Eine Software Bill of Materials macht nachvollziehbar, welche Softwarebestandteile zu einem Produkt oder einer Anwendung gehören. Das Seminar vermittelt einen gemeinsamen fachlichen Ausgangspunkt für Entwicklung, Betrieb, Informationssicherheit und Beschaffung. Im Mittelpunkt stehen die Informationen, die eine verwendbare Software-Stückliste enthalten muss, sowie die Fragen, die mit diesen Angaben beantwortet werden können. Begriffe werden an einem durchgängigen Beispiel erklärt und unmittelbar mit typischen Entscheidungen im Unternehmen verbunden.
Die Betrachtung reicht von direkt eingebundenen Bibliotheken über transitive Abhängigkeiten bis zur Zuordnung einer Stückliste zu einem konkreten Release. Vorbereitete Dokumente zeigen den Unterschied zwischen einer formal gültigen Datei und einer belastbaren Bestandsaufnahme. Eine gefundene Komponente belegt noch keine ausnutzbare Schwachstelle; eine fehlende Komponente belegt ebenso wenig deren Abwesenheit. Dadurch entsteht ein realistisches Verständnis von Nutzen, Aufwand und Grenzen eines SBOM-Prozesses.
Inhaltsübersicht
- Begriffe und betriebliche Einsatzfelder
- Bestandteile einer verwendbaren SBOM
- Formate und Werkzeugkette im Überblick
- Qualität und Aussagekraft beurteilen
- Schwachstellen und organisatorische Einführung
- Praxisübungen
- Arbeitsumgebung
Seminarinhalte
Begriffe und betriebliche Einsatzfelder
- Software-Stückliste, Software Composition Analysis, Inventarisierung und Schwachstellenscan fachlich unterscheiden.
- Fragestellungen aus Softwareentwicklung, IT-Betrieb, Produktmanagement und Einkauf einem passenden Datenbestand zuordnen.
- SBOM als versionsgebundenes Informationsobjekt verstehen und Verantwortlichkeiten entlang des Produktlebenszyklus benennen.
Bestandteile einer verwendbaren SBOM
- Komponentenname, Version, Lieferant, Identifikatoren, Lizenzangaben und Erstellungsinformationen an Beispielen lesen.
- Direkte und transitive Abhängigkeiten sowie die Verbindung zwischen Anwendung und Bibliotheken nachvollziehen.
- Quellcode-, Build- und ausgelieferte Produktansicht vergleichen; unbekannte Angaben und Erfassungsgrenzen kennzeichnen.
Formate und Werkzeugkette im Überblick
- CycloneDX und SPDX anhand kleiner Beispieldokumente einordnen; Formatversion und empfangendes Werkzeug berücksichtigen.
- Erzeugung, Validierung, Ablage, Auswertung und Aktualisierung als zusammenhängende Arbeitsschritte betrachten.
- Build-Metadaten und Artefaktanalyse als unterschiedliche Informationszugänge erkennen und sinnvoll kombinieren.
Qualität und Aussagekraft beurteilen
- Eine vorbereitete SBOM mit einer bekannten Komponentenliste vergleichen und fehlende Angaben markieren.
- Vollständigkeit, Aktualität, eindeutige Produktzuordnung und Nachvollziehbarkeit als getrennte Kriterien anwenden.
- Typische Fehlinterpretationen bei Versionsangaben, unbekannten Lizenzen und unvollständigen Abhängigkeitsgraphen untersuchen.
Schwachstellen und organisatorische Einführung
- Eine beispielhafte Schwachstellenmeldung mit einer vorhandenen Komponente verbinden und offene Prüffragen festhalten.
- VEX als dokumentierte Aussage zur Betroffenheit eines bestimmten Produkts kennenlernen.
- Pilotprodukt, Verantwortliche, Übergabepunkte, Aktualisierungsauslöser und einfache Abnahmekriterien festlegen.
Praxisübungen
- Eine bereitgestellte Anwendung und die zugehörige Software-Stückliste öffnen; Produktversion und Erstellungszeitpunkt identifizieren.
- Eine direkte und eine transitive Abhängigkeit verfolgen und deren Versionsinformationen mit dem Beispielbestand vergleichen.
- Einen absichtlich unvollständigen Datensatz prüfen und Rückfragen an den Ersteller formulieren.
- Eine vorbereitete Schwachstellenmeldung zuordnen und zwischen nachgewiesener, ungeklärter und ausgeschlossener Betroffenheit unterscheiden.
- Für ein Musterunternehmen einen begrenzten SBOM-Piloten mit Zuständigkeiten und prüfbaren Annahmekriterien entwerfen.
Arbeitsumgebung
Die Übungen verwenden vorbereitete JSON-Dateien, einen Texteditor und eine lokale Auswertungsansicht. Installation von Build-Systemen oder eigener Anwendungen ist für diesen Einstieg nicht erforderlich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag, ca. 6 h/Tag (6 Unterrichtsstunden à 60 Minuten insgesamt, ohne Pausen); Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr |
|---|---|
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IT-Verantwortliche, Softwareentwickler, Administratoren, Informationssicherheitsbeauftragte, technischer Einkauf und Produktverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis von Software, Versionen und IT-Betrieb; keine Programmierkenntnisse und keine SBOM-Erfahrung erforderlich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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