Seminarbeschreibung
Sicherheitsverantwortung endet mit einer Veröffentlichung nicht. Neue Erkenntnisse über Eigenentwicklungen und eingebundene Komponenten müssen den tatsächlich ausgelieferten Produktständen zugeordnet werden. Das Seminar zeigt, wie daraus belastbare Entscheidungen über Sofortmaßnahmen, Korrekturen, Tests und die Veröffentlichung eines Sicherheitsupdates entstehen.
Eine durchgängige Fallstudie beginnt mit einer gemeldeten Schwachstelle und mehreren unterstützten Produktversionen. Technische Untersuchung, Verantwortlichkeit und Kommunikation werden gemeinsam bearbeitet. Die Übung berücksichtigt auch unvollständige Meldungen, widersprüchliche Scannerbefunde und eine noch nicht verfügbare Korrektur. Der Schwerpunkt liegt auf Produktwartung und sicherer Entwicklung; vollständige digitale Forensik und allgemeine Incident-Response-Einsatzführung sind eigenständige Themen.
Der Wartungsfall umfasst eine aktuelle und eine ältere unterstützte Produktlinie sowie unterschiedliche Nutzungskonfigurationen. Eine neue Meldung kann daher mehrere, aber nicht zwingend alle Installationen betreffen. Die Übungen zeigen, wie Komponenteninformationen, technische Reproduktion und Produktwissen gemeinsam zur Eingrenzung beitragen. Falls noch keine vollständige Korrektur vorliegt, werden geeignete Zwischenmaßnahmen mit klarer Gültigkeit beschrieben. Nach der Veröffentlichung bleibt die Frage offen, ob die Aktualisierung verfügbar, installierbar und für den betroffenen Einsatz tatsächlich wirksam ist. Diese Punkte werden im Wartungsprozess ausdrücklich nachverfolgt.
Inhaltsübersicht
- Meldung und Verantwortlichkeit
- Technische Triage und Betroffenheit
- Priorisierung und Fristen
- Korrektur und sichere Updates
- Kommunikation und Produktpflege
- Ursachenanalyse und Prävention
Seminarinhalte
Meldung und Verantwortlichkeit
- Meldewege, Annahmekriterien, vertrauliche Behandlung und zuständige Rollen festlegen.
- Externe Meldungen, interne Tests und Abhängigkeitswarnungen in einen geordneten Eingang überführen.
- Produktbezogene Bearbeitung und Übergabe an Incident Response bei aktivem Missbrauch unterscheiden.
Technische Triage und Betroffenheit
- Meldungen auf Reproduzierbarkeit, Voraussetzungen und plausiblen Wirkungsumfang prüfen.
- Betroffene Versionen, Konfigurationen und Komponentenbeziehungen ermitteln.
- Befunde zusammenführen und unbelegte Annahmen beziehungsweise verbleibende Unsicherheit dokumentieren.
Priorisierung und Fristen
- Technische Schwere mit tatsächlicher Exposition, Ausnutzbarkeit und Geschäftsauswirkung verbinden.
- Aktive Ausnutzung und fehlende Kompensationsmaßnahmen bei der Priorisierung berücksichtigen.
- Interne Bearbeitungsziele und Eskalationen anhand von Risikoklassen vereinbaren.
Korrektur und sichere Updates
- Korrektur, vorübergehende Minderung und dauerhafte Risikobehandlung getrennt planen.
- Unterstützte Zweige, Backports und abhängige Komponenten in den Korrekturumfang aufnehmen.
- Wirksamkeit, Regression, Artefaktintegrität und Installationsfähigkeit vor Freigabe prüfen.
Kommunikation und Produktpflege
- Technische Sicherheitshinweise mit betroffenen Ständen, Maßnahmen und Grenzen verständlich formulieren.
- Abstimmung mit Meldenden, Lieferanten, Support und betroffenen Kunden organisieren.
- Unterstützungsende, verfügbare Aktualisierung und Umgang mit veralteten Installationen festlegen.
Ursachenanalyse und Prävention
- Fehlerursache und Prozesslücke unterscheiden und geeignete Gegenmaßnahmen auswählen.
- Fehlende Anforderungen, Reviewlücken und ungeeignete Tests in konkrete Verbesserungen übersetzen.
- Bearbeitungszeiten, wiederkehrende Fehler und Wirksamkeit der Wartung regelmäßig bewerten.
Praxisübungen
- Eine eingehende Meldung aufnehmen und fehlende Informationen strukturiert bestimmen.
- Die betroffenen Versionen anhand von Komponentenübersicht und Beispielbefunden eingrenzen.
- Priorität, Sofortmaßnahme, Zuständigkeit und nächsten Prüfschritt festlegen.
- Einen Korrektur- und Testplan für zwei unterstützte Produktstände erstellen.
- Eine vorbereitete Korrektur in der Laborumgebung prüfen und die Releasefreigabe begründen.
- Einen sachlichen Sicherheitshinweis und zwei vorbeugende Entwicklungsmaßnahmen formulieren.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
|---|---|
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Produktverantwortliche, PSIRT- und AppSec-Mitarbeiter, Entwickler, Supportleitungen, Release Engineers und Verantwortliche für Softwarewartung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Softwareentwicklung, Versionierung und Anwendungssicherheit; Erfahrung mit Tickets und Releaseprozessen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Triage-Fallstudie, technische Nachprüfung, Release-Simulation und Ursachenanalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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