung eines automatisierten Issuance- und Presentation-Flows mit Fehlerbehandlung.
  • Integration von IAM, ERP und DMS in einen wallet-basierten Geschäftsprozess.
  • Durchführung eines Cross-Border-Interoperabilitäts- und Security-Testlaufs.
  • Simulation von Provider-, Trust- und API-Störung mit Wiederanlauf.
  • Erstellung eines technischen Betreiberhandbuchs mit Monitoring und Change.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Lead Architecture, Systemintegration, IAM, DevOps, Security Engineering, Plattformbetrieb, Testmanagement und technische Projektleitung

Voraussetzungen: Gute Kenntnisse in Identitätsarchitektur, PKI, APIs, TLS, Enterprise-Integration, IT-Sicherheit und produktivem Plattformbetrieb

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch strukturierte Modellierung, Demonstrationen, technische oder organisatorische Schrittfolgen, Praxisübungen und kontrollierte Negativfälle vertieft. Jede Arbeitsphase verwendet definierte Ausgangsdaten, Prüfkriterien und Dokumentationsanforderungen. Dadurch entstehen wiederholbare Ergebnisse für Architektur, Projekt, Governance und Regelbetrieb.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Lead Architecture, Systemintegration, IAM, DevOps, Security Engineering, Plattformbetrieb, Testmanagement und technische Projektleitung
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse in Identitätsarchitektur, PKI, APIs, TLS, Enterprise-Integration, IT-Sicherheit und produktivem Plattformbetrieb
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Winterthur 5 Tage
Zürich 5 Tage
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Stream gespeichert 5 Tage
Bern 5 Tage
Luzern 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Sankt Gallen 5 Tage
Basel 5 Tage
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Winterthur 5 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
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