Seminar / Training
Ein langer Befundkatalog beantwortet noch nicht, welche Schwachstelle zuerst behoben werden muss. Angriffspfade verbinden technische Befunde, Identitäten, Berechtigungen, erreichbare Systeme und geschäftliche Bedeutung zu einer entscheidungsfähigen Risikosicht.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Exposure Scores, Einzelbefunde und Angriffspfadkontext voneinander unterscheiden
- Angriffspfade systematisch lesen, Evidenz prüfen und kritische Knoten erkennen
- Maßnahmen nach Risikoreduktion statt ausschließlich nach Schweregrad priorisieren
- Priorisierungsentscheidungen, Ausnahmen und Neubewertungen nachvollziehbar dokumentieren
Zielgruppe
Security Analysts, Vulnerability Management, SOC, Incident Response, System- und Cloud-Administration, Risikomanagement sowie technische Service Owner.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Schwachstellen, CVSS-orientierter Bewertung, Netzwerken, Identitäten und typischen Angriffsphasen.
Seminarinhalte
Tag 1 – Bewertungsmodell und Angriffspfad lesen
- Asset-, Identitäts-, Cloud- und externe Expositionsdaten als Bausteine eines Angriffspfads einordnen.
- Unterschied zwischen Einzelrisiko, aggregierter Exposition und vollständiger Angriffskette erklären.
- Startpunkt, Übergänge, Berechtigungen, erreichbare Ziele und kritische Endpunkte in einer Pfadansicht identifizieren.
- Exposure Score und Einflussfaktoren auf Plausibilität, Aktualität und Datenvollständigkeit prüfen.
- Mehrere Pfade auf gemeinsame Knoten und wiederkehrende Schwachstellen untersuchen.
- Unsichere Annahmen, fehlende Telemetrie und mögliche Fehlklassifikationen markieren.
- Analysesicht mit einer schriftlichen Risikohypothese und belastbarer Evidenz abschließen.
Tag 2 – Priorisierung und Maßnahmenfolge
- Geschäftskritikalität, Erreichbarkeit, Ausnutzbarkeit und laterale Bewegungsmöglichkeiten zusammenführen.
- Maßnahmen nach erwarteter Unterbrechung mehrerer Angriffspfade bewerten.
- Technische Korrekturen, kompensierende Kontrollen und organisatorische Maßnahmen unterscheiden.
- Minimale Maßnahmenmenge für maximale Risikoreduktion bestimmen.
- Abhängigkeiten, Wartungsfenster, Testbedarf und Rückfalloptionen in die Reihenfolge einbeziehen.
- Ausnahmen mit Ablaufdatum und erneuter Bewertung versehen.
- Nach Umsetzung Scans und Pfadberechnung erneut auswerten und Restexposition dokumentieren.
Praxisübungen
Übung 1: Angriffspfad in Einzelschritte zerlegen
Ein internetnaher Einstiegspunkt führt über ein verwaltetes Gerät und eine privilegierte Identität zu einem geschäftskritischen Cloud-Ziel.
- Alle Knoten und Übergänge des Pfades erfassen.
- Für jeden Übergang die erforderliche Angreiferfähigkeit notieren.
- Evidenz und Annahmen voneinander trennen.
- Gemeinsame Schwachstellen mit weiteren Pfaden markieren.
- Eine priorisierte Liste möglicher Unterbrechungspunkte erstellen.
Kontrollpunkt: Die Analyse enthält einen belegten Einstieg, nachvollziehbare Übergänge, Zielwirkung und mindestens zwei alternative Unterbrechungspunkte.
Übung 2: Maßnahmenpaket priorisieren
Mehrere Teams können in einem Wartungsfenster nur einen Teil der offenen Maßnahmen umsetzen.
- Maßnahmen nach Risikoreduktion, Aufwand, Abhängigkeit und Betriebswirkung bewerten.
- Maßnahmen mit Mehrfachwirkung auf mehrere Pfade bevorzugen.
- Nicht sofort umsetzbare Korrekturen mit kompensierenden Kontrollen versehen.
- Entscheidung in einer kurzen technischen und einer Managementbegründung formulieren.
- Nachkontrolle und Erfolgskriterien festlegen.
Kontrollpunkt: Die ausgewählte Reihenfolge ist technisch begründet, berücksichtigt Betriebsrisiken und besitzt messbare Nachkontrollen.
Methodik
Die Schulung arbeitet mit grafischen Angriffspfaden, Bewertungsmatrizen und moderierten Triage-Sitzungen. Entscheidungen werden nicht aus einer einzelnen Kennzahl abgeleitet, sondern durch Evidenz, Kontext, Abhängigkeiten und erwartete Risikoreduktion abgesichert.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Security Analysts, Vulnerability Management, SOC, Incident Response, technische Service Owner |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Schwachstellen, Netzwerken, Identitäten und Risikobewertung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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