Fehlerhafte Scopes und ungeeignete Scanparameter können Systeme beeinträchtigen, fremde Ziele erfassen oder unvollständige Ergebnisse erzeugen. Das Seminar etabliert einen kontrollierten Freigabe- und Ausführungsprozess für unterschiedliche Asset- und Scanarten.
Von Eigentumsnachweis und Datenklassifikation bis zu Zeitfenster, Last, Ausschlüssen, Abbruchweg und Nachbereitung wird eine praxistaugliche Scan-Charta entwickelt und im Labor erprobt.
Inhaltsübersicht
- Eigentum, Auftrag und Genehmigung
- Scope und Ausschlüsse
- Scanprofil und Laststeuerung
- Überwachung und Abbruch
- Nachbereitung und Qualitätsfreigabe
- Praxis und Übungen
- Arbeitsweise
- Vorkenntnisse und Zielgruppe
Zielsetzung
Scans können rechtssicher innerhalb des organisatorisch freigegebenen Rahmens, technisch kontrolliert und qualitätsgesichert durchgeführt werden. Scope-Änderungen, sensible Systeme und Störungen werden über definierte Prozesse beherrscht.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Eigentum, Auftrag und Genehmigung
Schwerpunkt: Asset Owner, Betreiber, Dienstleister, Testzweck, Rechtsraum, Freigabe, Kontakte und Verantwortlichkeiten.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Eigentum, Auftrag und Genehmigung“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Asset Owner, Betreiber, Dienstleister, Testzweck, Rechtsraum, Freigabe, Kontakte und Verantwortlichkeiten strukturiert modellieren.
- Einen vollständigen Prüfauftrag aus unstrukturierten Anforderungen erstellen und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
- Eindeutige Genehmigung und erreichbare Verantwortliche mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine formale Scan-Charta dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
2. Scope und Ausschlüsse
Schwerpunkt: Domains, IPs, Netze, Anwendungen, Cloud-Ressourcen, Umgebungen, Drittparteien, sensible Funktionen und Nicht-Ziele.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Scope und Ausschlüsse“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Domains, IPs, Netze, Anwendungen, Cloud-Ressourcen, Umgebungen, Drittparteien, sensible Funktionen und Nicht-Ziele strukturiert modellieren.
- Scope-Objekte präzisieren und Ausschlüsse begründen und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
- Keine fremden Ziele, keine unbeabsichtigten Lücken und nachvollziehbare Grenzen mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine versionierte Scope-Liste dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
3. Scanprofil und Laststeuerung
Schwerpunkt: Prüftiefe, Authentifizierung, Rate, Parallelität, Zeitfenster, Ressourcenverbrauch und Schutzsysteme.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Scanprofil und Laststeuerung“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Prüftiefe, Authentifizierung, Rate, Parallelität, Zeitfenster, Ressourcenverbrauch und Schutzsysteme strukturiert modellieren.
- Ein risikoangepasstes Profil für mehrere Asset-Klassen konfigurieren und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
- Stabilität, Abdeckung und erwartete Laufzeit mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen technischen Ausführungsplan dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
4. Überwachung und Abbruch
Schwerpunkt: Status, Fehler, Lastsignale, Logquellen, Ansprechpartner, Schwellenwerte, Pause, Abbruch und Wiederanlauf.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Überwachung und Abbruch“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Status, Fehler, Lastsignale, Logquellen, Ansprechpartner, Schwellenwerte, Pause, Abbruch und Wiederanlauf strukturiert modellieren.
- Einen überwachten Probelauf mit simuliertem Störsignal durchführen und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
- Schnelle Erkennung und kontrollierter Abbruch mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis ein getestetes Überwachungs- und Abbruchverfahren dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
5. Nachbereitung und Qualitätsfreigabe
Schwerpunkt: Fehlerläufe, fehlende Ziele, Evidenz, Datenqualität, Kommunikation, Retest und Scope-Änderungen.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Nachbereitung und Qualitätsfreigabe“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Fehlerläufe, fehlende Ziele, Evidenz, Datenqualität, Kommunikation, Retest und Scope-Änderungen strukturiert modellieren.
- Einen Lauf fachlich und technisch nachbereiten und jeden Konfigurations- beziehungsweise Prozessschritt protokollieren.
- Vollständige Ergebnisse und dokumentierte Restlücken mit definierten Positiv-, Negativ- und Fehlerfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen freigegebenen Scanabschluss dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
Praxis und Übungen
- Aus einer unvollständigen Anfrage eine formale Scan-Charta entwickeln.
- Ziele, Nicht-Ziele und Drittparteien in einer versionierten Scope-Liste abgrenzen.
- Scanprofile für Standard-, Hochlast- und empfindliche Systeme vergleichen.
- Einen überwachten Probelauf mit Abbruch, Wiederanlauf und Qualitätsfreigabe simulieren.
Arbeitsweise
Fachliche Einordnung, Demonstrationen und angeleitete Laborphasen wechseln sich ab. Jede Übung folgt dem Schema Vorbereitung, kontrollierte Durchführung, technische Prüfung, Dokumentation und betriebliche Standardisierung. Produktive Ziele werden nur innerhalb eines schriftlich freigegebenen Scopes und mit abgestimmten Schutzmaßnahmen geprüft.
Vorkenntnisse und Zielgruppe
Zielgruppe: Vulnerability Management, Security Engineering, Netzwerk- und Systembetrieb, Application Security, Cloud Security, Change Management und technische Service Owner.
Vorkenntnisse: Grundkenntnisse zu IT-Assets, Scanarten, Netzwerk- und Webbetrieb, Change-Prozessen und betrieblichen Schutzanforderungen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Vulnerability Management, Security Engineering, Netzwerk- und Systembetrieb, Application Security, Cloud Security, Change Management und technische Service Owner. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu IT-Assets, Scanarten, Netzwerk- und Webbetrieb, Change-Prozessen und betrieblichen Schutzanforderungen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, angeleitete Laborphasen, Fallanalysen und technische Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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