Seminar / Training
Seminarprofil
Die verteilte Struktur von STF wird vom Browserzugriff bis zum physischen Android-Gerät nachvollzogen. Darauf aufbauend entstehen Zielarchitekturen für kleine, mittlere und verteilte Gerätefarmen mit klaren Fehlerdomänen, Kapazitätsannahmen und Erweiterungspfaden.
Inhaltsübersicht
- Systemkontext und Nutzungslasten
- Komponentenmodell verstehen
- Provider- und Geräteebene entwerfen
- Nachrichten- und Proxystruktur planen
- Datenhaltung und Storage bewerten
- Kapazität modellieren
- Skalierungsvarianten vergleichen
- Zielarchitektur dokumentieren
Lernziele
- Komponenten und Kommunikationsbeziehungen einer STF-Plattform erklären
- zentrale und verteilte Provider-Topologien sachgerecht auswählen
- Engpässe in Netzwerk, Hosts, USB, Datenbank und Streaming frühzeitig erkennen
- Skalierungs- und Verfügbarkeitsanforderungen in ein technisches Design überführen
- eine dokumentierte Zielarchitektur mit Betriebs- und Sicherheitsgrenzen erstellen
Seminarinhalte
Systemkontext und Nutzungslasten
- Schritt 1: Nutzergruppen, Testarten, Geräteklassen, Parallelität und Betriebszeiten als Lastprofil erfassen.
- Schritt 2: Interaktive Nutzung, ADB-Zugriffe, App-Installationen und automatisierte Tests getrennt bewerten.
- Schritt 3: Qualitätsziele für Reaktionszeit, Verfügbarkeit, Reservierungsdauer und Wiederherstellung festlegen.
Komponentenmodell verstehen
- Schritt 1: Web-Anwendung, Authentifizierung, API, Prozessoren, Provider, Datenbank, Storage und Proxydienste einordnen.
- Schritt 2: Steuer-, Status-, Datei- und Bildschirmdaten als getrennte Datenströme modellieren.
- Schritt 3: Dienstabhängigkeiten und mögliche Ausfallauswirkungen in einer Komponentenmatrix dokumentieren.
Provider- und Geräteebene entwerfen
- Schritt 1: Provider-Hosts nach Standort, USB-Kapazität, Gerätetyp und Fehlerdomäne dimensionieren.
- Schritt 2: Portbereiche, Erreichbarkeit und Namenskonventionen für verteilte Provider festlegen.
- Schritt 3: Gerätewechsel, Quarantäne und Provider-Ausfall ohne Verlust der Gesamtübersicht einplanen.
Nachrichten- und Proxystruktur planen
- Schritt 1: Kommunikationsendpunkte und Verteilerfunktionen zwischen Anwendungs- und Geräteseite abbilden.
- Schritt 2: Reverse Proxy, WebSocket-Verbindungen und Weiterleitung zu Provider-Endpunkten gemeinsam planen.
- Schritt 3: Netzsegmentierung, Namensauflösung und Firewallregeln aus den tatsächlichen Kommunikationswegen ableiten.
Datenhaltung und Storage bewerten
- Schritt 1: Bestands-, Benutzer-, Gruppen- und Zustandsdaten der Datenbank zuordnen.
- Schritt 2: Temporäre Dateien, Screenshots und Installationspakete hinsichtlich Größe, Lebensdauer und Schutzbedarf bewerten.
- Schritt 3: Sicherung, Wiederherstellung und Bereinigung für Datenbank und Storage getrennt konzipieren.
Kapazität modellieren
- Schritt 1: Geräteanzahl, gleichzeitige Sitzungen, Bildschirmraten und ADB-Verbindungen in messbare Lastannahmen übersetzen.
- Schritt 2: CPU, Arbeitsspeicher, Netzwerk, Datenträger und USB-Controller pro Ebene kalkulieren.
- Schritt 3: Messpunkte und Schwellenwerte für die spätere Validierung der Annahmen definieren.
Skalierungsvarianten vergleichen
- Schritt 1: Vertikale Erweiterung, zusätzliche Provider und Vervielfachung zentraler Dienste gegenüberstellen.
- Schritt 2: Single Points of Failure, Betriebsaufwand und Kosten je Variante bewerten.
- Schritt 3: Einen stufenweisen Ausbauplan mit klaren Auslösekriterien festlegen.
Zielarchitektur dokumentieren
- Schritt 1: Logische, physische und Netzwerkarchitektur in getrennten Sichten darstellen.
- Schritt 2: Abhängigkeiten, Sicherheitszonen, Verantwortlichkeiten und Wiederanlaufreihenfolge ergänzen.
- Schritt 3: Das Design anhand von Normalbetrieb, Spitzenlast und Ausfallszenarien überprüfen.
Praxisübungen
- Architekturaufnahme einer bestehenden kleinen Gerätefarm
- Entwurf einer verteilten Umgebung mit mehreren Provider-Standorten
- Kapazitätsrechnung für unterschiedliche Parallelitäts- und Streamingprofile
- Review einer Zielarchitektur anhand von Ausfall- und Sicherheitskriterien
Zielgruppe
Systemarchitektur, DevOps, Plattform Engineering, technische Projektleitung und erfahrene Administration mit Planungs- oder Skalierungsverantwortung.
Voraussetzungen
Gute Kenntnisse in Linux, Netzwerken, Containern und grundlegender STF-Nutzung. Erfahrung mit verteilten Systemen ist hilfreich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, Folgetage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Architektur, DevOps, Plattform Engineering und technische Projektleitung |
| Voraussetzungen: | Linux-, Netzwerk- und Containerkenntnisse; STF-Grundlagen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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