Seminar Eclipse Papyrus – Architekturrahmen, Viewpoints und ISO/IEC 42010

Das Seminar vermittelt den Aufbau nachvollziehbarer Architekturmodelle mit Architekturkontexten, Viewpoints, Views und klaren Modellierungsregeln. Die Konzepte aus ISO/IEC 42010 werden mit den Architekturmechanismen von Eclipse Papyrus verbunden und in einem konsistenten Projektgerüst umgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Begriffe und Beziehungen von Architekturdescription, Stakeholder, Concern, Viewpoint und View sicher einordnen.
  • Architekturkontexte und Viewpoints für unterschiedliche Modellierungsaufgaben strukturieren.
  • Repräsentationen, Paletten und Modellnavigation auf einen definierten Architekturzweck begrenzen.
  • Kontextwechsel und Modellmigration kontrolliert vorbereiten und prüfen.
  • Einen wiederholbaren Governance-Prozess für Architekturmodelle aufbauen.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Architekturbeschreibung und Modellgrenzen

Schwerpunkt: Systemgrenze, Architekturzweck, Stakeholder, Concerns und Nachweisbedarf.

  1. Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Architekturbeschreibung und Modellgrenzen“ festlegen.
  2. Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Systemgrenze, Architekturzweck, Stakeholder, Concerns und Nachweisbedarf.
  3. Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
  4. Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
  5. Als Arbeitsergebnis eine abgegrenzte Architekturdescription mit prüfbaren Zielen dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.

2. Stakeholder, Concerns und Viewpoints

Schwerpunkt: Stakeholderrollen, Anliegen, Entscheidungskriterien und Viewpoint-Regeln.

  1. Modellierungsziel, Abgrenzung und Qualitätskriterien für den Themenblock „Stakeholder, Concerns und Viewpoints“ festlegen.
  2. Folgende Modellelemente, Beziehungen und Regeln werden strukturiert: Stakeholderrollen, Anliegen, Entscheidungskriterien und Viewpoint-Regeln.
  3. Das Modell in Papyrus schrittweise anlegen, verknüpfen und in geeigneten Repräsentationen darstellen.
  4. Semantik, Konsistenz, Vollständigkeit, Lesbarkeit und Fehlerfälle mit definierten Prüfschritten kontrollieren.
  5. Als Arbeitsergebnis eine Stakeholder-Concern-Viewpoint-Matrix dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Modellierungsstandard überführen.

3. Architekturkontexte in Papyrus

Schwerpunkt: Architekturdomänen, Kontexte, anwendbare Sprachen und Konfigurationsabhängigkeiten.

  1. Voraussetzungen, Zielzustand und Abnahmekriterien für den Themenblock „Architekturkontexte in Papyrus“ erfassen.
  2. Folgende Konfigurationsobjekte, Rollen und Abhängigkeiten werden strukturiert: Architekturdomänen, Kontexte, anwendbare Sprachen und Konfigurationsabhängigkeiten.
  3. Die erforderlichen Einstellungen in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Darstellung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen anwendbaren Architekturkontext fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Views und Repräsentationsarten

Schwerpunkt: Diagrammarten, Tabellen, Modellansichten und zulässige Erstellungspfade.

  1. Voraussetzungen, Zielzustand und Abnahmekriterien für den Themenblock „Views und Repräsentationsarten“ erfassen.
  2. Folgende Konfigurationsobjekte, Rollen und Abhängigkeiten werden strukturiert: Diagrammarten, Tabellen, Modellansichten und zulässige Erstellungspfade.
  3. Die erforderlichen Einstellungen in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Darstellung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen abgestimmten Satz von Views und Repräsentationen fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. Viewpoints auswählen und wechseln

Schwerpunkt: sichtbare Viewpoints, Kompatibilität, veraltete Repräsentationen und Umstellungsfolgen.

  1. Ausgangsbestand, Zielzustand und Risiken für den Themenblock „Viewpoints auswählen und wechseln“ inventarisieren.
  2. Folgende Abbildungs-, Kompatibilitäts- und Abhängigkeitsaspekte werden festgelegt: sichtbare Viewpoints, Kompatibilität, veraltete Repräsentationen und Umstellungsfolgen.
  3. Die Migration zunächst isoliert und anschließend mit einem repräsentativen Modellstand durchführen.
  4. Datenintegrität, Semantik, Darstellung, Erweiterungen und Rückfalloptionen durch Vorher-Nachher-Tests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen getesteten Kontext- und Viewpoint-Wechsel mit Abnahme-, Rollback- und Wiederholungsregeln dokumentieren.

6. Modellnavigation und Arbeitsoberfläche

Schwerpunkt: Model Explorer, Erstellungsmenüs, Paletten, Eigenschaften und rollenbezogene Sichten.

  1. Voraussetzungen, Zielzustand und Abnahmekriterien für den Themenblock „Modellnavigation und Arbeitsoberfläche“ erfassen.
  2. Folgende Konfigurationsobjekte, Rollen und Abhängigkeiten werden strukturiert: Model Explorer, Erstellungsmenüs, Paletten, Eigenschaften und rollenbezogene Sichten.
  3. Die erforderlichen Einstellungen in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Darstellung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine rollenbezogene Modellierungsoberfläche fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

7. Governance, Freigabe und Weiterentwicklung

Schwerpunkt: Namensregeln, Verantwortlichkeiten, Reviews, Versionierung und Änderungssteuerung.

  1. Serviceziele, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte für den Themenblock „Governance, Freigabe und Weiterentwicklung“ definieren.
  2. Folgende Betriebsobjekte und Abhängigkeiten werden erfasst und priorisiert: Namensregeln, Verantwortlichkeiten, Reviews, Versionierung und Änderungssteuerung.
  3. Kontrollen, Runbooks oder Betriebsabläufe in der Laborumgebung beziehungsweise am Prozessmodell umsetzen.
  4. Regelbetrieb, Störung, Wiederanlauf und Nachkontrolle mit festgelegten Szenarien prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen Governance- und Pflegeplan für Architekturmodelle freigeben und in einen wiederholbaren Arbeits- oder Betriebsstandard übernehmen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Erstellung einer Stakeholder-Concern-Viewpoint-Matrix für ein Beispielsystem.
  • Konfiguration eines Architekturkontexts mit ausgewählten Repräsentationen.
  • Durchführung eines kontrollierten Viewpoint-Wechsels mit Kompatibilitätsprüfung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: System- und Softwarearchitektur, MBSE-Verantwortliche, Modellierungsleitung, Enterprise Architecture und technische Projektleitung.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in UML oder SysML sowie praktische Erfahrung mit modellbasierten Architekturaufgaben.

Didaktik und Arbeitsweise

Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Modellierungsschritte, Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Beide Tage bauen auf einem gemeinsamen Beispielmodell mit definierten Prüfpunkten auf.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: System- und Softwarearchitektur, MBSE-Verantwortliche, Modellierungsleitung, Enterprise Architecture und technische Projektleitung
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in UML oder SysML sowie praktische Erfahrung mit modellbasierten Architekturaufgaben
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Zürich 2 Tage
Stream live 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Bern 2 Tage
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Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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