Seminar Soda Cloud – Data Observability und Metric Monitoring

Das Seminar entwickelt aus technischen Metriken ein steuerbares Beobachtungsmodell für Datenprodukte. Volumen, Aktualität, Schema und fachliche Kennzahlen werden so überwacht, dass relevante Abweichungen früh erkannt werden, ohne unnötige Alarmflut zu erzeugen.

Die Übungen führen von der Auswahl geeigneter Monitore über Lern- und Tuningphasen bis zur Triage und Betriebskennzahl. Jede Konfiguration wird mit kontrollierten Datenänderungen überprüft.

Lernziele

  • Dataset-, Partitions-, Spalten-, Gruppen- und benutzerdefinierte Monitore passend auswählen
  • Baselines, erwartete Bereiche und Anomalieerkennung belastbar konfigurieren
  • Alarme nach Relevanz, Eigentümerschaft und Schweregrad steuern
  • Monitoring-Ergebnisse in Triage, SLOs und kontinuierliche Verbesserung überführen

Inhaltsübersicht

  1. Observability-Ziele und Messmodell definieren
  2. Dataset-Monitore konfigurieren
  3. Partitionen und zeitbezogene Daten überwachen
  4. Spalten-, Gruppen- und Custom-Metriken einsetzen
  5. Baselines und erwartete Bereiche aufbauen
  6. Alarme tunen und Rauschen reduzieren
  7. Triage und Diagnose standardisieren
  8. Dashboards und Betriebskennzahlen etablieren

Seminarinhalte

1. Observability-Ziele und Messmodell definieren

  1. Schritt 1: Kritische Datenprodukte, Aktualitätsfenster und Konsummuster erfassen.
  2. Schritt 2: Technische und fachliche Metriken nach Risiko priorisieren.
  3. Schritt 3: Messfrequenz, Partitionierung und erwartete Saisonalität dokumentieren.
  4. Schritt 4: Abnahmekriterien für Erkennungsgüte und Alarmnutzbarkeit festlegen.

2. Dataset-Monitore konfigurieren

  1. Schritt 1: Gesamtzeilenzahl und prozentuale Veränderung als Volumensignale einrichten.
  2. Schritt 2: Letzte Änderung und fachlichen Zeitstempel als Freshness-Signale unterscheiden.
  3. Schritt 3: Schemaänderungen mit erlaubten und unerlaubten Varianten testen.
  4. Schritt 4: Monitore mit kontrollierten Volumen-, Verzögerungs- und Schemafehlern validieren.

3. Partitionen und zeitbezogene Daten überwachen

  1. Schritt 1: Relevante Partitionen und deren Erwartungsfenster festlegen.
  2. Schritt 2: Zeilenzahl und Freshness je Partition messen.
  3. Schritt 3: Verspätete, fehlende und doppelte Lieferungen simulieren.
  4. Schritt 4: Grenzfälle bei Zeitzonen, Tageswechseln und unregelmäßigen Läufen dokumentieren.

4. Spalten-, Gruppen- und Custom-Metriken einsetzen

  1. Schritt 1: Nullanteile, Eindeutigkeit, Verteilungen und fachliche Werte auswählen.
  2. Schritt 2: Gruppenmetriken für Regionen, Mandanten oder Produktsegmente strukturieren.
  3. Schritt 3: Benutzerdefinierte Metriken mit klarer SQL- und Ergebnisdefinition erstellen.
  4. Schritt 4: Abfragekosten, Aussagekraft und Wartbarkeit der Metriken bewerten.

5. Baselines und erwartete Bereiche aufbauen

  1. Schritt 1: Historische Datenqualität und bekannte Sonderzeiträume prüfen.
  2. Schritt 2: Lernphase und Mindestdatenmenge für stabile Erwartungen planen.
  3. Schritt 3: Statische Grenzen, erwartete Bereiche und Anomalieerkennung vergleichen.
  4. Schritt 4: Ausreißer, Feiertage und geplante Lastwechsel nachvollziehbar behandeln.

6. Alarme tunen und Rauschen reduzieren

  1. Schritt 1: Warn- und Fehlergrenzen nach Auswirkungen staffeln.
  2. Schritt 2: Wiederholungs-, Drosselungs- und Gruppierungsregeln definieren.
  3. Schritt 3: Empfänger nach Datenprodukt und Verantwortlichkeit zuordnen.
  4. Schritt 4: False Positives und verpasste Fehler in einer Tuningliste nachverfolgen.

7. Triage und Diagnose standardisieren

  1. Schritt 1: Alarmkontext, Metrikverlauf und betroffene Datenbereiche prüfen.
  2. Schritt 2: Vertragsverletzungen, Pipelinefehler und legitime Geschäftsänderungen unterscheiden.
  3. Schritt 3: Verantwortliche Rolle, Schweregrad und nächste Diagnoseaktion festlegen.
  4. Schritt 4: Befund und Entscheidung als wiederverwendbares Triage-Protokoll dokumentieren.

8. Dashboards und Betriebskennzahlen etablieren

  1. Schritt 1: Gesundheitsansichten nach Datenprodukt, Team und Kritikalität strukturieren.
  2. Schritt 2: Erkennungsrate, Alarmnutzbarkeit, Wiederholungsfehler und Bearbeitungszeit messen.
  3. Schritt 3: Monitore regelmäßig auf Relevanz, Kosten und Eigentümerschaft überprüfen.
  4. Schritt 4: Ein Betriebsboard für Review, Tuning und Eskalation vorbereiten.

Praxislabor

Für ein mehrteiliges Datenprodukt werden Dataset-, Partitions- und Spaltenmonitore eingerichtet. Kontrollierte Datenfehler erzeugen Anomalien, die bewertet, getunt, alarmiert und mit einem dokumentierten Triage-Verfahren bearbeitet werden.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Data Quality Engineering, Data Engineering, Analytics Engineering, Data Platform Operations und Datenproduktverantwortung.

Voraussetzungen: Grundverständnis von Datenpipelines, SQL-Metriken und Soda Cloud; Zugriff auf eine vorbereitete Datenquelle.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als Betriebsstandard wiederholbar bleiben.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Data Quality Engineering, Data Engineering, Analytics Engineering, Data Platform Operations und Datenproduktverantwortung
Voraussetzungen: Grundverständnis von Datenpipelines, SQL-Metriken und Soda Cloud; Zugriff auf eine vorbereitete Datenquelle
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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