Fehlertoleranz und Skalierung entstehen aus abgestimmten Entscheidungen zu Knoten, Shards, Replikaten, Ausfallzonen und Kapazitätsreserven. Das Seminar macht diese Zusammenhänge messbar und überführt sie in sichere Skalierungs- und Wartungsverfahren.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele und fachliche Einordnung
- Ausfallannahmen und Verfügbarkeitsziele in eine belastbare Clusterarchitektur übersetzen
- Shard-Zahl, Shard-Schlüssel und Replikation auf Datenvolumen und Workload abstimmen
- Knoten sicher hinzufügen, entnehmen und über Fehlerdomänen verteilen
- Failover, Rebalancing und Kapazitätsgrenzen durch kontrollierte Tests verifizieren
Schrittweise Seminarinhalte
- Schritt 1: Verfügbarkeitsziele und Ausfallbilder bestimmen
Zulässige Unterbrechung, Datenverlust, Wartungsfenster, Standortausfall und gleichzeitige Fehler werden als konkrete technische Annahmen formuliert.
- Schritt 2: Knoten- und Quorum-Architektur entwerfen
Clustergröße, koordinierende Aufgaben, Split-Brain-Vermeidung und Mindestanzahl verfügbarer Knoten werden nachvollziehbar geplant.
- Schritt 3: Fehlerdomänen abbilden
Hosts, Racks, Zonen oder Rechenzentren werden so berücksichtigt, dass Primär- und Replikatkopien nicht derselben Ausfallursache unterliegen.
- Schritt 4: Shard-Größe und Shard-Anzahl dimensionieren
Datenmenge, Wachstum, Knotenzahl, Abfrageparallelität, Recovery-Zeit und Verwaltungsaufwand führen zu einer belastbaren Ausgangskonfiguration.
- Schritt 5: Shard-Schlüssel prüfen
Gleichmäßige Verteilung, Hotspots, häufige Filter, Joins und tenantbezogene Last werden anhand realer Daten untersucht.
- Schritt 6: Replikation passend einstellen
Verfügbarkeitsziel, Speicherkosten, Schreiblast, Leseparallelität und Wiederherstellungsdauer werden gemeinsam bewertet.
- Schritt 7: Cluster horizontal erweitern
Neue Knoten werden vorbereitet, aufgenommen und unter Beobachtung von Datenverteilung, Last und Gesundheitszustand freigegeben.
- Schritt 8: Rebalancing kontrollieren
Parallelität, Bandbreite, Datenträgerlast, Geschäftszeiten und Abbruchkriterien werden für große Datenbewegungen abgestimmt.
- Schritt 9: Knoten geordnet entnehmen
Datenverlagerung, Kapazitätsreserve, Sperren, Dienststopp und abschließende Prüfung verhindern unvollständige oder riskante Stilllegungen.
- Schritt 10: Knotenausfall testen
Primär- und Replikatwechsel, Abfrageverhalten, Schreibfähigkeit, Alarmierung und Wiederkehr des Knotens werden praktisch beobachtet.
- Schritt 11: Netzwerkstörung und Teilpartition bewerten
Erreichbarkeit, Clusterkoordination, Timeouts und Wiederzusammenführung werden mit sicheren Prüfschritten untersucht.
- Schritt 12: Wachstum und Reserve planen
Datenwachstum, Spitzenlast, Rebalancing, Restore, Upgrade und gleichzeitiger Ausfall werden in einer Kapazitätsrechnung berücksichtigt.
- Schritt 13: Chaos- und Wiederholungstests etablieren
Definierte Fehler werden regelmäßig mit Messwerten, Abbruchgrenzen und Nachbereitung ausgeführt, ohne den Test zum unkontrollierten Risiko zu machen.
- Schritt 14: Betriebsstandards dokumentieren
Skalierung, Wartung, Notfall, Alarmierung und Freigabe werden als wiederholbare Runbooks mit eindeutigen Verantwortlichkeiten festgehalten.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Dimensionierung eines mehrknotigen Clusters für Datenwachstum und Ausfall einer Zone
- Skalierung durch Hinzufügen eines Knotens mit Beobachtung des Rebalancing
- Kontrollierter Ausfall eines Primärknotens mit Prüfung von Lese- und Schreibpfaden
- Erstellung eines Runbooks für Knotenentnahme und Kapazitätsfreigabe
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Datenbankadministration, Plattformarchitektur, DevOps, Site Reliability Engineering, Infrastrukturteams und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der CrateDB-Architektur, Linux- und Netzwerkadministration sowie Verständnis verteilter Systeme und Kapazitätsplanung.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Live-Demonstrationen, strukturierte Konfigurations- und SQL-Schritte, praktische Übungen sowie kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung arbeitet mit definierten Ausgangsdaten, Prüfpunkten und einer knappen technischen Dokumentation, damit die erarbeiteten Verfahren wiederholbar bleiben.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Datenbankadministration, Plattformarchitektur, DevOps, Site Reliability Engineering, Infrastrukturteams und technische Projektleitung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der CrateDB-Architektur, Linux- und Netzwerkadministration sowie Verständnis verteilter Systeme und Kapazitätsplanung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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