Seminar / Training
Wiederkehrende Modellpflege, Qualitätsprüfungen und organisationsspezifische Funktionen lassen sich mit Python systematisieren. Der Kurs führt vom sicheren Lesen eines Modells über kontrollierte Änderungen bis zu einer installierbaren Erweiterung. Besonderes Gewicht liegt auf Datenintegrität, klarer Trennung von Fachlogik und Benutzeroberfläche, reproduzierbaren Tests und wartbarer Paketstruktur.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Fachliche Schwerpunkte
- Praxisprojekt
- Qualitätskriterien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielsetzung
- Modellelemente über die Python-Schnittstellen sicher laden, abfragen und verändern.
- Analysen und Qualitätsprüfungen als reproduzierbare Skripte oder Jupyter-Arbeitsabläufe umsetzen.
- Dienste, Ereignisse und Erweiterungspunkte für robuste Plugins nutzen.
- Erweiterungen paketieren, testen, dokumentieren und versionsverträglich pflegen.
Fachliche Schwerpunkte
1. Entwicklungsumgebung und Erweiterungsarchitektur vorbereiten
Eine reproduzierbare Umgebung verhindert schwer nachvollziehbare Unterschiede zwischen Entwicklung, Test und Betrieb.
- Python-Umgebung, Projektstruktur und Abhängigkeiten getrennt vom produktiven Modell einrichten.
- Kernanwendung, Modellschicht, Dienste, Ereignisse und Benutzeroberfläche als Verantwortungsbereiche einordnen.
- Ein minimales Erweiterungsprojekt mit klaren Einstiegspunkten und Protokollierung anlegen.
- Testmodelle und Sicherheitskopien für kontrollierte Experimente vorbereiten.
2. Modelle lesen, abfragen und auswerten
Der erste Automatisierungsschritt bleibt bewusst lesend, damit Struktur und Identitäten der Modellelemente verstanden werden.
- Ein Modell laden und den Elementbestand nach Typ, Name und Beziehungen untersuchen.
- Abfragen für fehlende Namen, unverbundene Elemente und unerlaubte Abhängigkeiten formulieren.
- Ergebnisse in strukturierte Prüfberichte überführen und nach Schweregrad gruppieren.
- Abfragen auf Laufzeit, Vollständigkeit und Fehlertoleranz prüfen.
3. Kontrollierte Modelländerungen automatisieren
Schreibende Skripte werden transaktional, nachvollziehbar und auf klar abgegrenzte Änderungen ausgerichtet.
- Neue Modellelemente mit eindeutiger fachlicher Zuordnung erzeugen.
- Eigenschaften und Beziehungen nur nach Vorbedingungen und Plausibilitätsprüfung ändern.
- Massenänderungen mit Vorschau, Protokoll und Abbruchmöglichkeit strukturieren.
- Speichern, erneutes Laden und fachliche Vergleichsprüfung in den Ablauf integrieren.
4. Jupyter-gestützte Analyse und Modellberichte entwickeln
Interaktive Analysen verbinden Exploration, dokumentierte Auswertung und wiederholbare Qualitätskontrolle.
- Modellabfragen in nachvollziehbare Notebook-Zellen mit klaren Eingaben und Ausgaben zerlegen.
- Kennzahlen zu Elementtypen, Abhängigkeiten, Namenskonventionen und Traceability berechnen.
- Auffälligkeiten mit prüfbaren Listen statt ausschließlich grafischer Ausgaben dokumentieren.
- Notebook-Abläufe für wiederholte Prüfungen parametrisieren und gegen Testmodelle absichern.
5. Dienste und Ereignisse für Erweiterungen nutzen
Erweiterungen reagieren auf definierte Anwendungsvorgänge, ohne Kernfunktionen unnötig zu koppeln.
- Benötigte Dienste identifizieren und über stabile Schnittstellen beziehen.
- Ereignisse abonnieren und Handler mit geringer Seiteneffektwirkung entwerfen.
- Fehlerbehandlung, Protokollierung und Rückmeldung für fehlgeschlagene Aktionen standardisieren.
- Lebenszyklus, Registrierung und sauberes Entfernen von Erweiterungskomponenten prüfen.
6. Benutzerfunktionen und Befehle integrieren
Automatisierungen werden als verständliche, kontrollierte Aktionen in den Arbeitsablauf eingebunden.
- Einen fachlich benannten Befehl mit Eingabeprüfung und eindeutiger Wirkung definieren.
- Lange Verarbeitungsschritte von der direkten Benutzerschnittstelle entkoppeln.
- Status-, Warn- und Fehlermeldungen für unterschiedliche Ausführungssituationen gestalten.
- Berechtigungs- und Missbrauchsrisiken bei schreibenden Funktionen bewerten.
7. Plugin paketieren und verteilen
Aus dem Prototyp entsteht ein reproduzierbar installierbares Paket mit klarer Versionsstrategie.
- Paketmetadaten, Abhängigkeiten und Einstiegspunkte vollständig definieren.
- Konfiguration und organisationsspezifische Regeln von Programmcode trennen.
- Installations-, Aktualisierungs- und Rückfallverfahren dokumentieren.
- Kompatibilitätsgrenzen und unterstützte Anwendungsstände explizit kennzeichnen.
8. Tests, Wartung und Sicherheitskontrollen etablieren
Automatisierung wird erst produktionsreif, wenn Fehlerfälle und Modellschäden systematisch verhindert werden.
- Einheitstests für Abfragen, Regeln und Transformationen erstellen.
- Integrationstests mit kleinen, gezielt konstruierten Modellen durchführen.
- Fehlerhafte Eingaben, unvollständige Modelle und Versionsabweichungen simulieren.
- Freigabekriterien, Änderungsprotokoll und regelmäßige Wartungsprüfung festlegen.
Praxisprojekt
Als durchgängiges Entwicklungsprojekt entsteht eine Erweiterung zur Modellqualitätsprüfung. Die Erweiterung analysiert Namensregeln, unverbundene Elemente und unerwünschte Abhängigkeiten, erzeugt einen strukturierten Bericht und bietet eine kontrollierte Korrektur ausgewählter Befunde. Ein ergänzendes Notebook wertet Kennzahlen aus. Tests, Paketierung und eine Wartungscheckliste schließen das Projekt ab.
Qualitätskriterien
- Schreibende Funktionen verändern nur eindeutig identifizierte Elemente und prüfen Vorbedingungen.
- Automatisierungen sind reproduzierbar, protokolliert und an Testmodellen abgesichert.
- Fachregeln, Modellzugriff, Benutzerinteraktion und Konfiguration bleiben getrennte Verantwortungsbereiche.
- Plugins besitzen definierte Kompatibilitätsgrenzen, Fehlerbehandlung und ein Rückfallverfahren.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Python-Entwicklung, Tooling, Modellierungsplattformen, Architekturautomatisierung, Qualitätssicherung und technische Administration.
Voraussetzungen: Sichere Python-Kenntnisse, Grundverständnis objektorientierter Modellierung und praktische Erfahrung mit Gaphor. Kenntnisse zu Paketierung und automatisierten Tests sind hilfreich.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Python-Entwicklung, Tooling, Modellierungsplattformen, Architekturautomatisierung, Qualitätssicherung und technische Administration. |
| Voraussetzungen: | Sichere Python-Kenntnisse, Grundverständnis objektorientierter Modellierung und praktische Erfahrung mit Gaphor. Kenntnisse zu Paketierung und automatisierten Tests sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Modellierung, praktische Übungen am System, strukturierte Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
