Seminar CrateDB – Datenintegration mit Kafka, Flink und Streaming-Pipelines

Datenpipelines müssen hohe Ereignisraten, Schemaänderungen, Teilfehler und Wiederholungen beherrschen, ohne Datenqualität oder Betriebstransparenz zu verlieren. Das Seminar behandelt Batch- und Streaming-Aufnahme von der Schnittstellenvereinbarung bis zur produktiven Überwachung.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele und fachliche Einordnung

  • Batch-, Micro-Batch-, Streaming- und CDC-Verfahren passend zum Datenfluss auswählen
  • COPY, Bulk-Inserts, Kafka Connect, Flink und eigene Consumer effizient einsetzen
  • Idempotenz, Schemaentwicklung, Backpressure und Fehlerkanäle kontrolliert umsetzen
  • Durchsatz, Latenz, Datenqualität, Sicherheit und Betrieb gemeinsam optimieren

Schrittweise Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Datenfluss und Serviceziele modellieren

    Quellen, Ereignisrate, Reihenfolge, Latenz, Vollständigkeit, Wiederholbarkeit, Zieltabellen und Betriebsverantwortung werden verbindlich beschrieben.

  2. Schritt 2: Zieltabelle auf Aufnahme und Abfrage abstimmen

    Datentypen, Primärschlüssel, Partitionierung, Sharding, Replikation und Objektstruktur werden aus Datenfluss und späteren Abfragen abgeleitet.

  3. Schritt 3: Dateibasierte Übernahme mit COPY planen

    Dateiformat, Kompression, Speicherort, Parallelität, fehlerhafte Zeilen und Wiederanlauf werden für große Initial- oder Nachladungen festgelegt.

  4. Schritt 4: Bulk-Inserts dimensionieren

    Batchgröße, Payload, Parallelität, Timeout, Refresh-Verhalten und Fehlerauswertung werden mit realistischen Messdaten optimiert.

  5. Schritt 5: Kafka-Themen und Schlüssel gestalten

    Topic-Aufteilung, Partitionen, Nachrichtenschlüssel, Schema, Header und Aufbewahrung werden auf Zielschlüssel und Parallelität abgestimmt.

  6. Schritt 6: Kafka-Connect-Sink konfigurieren

    Verbindung, Tabellenabbildung, Batchverhalten, Fehlerbehandlung, Dead-Letter-Queue und sichere Zugangsdaten werden reproduzierbar eingerichtet.

  7. Schritt 7: Eigene Consumer robust implementieren

    Offset-Verwaltung, Commit-Zeitpunkt, Idempotenz, Retry, Backoff, Abbruch und geordnete Abschaltung werden im Anwendungscode kontrolliert.

  8. Schritt 8: Flink-Pipeline aufbauen

    Quellen, Transformationen, Ereigniszeit, Checkpoints, JDBC-Sink, Parallelität und Wiederanlauf werden zu einem konsistenten Datenstrom verbunden.

  9. Schritt 9: CDC-Ereignisse verarbeiten

    Insert, Update, Delete, Snapshot-Phase, Reihenfolge und Schemaänderungen werden in eindeutige Zieloperationen übersetzt.

  10. Schritt 10: Schemaentwicklung beherrschen

    Neue Felder, Typänderungen, optionale Werte, inkompatible Ereignisse und versionierte Verträge werden ohne unkontrollierte Ausfälle eingeführt.

  11. Schritt 11: Dubletten und verspätete Ereignisse behandeln

    Fachschlüssel, Ereignis-ID, Zeitstempel, Upsert-Regel und Korrekturfenster verhindern Mehrfachzählung und inkonsistente Zustände.

  12. Schritt 12: Backpressure und Überlast steuern

    Quellrate, Consumer-Lag, Queue, Batchgröße, Parallelität und Clusterkapazität werden mit Schutzgrenzen und Drosselung verbunden.

  13. Schritt 13: Fehlerkanäle und Nachbearbeitung einrichten

    Permanente Datenfehler, temporäre Infrastrukturfehler und fachliche Quarantäne werden getrennt protokolliert, korrigiert und erneut verarbeitet.

  14. Schritt 14: Datenqualität im Strom prüfen

    Pflichtfelder, Wertebereiche, Zeitlogik, Referenzdaten und Mengenabgleich werden während und nach der Aufnahme automatisiert kontrolliert.

  15. Schritt 15: Sicherheit durchgängig umsetzen

    TLS, Rollen, Geheimnisse, Netzwerkpfade, Mandantentrennung und minimierte Rechte werden für jede Pipeline-Komponente abgestimmt.

  16. Schritt 16: Leistung systematisch messen

    Ende-zu-Ende-Latenz, Durchsatz, Fehlerquote, Lag, Batchdauer, Clusterlast und Abfragestörung werden in einem gemeinsamen Testprofil erfasst.

  17. Schritt 17: Produktionsbetrieb organisieren

    Deployment, Konfiguration, Alarmierung, Runbooks, Reprocessing, Kapazitätsplanung und Eigentümerschaft werden als Betriebsstandard dokumentiert.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Initiale Massendatenübernahme mit COPY und messbarer Qualitätskontrolle
  • Aufbau eines Kafka-Connect-Datenflusses mit Dead-Letter-Queue
  • Implementierung einer idempotenten Micro-Batch-Pipeline mit Teilfehlern
  • Flink-Szenario mit Checkpoint, Neustart und verspäteten Ereignissen
  • Lasttest mit Backpressure, Lag-Messung und abgestimmter Clusterkapazität

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Data Engineers, Streaming-Teams, Integrationsentwicklung, Plattformbetrieb, Solution Architects und technische Datenverantwortung.

Voraussetzungen: Sichere SQL-Grundlagen, Verständnis von Nachrichten- oder Streaming-Systemen sowie Programmier- oder Konfigurationserfahrung in Datenpipelines.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Live-Demonstrationen, strukturierte Konfigurations- und SQL-Schritte, praktische Übungen sowie kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung arbeitet mit definierten Ausgangsdaten, Prüfpunkten und einer knappen technischen Dokumentation, damit die erarbeiteten Verfahren wiederholbar bleiben.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Data Engineers, Streaming-Teams, Integrationsentwicklung, Plattformbetrieb, Solution Architects und technische Datenverantwortung
Voraussetzungen: Sichere SQL-Grundlagen, Verständnis von Nachrichten- oder Streaming-Systemen sowie Programmier- oder Konfigurationserfahrung in Datenpipelines
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Zürich 4 Tage
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Luzern 4 Tage
Bern 4 Tage
Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
Sankt Gallen 4 Tage
Basel 4 Tage
Winterthur 4 Tage
Winterthur 4 Tage
Zürich 4 Tage
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Sankt Gallen 4 Tage
Basel 4 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
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