Seminar / Training
Mobile Testfehler entstehen häufig nicht an der Stelle, an der sie sichtbar werden. Eine belastbare Diagnose verbindet Sessiondaten, Seitensource, Selektoren, Zeitverhalten und Logs über alle beteiligten Schichten.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Inspector sicher einsetzen
- Diagnose über mehrere Schichten
- Fehleranalyse standardisieren
- Praxisstrecke
- Didaktische Einordnung
Zielsetzung
Die Teilnehmenden nutzen den Appium Inspector für Sessionaufbau, Elementanalyse und Interaktion, erstellen ein standardisiertes Diagnosepaket und ordnen Fehler eindeutig Client, Server, Treiber, Plattform, Gerät oder Anwendung zu. Wiederkehrende Fehlerbilder werden mit prüfbaren Hypothesen statt mit pauschalen Wiederholungen bearbeitet.
Inspector sicher einsetzen
Sessions aufbauen und übernehmen
- Capabilities strukturiert erfassen, wiederverwenden und zwischen Android und iOS trennen
- Neue Sessions erzeugen und vorhandene Sessions nur unter kontrollierten Sicherheitsbedingungen anbinden
- Treiber-, Plugin- und Serveroptionen im Sessionkontext nachvollziehen
- Sensible Werte aus gespeicherten Konfigurationen und Screenshots fernhalten
Seitensource und Elemente untersuchen
- Hierarchie, Attribute, Sichtbarkeit, Interaktionsfähigkeit und dynamische Zustände lesen
- Selektorstrategien vergleichen und fragile XPath-Ausdrücke erkennen
- Aktionen einzeln auslösen und den resultierenden App-Zustand kontrollieren
- Screenshots, Quellbaum und Elementattribute als gemeinsame Beweislage sichern
Diagnose über mehrere Schichten
Logquellen korrelieren
- Zeitstempel von Clientlog, Appium-Serverlog und Plattformlog aufeinander abstimmen
- Treiberstart, Sessionerzeugung, Befehlsausführung und Sessionende getrennt bewerten
- ADB und Logcat für Android sowie Xcode-, Simulator- und WebDriverAgent-Ausgaben für iOS einordnen
- Screenshots, Video, Seitensource und Testreport mit einer gemeinsamen Laufkennung versehen
Fehlerklassen unterscheiden
- Verbindungs-, Capability-, Installations-, Signierungs-, Element-, Kontext- und Timeoutfehler trennen
- Nicht gefundene Elemente von nicht sichtbaren, verdeckten oder noch nicht interaktionsfähigen Elementen unterscheiden
- Flaky Verhalten durch Zustandsabweichung, Datenabhängigkeit oder Ressourcenengpass nachweisen
- Wiederholungsversuche nur nach dokumentierter Fehlerklasse und kontrollierter Rücksetzung einsetzen
Fehleranalyse standardisieren
Triage und Übergabe
- Minimal reproduzierbares Szenario, betroffene Plattform und Umgebungszustand erfassen
- Hypothese, Nachweis, Gegenprobe und Korrektur als feste Diagnosefolge verwenden
- Unklare Produktfehler von Infrastruktur- und Testcodefehlern abgrenzen
- Ein kompaktes Incident-Format für Entwicklung, QA und Plattformbetrieb etablieren
Praxisstrecke
Mehrere vorbereitete Fehlerfälle werden mit einer einheitlichen Diagnosematrix untersucht. Ziel ist nicht nur die Reparatur, sondern die nachvollziehbare Herleitung der Ursache.
- Eine Inspector-Session mit validierten Capabilities starten und die verwendeten Versionen dokumentieren.
- Für drei Elemente jeweils eine robuste und eine absichtlich fragile Selektorstrategie vergleichen.
- Einen Timeoutfehler reproduzieren und über Zeitstempel in Client- und Serverlog eingrenzen.
- Einen Plattformfehler mit ADB und Logcat oder mit Simulator- und WebDriverAgent-Ausgaben untersuchen.
- Ein Kontextproblem in einer Hybrid-App identifizieren und die falsche Annahme im Testcode korrigieren.
- Ein Diagnosepaket mit Laufkennung, Logs, Screenshot, Seitensource, Capability-Satz und Fehlerklassifikation erstellen.
Didaktische Einordnung
Zwei Tage sind notwendig, um den Inspector nicht nur als Selektorwerkzeug, sondern als Teil einer schichtenübergreifenden Diagnosemethode einzusetzen. Der zweite Tag wird für reale Fehlerfälle, Logkorrelation und standardisierte Incident-Übergaben benötigt.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Testautomatisierer, QA Engineers, Entwickler, Testanalysten und Supportverantwortliche für mobile Testplattformen. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Appium, Sessions, Capabilities und mobilen Testfällen; Zugriff auf eine vorbereitete Android- oder iOS-Testumgebung. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenzdurchführung mit Trainerteam; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Digitale Seminardokumentation |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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