Seminar Appium – Testframeworks, Testdaten und CI/CD

Einzelne mobile Tests lassen sich schnell schreiben; eine wartbare Testplattform benötigt dagegen klare Schichten, kontrollierte Testdaten, isolierte Sitzungen, reproduzierbare Umgebungen und belastbare Pipelineentscheidungen.

Das Seminar entwickelt diese Plattform an einer bestehenden kleinen Suite. Jeder Ausbau wird mit Parallelität, Fehlerartefakten und Wiederholbarkeit geprüft, damit Architektur und Betrieb zusammenpassen.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Schrittweise Seminarinhalte
  5. Praxisprojekt
  6. Einordnung im Lernpfad

Seminarprofil

Der Kurs verbindet Softwarearchitektur und CI-Betrieb. Das Ergebnis ist ein referenzierbares Framework mit Konfigurationsmodell, Testdatendienst, Ausführungsprofilen und Quality Gates.

Zielgruppe

Testautomatisierer, Framework-Entwickler, QA Leads, DevOps Engineers und Teams, die mobile Tests zuverlässig in Build- und Releaseprozesse integrieren.

Voraussetzungen

Praktische Appium-Erfahrung, sichere Kenntnisse der eingesetzten Programmiersprache und Grundverständnis von Build- oder CI-Pipelines.

Schrittweise Seminarinhalte

Die Inhalte werden in einer durchgängigen Laborstrecke aufgebaut. Jeder Schritt endet mit einer technischen Kontrolle und einer kurzen Einordnung für den produktiven Einsatz.

Schritt 1: Teststrategie und Ausführungsschnitte festlegen

Mobile End-to-End-Tests werden in ein Gesamtmodell aus Unit-, Integrations-, API- und UI-Tests eingeordnet. Kritische Pfade, Geräteabdeckung und Ausführungsfrequenzen werden getrennt geplant.

  • Testziele und Nichtziele definieren
  • Smoke-, Regression- und Release-Suiten schneiden
  • Geräte- und Plattformmatrix risikobasiert festlegen

Schritt 2: Framework-Schichten strukturieren

Testfälle, fachliche Aufgaben, Screens, Komponenten, Treiberadapter, Konfiguration und Infrastruktur werden getrennt. Abhängigkeiten zeigen nur in eine kontrollierte Richtung.

  • Projektstruktur und Namenskonventionen festlegen
  • Plattformadapter hinter Schnittstellen kapseln
  • Gemeinsame Hilfen ohne Sammelklasse organisieren

Schritt 3: Sitzungs- und Ressourcenlebenszyklus steuern

Erzeugung, Wiederverwendung und Beenden von Appium-Sitzungen werden zentral geregelt. Abbrüche, Timeouts und Teardown-Fehler dürfen keine Geräte oder Ports blockieren.

  • Session Factory und Zielreservierung implementieren
  • Aufräumen auch bei Testabbruch garantieren
  • Verwaiste Sitzungen und Prozesse erkennen

Schritt 4: Konfiguration, Secrets und Testdaten verwalten

Umgebungswerte, Fähigkeiten und sensible Daten werden getrennt. Testdaten werden erzeugt, reserviert, verändert und bereinigt, ohne Tests gegenseitig zu beeinflussen.

  • Konfigurationshierarchie mit Validierung aufbauen
  • Secrets aus Logs und Reports fernhalten
  • Testdaten- und Kontenlebenszyklus definieren

Schritt 5: Parallelisierung und Suite-Verteilung umsetzen

Tests werden nach Dauer, Zieltyp und Konfliktpotenzial verteilt. Geräte, App-Zustand, Konten und Dateien bleiben pro Worker isoliert.

  • Parallelitätsgrenzen je Gerätetyp festlegen
  • Sharding und Wiederholbarkeit kombinieren
  • Ressourcenkollisionen automatisch erkennen

Schritt 6: Artefakte, Reporting und Fehlersignale erzeugen

Screenshot, Video- oder Bildschirmartefakt, Seitenquelle, Appium-Log und Gerätelog werden an Ausführung und Testfall gebunden. Reports unterscheiden Produktfehler, Testfehler und Infrastrukturfehler.

  • Gemeinsame Run-ID verwenden
  • Artefakte nur bei Bedarf und mit Aufbewahrungsklasse speichern
  • Fehlerkategorien im Report sichtbar machen

Schritt 7: CI-Pipeline mit Quality Gates aufbauen

Die Pipeline installiert geprüfte Abhängigkeiten, reserviert Ziele, startet Infrastruktur, führt Suiten aus und veröffentlicht Artefakte. Abbruch, Wiederholung und Quarantäne folgen dokumentierten Regeln.

  • Schnelle Vorprüfung vor teuren Geräteläufen einsetzen
  • Timeouts und Parallelität als Pipelineparameter führen
  • Quality Gates nach Risikoklasse definieren

Schritt 8: Betriebs- und Governance-Regeln etablieren

Eigentümerschaft, Review, Aktualisierung von Geräten und Treibern sowie Pflege instabiler Tests werden in einen regelmäßigen Prozess überführt.

  • Code-Review-Checkliste ergänzen
  • Flaky-Budget und Wartungsfristen festlegen
  • Kapazitäts- und Versionspflege terminieren

Praxisprojekt

Eine kleine Suite wird in ein mehrschichtiges Framework überführt, parallel ausgeführt und durch eine CI-Pipeline mit Zielreservierung, Testdatenaufbau, Artefakten, Quality Gates und kontrolliertem Teardown gesteuert.

Einordnung im Lernpfad

Empfohlen nach einem plattformspezifischen Appium-Seminar. Danach folgen Capability-Routing, Relay-Integration oder Plattformbetrieb und Skalierung.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Testautomatisierer, Framework-Entwickler, QA Leads, DevOps Engineers und Teams, die mobile Tests zuverlässig in Build- und Releaseprozesse integrieren.
Voraussetzungen: Praktische Appium-Erfahrung, sichere Kenntnisse der eingesetzten Programmiersprache und Grundverständnis von Build- oder CI-Pipelines.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Laborübungen, eigenständige Praxisaufgaben und strukturierte Fehleranalyse
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
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Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
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