Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Lernziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxislabor
- Methoden und Arbeitsweise
Seminarprofil
Das Seminar betrachtet Titan als Micro-Data-Centre-System an der Schnittstelle zwischen IT und Gebäudetechnik. Rack, Strompfade, Luft- oder Wasserkühlung, Sensorik, Alarmierung, Wartung und Skalierung werden mit den Anforderungen des Plattformbetriebs verbunden.
Lernziele
- Hardwaretopologie, Verkabelung und Fehlerdomänen dokumentieren
- Strompfade, Lasten und Redundanzreserven bewerten
- Kühlungsparameter und Alarmgrenzen betrieblich einordnen
- Schnittstellen zwischen IT, Facility Management und Wartung klären
- Hardwarewechsel und Erweiterungen ohne unnötige Betriebsrisiken planen
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Rechenzentrumsbetrieb, Facility Management, Plattformadministration, technische Projektleitung, Elektro- und Kühlungskoordination.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse im Rechenzentrums- oder Infrastrukturumfeld. Spezifische OpenStack-Kenntnisse sind nicht erforderlich.
Seminarinhalte
Tag 1: Hardwaretopologie, Strom und Kühlung
Die Themen werden in einer festen Reihenfolge aus Einordnung, technischer Umsetzung, Kontrolle und dokumentierter Prüfung bearbeitet.
Physische Infrastruktur und Hardwaretopologie
Die physische Basis wird vom Rack über Server und Netzkomponenten bis zu Stromversorgung und Sensorik betrachtet.
- Schritt 1 – Komponenten inventarisieren: Servertypen, Netzkomponenten, Massenspeicher, Managementschnittstellen, PDUs und Sensoren werden mit ihrer Funktion erfasst.
- Schritt 2 – Verkabelung nachvollziehen: Management-, Storage- und Datennetze sowie Strompfade werden den jeweiligen Ports und Redundanzgruppen zugeordnet.
- Schritt 3 – Ressourcenprofile bilden: CPU, Arbeitsspeicher, lokale Datenträger, Netzbandbreite und Reservekapazitäten werden pro Knotenklasse dokumentiert.
- Schritt 4 – Fehlerauswirkungen prüfen: Der Ausfall einzelner Server, Switches, Strompfade oder Sensoren wird gegen das geplante Betriebsmodell bewertet.
Praxisbezug: Erstellung einer vereinfachten Rack- und Verkabelungsdokumentation für eine Titan-Ausbaustufe.
Rack, Stromversorgung und physische Redundanz
Physische Verfügbarkeit hängt von sauberer Aufstellung, getrennten Strompfaden, Belastungsreserven und dokumentierten Wartungsverfahren ab.
- Schritt 1 – Standort prüfen: Traglast, Abmessungen, Zugang, Brandschutz, Umgebung und Serviceflächen werden gegen die Anforderungen geprüft.
- Schritt 2 – Strompfade dokumentieren: Einspeisung, USV, PDUs, A/B-Verteilung, Absicherung und Messpunkte werden vollständig erfasst.
- Schritt 3 – Lasten berechnen: Nennleistung, reale Last, Anlaufverhalten, Reserve und Erweiterung werden je Strompfad bewertet.
- Schritt 4 – Ausfall testen: Umschaltung, einzelner Strompfad und Wiederkehr werden unter kontrollierten Bedingungen geprüft.
Praxisbezug: Erstellung einer Strompfad- und Lastmatrix mit Redundanzprüfung.
Luft- und Wasserkühlung
Kühlung wird als betriebliche Infrastruktur mit Leistungsgrenzen, Sensorik, Wartung und Fehlerreaktion behandelt.
- Schritt 1 – Kühlkonzept einordnen: Luft- und Wasserkühlung werden hinsichtlich Dichte, Effizienz, Standortanforderung und Wartung verglichen.
- Schritt 2 – Betriebsparameter festlegen: Temperatur, Durchfluss, Druck, Feuchte und zulässige Grenzbereiche werden dokumentiert.
- Schritt 3 – Sensorik überwachen: Messpunkte, Alarmgrenzen, Trendanalyse und Korrelation mit IT-Last werden eingerichtet.
- Schritt 4 – Fehlerfall planen: Pumpen-, Lüfter-, Leckage- oder Gebäudetechnikausfall werden mit Lastreduktion und Abschaltreihenfolge verbunden.
Praxisbezug: Auswertung eines Kühlungsalarms und Entwicklung einer gestuften Reaktion.
Tag 2: Gebäudeintegration, Sensorik, Wartung und Skalierung
Die Themen werden in einer festen Reihenfolge aus Einordnung, technischer Umsetzung, Kontrolle und dokumentierter Prüfung bearbeitet.
Gebäudeintegration und Betriebsübergänge
Die Micro-Data-Centre-Infrastruktur wird mit Strom, Kühlung, Gebäudeleittechnik, Zutritt und Alarmierung abgestimmt.
- Schritt 1 – Schnittstellen erfassen: Elektrische Einspeisung, Kühlkreise, Netzwerkzuführung, Sensorik und Gebäudeleittechnik werden dokumentiert.
- Schritt 2 – Verantwortungsgrenzen festlegen: IT-Betrieb, Facility Management, Sicherheitsdienst und externe Wartung erhalten klare Zuständigkeiten.
- Schritt 3 – Alarmwege verbinden: Technische Alarme werden mit Priorität, Bereitschaft, Eskalation und Rückmeldung in bestehende Prozesse integriert.
- Schritt 4 – Wartung koordinieren: Gebäudearbeiten und IT-Wartung werden über gemeinsame Freigabe, Risikoanalyse und Rückfallplanung gesteuert.
Praxisbezug: Erstellung einer RACI-Matrix für IT, Facility Management und externe Wartung.
Hardwaremonitoring und Sensorik
Hardwarezustände werden über Managementschnittstellen, Sensoren und zentrale Betriebswerkzeuge frühzeitig erkennbar gemacht.
- Schritt 1 – Sensorbestand erfassen: Temperatur, Strom, Lüfter, Pumpen, Netzteile, Datenträger und Managementcontroller werden inventarisiert.
- Schritt 2 – Normalbereiche bestimmen: Herstellergrenzen, betriebliche Warnschwellen und saisonale beziehungsweise lastabhängige Muster werden unterschieden.
- Schritt 3 – Alarme korrelieren: Mehrere Sensorsignale werden zu einem gemeinsamen physischen Ereignis zusammengeführt.
- Schritt 4 – Wartung auslösen: Trend, Fehlerklasse, Ersatzteil, Redundanzzustand und geeigneter Wartungstermin werden bewertet.
Praxisbezug: Entwicklung eines Hardware-Dashboards und eines Alarmwegs für Netzteil- oder Kühlungsprobleme.
Hardwarewartung und Ersatzteilstrategie
Wartung muss Redundanz, Datenintegrität, Plattformzustand und sichere Rückkehr in den Regelbetrieb berücksichtigen.
- Schritt 1 – Wartungsfähigkeit prüfen: N+1-Reserve, Replikation, Quorum, Workload-Verteilung und Ersatzteilverfügbarkeit werden vorab bestätigt.
- Schritt 2 – Komponente entlasten: Workloads werden migriert, Dienste kontrolliert drainiert und betroffene Pfade aus dem Betrieb genommen.
- Schritt 3 – Arbeit durchführen: Identität der Komponente, ESD-Schutz, Austausch, Firmwarestand und Verkabelung werden nach Prüfliste kontrolliert.
- Schritt 4 – Wiedereingliederung testen: Hardwarezustand, Clusterbeitritt, Rebalancing, Monitoring und Redundanz werden vor Freigabe geprüft.
Praxisbezug: Planung eines Compute-Knoten-Austauschs ohne unnötige Workload-Unterbrechung.
Skalierung vom Einzelrack zur größeren Plattform
Skalierung betrifft neben Compute auch Netzwerk, Storage, Management, Kühlung, Strom, Fehlerdomänen und Betriebsorganisation.
- Schritt 1 – Engpass bestimmen: Kapazität und Wachstum werden getrennt für Compute, RAM, Storage, Netzwerk und Plattformdienste bewertet.
- Schritt 2 – Erweiterungsmodell wählen: Knotenweise Erweiterung und zusätzliche Micro-DC-Einheiten werden hinsichtlich Fehlerdomänen und Betriebsaufwand verglichen.
- Schritt 3 – Integration planen: Adressierung, Routing, Storage-Verteilung, Clusterzuordnung, Monitoring und Ersatzteile werden abgestimmt.
- Schritt 4 – Skalierung abnehmen: Kapazität, Performance, Failover, Rebalancing und Dokumentation werden nach der Erweiterung geprüft.
Praxisbezug: Entwurf eines Erweiterungsschritts mit zusätzlichen Compute- und Storage-Ressourcen.
Praxislabor
- Erstellung einer vereinfachten Rack- und Verkabelungsdokumentation für eine Titan-Ausbaustufe.
- Erstellung einer Strompfad- und Lastmatrix mit Redundanzprüfung.
- Auswertung eines Kühlungsalarms und Entwicklung einer gestuften Reaktion.
- Entwicklung eines Hardware-Dashboards und eines Alarmwegs für Netzteil- oder Kühlungsprobleme.
- Planung eines Compute-Knoten-Austauschs ohne unnötige Workload-Unterbrechung.
- Entwurf eines Erweiterungsschritts mit zusätzlichen Compute- und Storage-Ressourcen.
Methoden und Arbeitsweise
Fachliche Einordnung, strukturierte Demonstrationen, geführte Systemübungen, technische Prüflisten und dokumentierte Störungsszenarien wechseln sich ab. Jeder Arbeitsschritt wird mit Ausgangszustand, erwarteter Wirkung, Prüfkriterium und Rückfallmöglichkeit beschrieben. Die Übungen verwenden realistische Rollen- und Fehlerbilder; produktive Zugangsdaten oder externe Verbindungen sind nicht erforderlich.
Seminar und Anbieter vergleichen
Öffentliche Schulung
Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.
Inhausschulung
Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.
Webinar
Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.
Fachbereichsleitung und Trainingskoordination
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Michael Adler
Telefon: + 41 (800) 225127
E-Mail: michael.adler@seminar-experts.ch -

Stefano Conti
Telefon: + 41 (800) 225127
E-Mail: stefano.conti@seminar-experts.ch
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich und Webinar: CHF 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: CHF 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Rechenzentrumsbetrieb, Facility Management, Plattformadministration, technische Projektleitung, Elektro- und Kühlungskoordination. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse im Rechenzentrums- oder Infrastrukturumfeld. Spezifische OpenStack-Kenntnisse sind nicht erforderlich. |
| Standorte: | Basel, Bern, Luzern, Sankt Gallen, Winterthur, Zürich |
| Methoden: | Fachliche Einordnung, Demonstrationen, praktische Übungen am System, Prüflisten und dokumentierte Störungsszenarien |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter +41 (800) 225127 |
Seminartermine
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