Seminar Eclipse Papyrus

Das Seminarportfolio deckt Eclipse Papyrus als Desktop- und Webplattform für UML 2.5, SysML 1.6, ausführbare Modelle, domänenspezifische Sprachen, Codegenerierung, Dokumentation und modellbasierte Zusammenarbeit ab. Einzelmodule ermöglichen eine gezielte Spezialisierung; Kompakt- und Intensivformate bündeln die Inhalte zu vollständigen Rollenpfaden.

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung der Plattform
  • Struktur des Seminarportfolios
  • Empfohlene Besuchsreihenfolge
  • Rollenbasierte Qualifizierungswege
  • Kompakt- und Intensivformate
  • Dauerlogik und Seminarauswahl

Einordnung der Plattform

Eclipse Papyrus unterstützt standardbasierte UML- und SysML-Modellierung, ausführbare Modelle mit Moka, textuelles Verhalten mit Alf, UML-Profile und umfassende Anpassungen. Papyrus Desktop verwendet die aktuelle Sirius- und EEF-basierte Architektur, während Papyrus-Web browserbasierte Modellierung und gleichzeitige Teamarbeit ermöglicht. Ergänzende Bausteine decken Codegenerierung, Reverse Engineering, Modelldokumentation, Echtzeitmodellierung und Robotik ab.

Struktur des Seminarportfolios

Die Einzelseminare sind nach klar abgegrenzten Aufgabenfeldern aufgebaut. Eintägige Formate vermitteln Grundlagen oder eine fokussierte Erweiterung. Zweitägige Formate behandeln vollständige Modellierungs- oder Qualitätsworkflows. Dreitägige Formate verbinden mehrere technische Ebenen mit umfangreichen Laborübungen. Der viertägige Entwicklerworkshop umfasst Implementierung, Test, Build und Distribution. Fünftägige Intensivseminare fassen die Einzelthemen zu vollständigen Rollenpfaden zusammen.

Empfohlene Besuchsreihenfolge

  1. Arbeitsbasis schaffen: Zuerst Grundlagen, Installation und Modellierungsworkflow bearbeiten. Alternativ bietet das Kompaktseminar einen dreitägigen Gesamteinstieg.
  2. UML-Modellierung aufbauen: Use Cases und fachliche Analyse vor Strukturmodellierung, Verhalten, Interaktionen und Architekturmodellierung einordnen.
  3. SysML und MBSE vertiefen: Nach den SysML-Grundlagen Anforderungen und Traceability, Architektur und Schnittstellen sowie Parametrik und Verifikation bearbeiten.
  4. Qualität und Ausführung ergänzen: Modellprüfung mit OCL vor Alf und Moka durchführen, damit ausführbare Modelle auf geprüften Regeln aufbauen.
  5. Engineeringausgaben automatisieren: Papyrus SW Designer, XMI- und EMF-Integration sowie Model2Doc in die Toolchain aufnehmen.
  6. Methodik und Oberfläche anpassen: Profile und Stereotype vor Architekturrahmen, Viewpoints und dem UI-Customizing entwickeln.
  7. Plattform professionalisieren: Modellversionierung und Merge, Classic-zu-Desktop-Migration sowie Papyrus-Web-Nutzung und Webbetrieb ergänzen.
  8. Domänenspezialisierung durchführen: MARTE für Echtzeit- und Embedded-Anforderungen sowie Papyrus for Robotics für RobMoSys-orientierte Robotikmodelle einsetzen.
  9. Rollenwissen konsolidieren: Abschließend den passenden Intensivpfad für UML, SysML, Ausführung, Toolsmithing oder Plattformbetrieb wählen.

Rollenbasierte Qualifizierungswege

UML und Softwarearchitektur

Empfohlen werden Grundlagen, Use Cases, Strukturmodellierung, Verhaltensmodellierung, Interaktionsmodellierung und Architekturmodellierung. Das gleichnamige Intensivseminar bündelt diesen Pfad.

SysML und MBSE

Empfohlen werden SysML-Grundlagen, Anforderungen und Traceability, Architektur und Schnittstellen, Parametrik und Verifikation sowie Architekturrahmen und Viewpoints. MARTE und Robotik ergänzen den Pfad für Echtzeit- und Cyber-Physical-Systeme.

Ausführbare Modelle und Software Engineering

Empfohlen werden Modellprüfung mit OCL, Alf, Moka, Papyrus SW Designer, XMI- und EMF-Integration sowie Model2Doc. Der Intensivpfad verbindet diese Bausteine zu einer automatisierbaren Engineeringstrecke.

Toolsmithing und Plattformentwicklung

Empfohlen werden Profile und Stereotype, Architekturrahmen, Customizing sowie der Entwicklerworkshop. Der entsprechende Intensivpfad führt von der Sprachdefinition bis zur installierbaren Erweiterung.

Zusammenarbeit, Migration und Webbetrieb

Empfohlen werden Modellversionierung und Merge, Migration von Papyrus Classic zu Papyrus Desktop, kollaboratives Papyrus-Web sowie Bereitstellung und Betrieb. Der Plattform-Intensivpfad fasst den vollständigen Betriebsweg zusammen.

Kompakt- und Intensivformate

Das dreitägige Kompaktseminar verbindet Papyrus-Grundlagen, zentrale UML-Sichten, SysML-Anforderungen und Architektur, Traceability und Modellqualität. Fünf Intensivseminare decken gemeinsam das vollständige Portfolio ab: UML und Softwarearchitektur; SysML, MBSE, Echtzeit und Robotik; ausführbare Modelle, Qualität, Code und Dokumentation; Customizing, DSML und Entwicklung; Plattform, Migration, Zusammenarbeit und Web.

Dauerlogik und Seminarauswahl

Die Dauer folgt der Zahl voneinander abhängiger Modellierungsschritte und dem erforderlichen Praxisanteil. Ein Tag reicht für Orientierung, Installation oder eine klar begrenzte Erweiterung. Zwei Tage sind für einen vollständigen, aber fachlich abgegrenzten Workflow erforderlich. Drei Tage werden angesetzt, wenn mehrere Modellarten, Integrationen oder Analyseebenen zusammenwirken. Vier Tage sind für die Entwicklung, den Test und die Paketierung eigener Erweiterungen notwendig. Fünf Tage bilden jeweils einen vollständigen Intensivpfad mit zusammenhängendem Abschlussmodell.

Seminarauswahl

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