Der Kurs verbindet analytische Datenmodellierung mit dem Betrieb eines verwalteten ClickHouse-Services. Abfragen werden nicht isoliert optimiert, sondern vom Ingestionsweg über Sortierschlüssel bis zu Speicher- und Betriebskennzahlen betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Nutzen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Tag 1: Service, Datenmodell und sichere Nutzung
- Tag 2: Integrationen, Transformation und Abfrageleistung
- Tag 3: Skalierung, Schutz und Betriebsdiagnose
- Praxisübungen
Einordnung und Nutzen
Behandelt werden Servicebereitstellung, sichere Verbindungen, Datenbanken und Rollen, MergeTree-Tabellen, Partitionierung, Primary- und Ordering-Key, Materialized Views, Kafka- und Datenbankintegrationen, SQL-Analyse, Query-Profile, Skalierung, Backups, Wartung, Monitoring und Störungsdiagnose.
Zielgruppe
- Software- und Datenentwicklung
- DevOps- und Plattform-Engineering
- Technische Architektur
- Cloud- und Plattformadministration
- DevOps- und Site-Reliability-Engineering
- Technische Architektur und Betrieb
- BI- und Analytics Engineering
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
- Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
- Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
- Gute SQL-Grundkenntnisse
- Grundverständnis analytischer Datenmodelle und großer Datenmengen
Lernziele
- ClickHouse-Services passend zu Analyse- und Verfügbarkeitsanforderungen bereitstellen
- MergeTree-Tabellen mit geeigneten Partitionierungs- und Sortierschlüsseln entwerfen
- Streaming- und Datenbankquellen über Aiven-Integrationen anbinden
- Abfragen und Materialized Views messbar optimieren
- Rollen, Benutzer und Netzwerkzugriffe absichern
- Skalierung, Backup, Wartung und Incident-Diagnose kontrollieren
Seminarinhalte
Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.
Tag 1: Service, Datenmodell und sichere Nutzung
Der erste Tag baut einen funktionsfähigen analytischen Datenraum auf.
- Schritt 1: Serviceplan und Topologie auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: Datenvolumen, Parallelität, Verfügbarkeit, Region, Speicher- und Rechenbedarf in eine nachvollziehbare Serviceentscheidung übersetzt.
- Schritt 2: Verbindung und Zugriffsmodell einrichten. Praktisches Arbeitsergebnis: TLS-Verbindung, Datenbank, Benutzer, Rollen und minimale Rechte erstellt und mit erlaubten sowie verweigerten Abfragen getestet.
- Schritt 3: MergeTree-Grundmodell entwerfen. Praktisches Arbeitsergebnis: Datentypen, Nullbehandlung, Partitionierung, ORDER BY und Primary Key anhand typischer Filter- und Aggregationsmuster festgelegt.
- Schritt 4: Daten effizient laden. Praktisches Arbeitsergebnis: Batchgröße, Dateiformat, Kompression und parallele Inserts verglichen und die Ladequalität mit Zeilen-, Bereichs- und Summenkontrollen geprüft.
- Schritt 5: Lebenszyklusregeln definieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Retention, TTL, Datenalterung und Löschanforderungen so modelliert, dass Partitions- und Merge-Verhalten berücksichtigt werden.
Tag 2: Integrationen, Transformation und Abfrageleistung
Der zweite Tag verbindet kontinuierliche Datenzufuhr mit performanter Analyse.
- Schritt 1: Kafka-Integration aufbauen. Praktisches Arbeitsergebnis: Kafka als Datenquelle integriert, Topic- und Formatparameter festgelegt und der Datenfluss bis zu einer analytischen Zieltabelle verfolgt.
- Schritt 2: PostgreSQL- beziehungsweise MySQL-Quelle anbinden. Praktisches Arbeitsergebnis: eine verwaltete Datenbankintegration eingerichtet, Zugriff auf Quelldaten geprüft und geeignete Übernahmemuster abgegrenzt.
- Schritt 3: Materialized View entwickeln. Praktisches Arbeitsergebnis: Rohdaten beim Eingang in eine optimierte Aggregations- oder Zieltabelle transformiert und Ergebnisvollständigkeit kontrolliert.
- Schritt 4: Abfragen analysieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Query Log, Ausführungsstatistiken, gelesene Zeilen und Speicherbedarf ausgewertet und ein Engpass auf Datenmodell oder Abfragestruktur zurückgeführt.
- Schritt 5: Modell und SQL optimieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Filterreihenfolge, Projektion, Pre-Aggregation, Sortierschlüssel und Tabellenstruktur verändert und die Verbesserung mit identischem Testdatensatz gemessen.
Tag 3: Skalierung, Schutz und Betriebsdiagnose
Der dritte Tag macht den Service produktionsreif und störungsfest.
- Schritt 1: Monitoring und Kapazitätsgrenzen festlegen. Praktisches Arbeitsergebnis: CPU, Speicher, Disk, Querylatenz, Inserts, Merges und Fehlerquoten in Warnwerte und Kapazitätsreserven übersetzt.
- Schritt 2: Backups und Wiederherstellung einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: automatisierte Sicherung, Aufbewahrung, Wiederherstellungsanforderungen und zusätzliche logische Exportverfahren in ein Restore-Konzept überführt.
- Schritt 3: Skalierung und Wartung vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Planänderung, Speichererweiterung, kontrollierte Upgrades und notwendige Anwendungstests als Change-Ablauf dokumentiert.
- Schritt 4: Überlast und fehlerhafte Abfragen behandeln. Praktisches Arbeitsergebnis: ressourcenintensive Query, unpassende Parallelität und blockierende Last anhand Systemtabellen und Logs identifiziert und begrenzt.
- Schritt 5: Betriebsrunbook abschließen. Praktisches Arbeitsergebnis: Tageskontrollen, Alarmreaktionen, Benutzeränderungen, Schemaänderungen, Kapazitätsplanung und Eskalation in klare Verantwortlichkeiten überführt.
Praxisübungen
- Entwurf einer MergeTree-Tabelle für Zeitreihen- oder Ereignisdaten
- Streaming-Ingestion aus Kafka mit Materialized View
- Vergleich zweier Sortierschlüssel anhand identischer Abfragen
- Rollen- und Berechtigungstest für Analysten und Ladeprozesse
- Diagnose einer ressourcenintensiven Abfrage und Ableitung einer Gegenmaßnahme
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Software- und Datenentwicklung; DevOps- und Plattform-Engineering; Technische Architektur; Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; BI- und Analytics Engineering |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Gute SQL-Grundkenntnisse; Grundverständnis analytischer Datenmodelle und großer Datenmengen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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