Seminar FoundationDB – Backup, Restore und Disaster Recovery

Seminar / Training

Das Einzelseminar vermittelt RPO und RTO, Backup-Architektur, kontinuierliche Sicherung, Point-in-Time-Restore, DR-Replikation, Umschaltung und Recovery-Tests. Die Themen werden von der fachlichen Einordnung über die Konfiguration beziehungsweise Implementierung bis zur kontrollierten Prüfung in einer zusammenhängenden Laborumgebung bearbeitet.

Jeder Themenblock enthält eine eigene Inhaltsübersicht, konkrete Arbeitsschritte und Prüfpunkte. Konfigurationen, Datenmodelle und Betriebsentscheidungen werden so dokumentiert, dass sie in Projekt- und Betriebsstandards übernommen werden können.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Schutzziele, RPO und RTO
  2. 2. Backup-Architektur und Zielsysteme
  3. 3. Backup Agents und Anmeldeinformationen
  4. 4. Kontinuierliches Backup und Restorability
  5. 5. Point-in-Time-Restore und Datenvalidierung
  6. 6. DR-Replikation zwischen Clustern
  7. 7. Umschaltung, Rückschaltung und Split-Brain-Vermeidung
  8. 8. Recovery-Tests und Auditnachweise

1. Schutzziele, RPO und RTO

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 1.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 1.2 Fachthemen
  3. 1.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 1.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Backups und Replikation werden von konkreten Schutzzielen abgeleitet. Unterschiedliche Szenarien wie Bedienfehler, Clusterverlust und Regionsausfall benötigen getrennte Verfahren.

Fachthemen

  • Datenverlusttoleranz
  • Wiederanlaufzeit
  • Szenarien und Verantwortlichkeiten

Schritt-für-Schritt-Übung: eine Recovery-Matrix aufbauen

  1. Schritt 1: Kritische Datenbereiche und abhängige Anwendungen erfassen.
  2. Schritt 2: RPO und RTO je Schadensszenario festlegen.
  3. Schritt 3: Backup, Point-in-Time-Restore und DR-Replikation den Szenarien zuordnen.
  4. Schritt 4: Entscheidungs- und Freigabeverantwortlichkeiten definieren.
  5. Schritt 5: Messverfahren für Restorable Point, Restore-Dauer und Datenvalidierung festlegen.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Datenverlusttoleranz und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von Wiederanlaufzeit ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

2. Backup-Architektur und Zielsysteme

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 2.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 2.2 Fachthemen
  3. 2.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 2.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Das Backup besteht aus verteilten Agenten, Snapshots und Änderungsprotokollen. Zielsystem, Netzwerk, Berechtigungen und Aufbewahrung werden als zusammenhängende Architektur betrachtet.

Fachthemen

  • Backup Agents
  • Snapshots und Mutation Logs
  • Datei-, Blob- und Datenbankziele

Schritt-für-Schritt-Übung: eine Backup-Architektur entwerfen

  1. Schritt 1: Zu sichernde Cluster, Schlüsselbereiche und Datenvolumen bestimmen.
  2. Schritt 2: Ein geeignetes Zielsystem mit Kapazität, Durchsatz und Zugriffsschutz auswählen.
  3. Schritt 3: Anzahl und Platzierung der Backup Agents planen.
  4. Schritt 4: Snapshot-Intervall, Aufbewahrung und Ablaufregeln definieren.
  5. Schritt 5: Fehlerpfade für Zielausfall, Agentenausfall und unterbrochene Übertragung dokumentieren.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Backup Agents und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von Snapshots und Mutation Logs ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

3. Backup Agents und Anmeldeinformationen

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 3.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 3.2 Fachthemen
  3. 3.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 3.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Backup Agents benötigen konsistente Konfiguration und sicheren Zugriff auf das Ziel. Fehlende Erreichbarkeit eines Teilbestands darf nicht unbemerkt zu einem scheinbar erfolgreichen Schutz führen.

Fachthemen

  • Agentenplatzierung
  • Zielkonfiguration
  • TLS, Credentials und Protokollierung

Schritt-für-Schritt-Übung: Backup Agents kontrolliert bereitstellen

  1. Schritt 1: Agentenhosts und deren Netzwerkpfad zum Cluster und Ziel prüfen.
  2. Schritt 2: Zielparameter und Credentials außerhalb sichtbarer Konfigurationsausgaben bereitstellen.
  3. Schritt 3: TLS- und Zertifikatsprüfung für alle beteiligten Verbindungen konfigurieren.
  4. Schritt 4: Agenten starten und eindeutige Loggruppen beziehungsweise Tags vergeben.
  5. Schritt 5: Erreichbarkeit, Schreibtest und Fehleralarm für jeden Agenten validieren.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Agentenplatzierung und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von Zielkonfiguration ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

4. Kontinuierliches Backup und Restorability

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 4.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 4.2 Fachthemen
  3. 4.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 4.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Ein laufender Backup-Prozess ist erst dann wirksam, wenn ein restorable point nachweisbar ist. Status, Alter und Vollständigkeit werden daher als messbare Schutzkennzahlen betrieben.

Fachthemen

  • Start und Status
  • Snapshot- und Logfortschritt
  • Tags, Aufbewahrung und Bereinigung

Schritt-für-Schritt-Übung: ein kontinuierliches Backup verifizieren

  1. Schritt 1: Backup mit eindeutigem Tag und definiertem Ziel starten.
  2. Schritt 2: Status bis zum ersten abgeschlossenen Snapshot beobachten.
  3. Schritt 3: Den neuesten wiederherstellbaren Zeitpunkt und dessen Alter erfassen.
  4. Schritt 4: Aufbewahrungs- und Ablaufregeln kontrolliert anwenden.
  5. Schritt 5: Alarmgrenzen für Stillstand, Rückstand und Zielkapazität definieren.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Start und Status und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von Snapshot- und Logfortschritt ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

5. Point-in-Time-Restore und Datenvalidierung

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 5.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 5.2 Fachthemen
  3. 5.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 5.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Restore-Verfahren werden vollständig bis zur fachlichen Validierung geübt. Ein erfolgreicher Toolstatus allein genügt nicht; Anwendungen, Schlüsselbereiche und Referenzwerte müssen konsistent sein.

Fachthemen

  • Restore-Ziel und Zeitpunkt
  • Leerer Zielcluster und Schlüsselbereiche
  • Fachliche Nachprüfung

Schritt-für-Schritt-Übung: eine Wiederherstellung durchführen

  1. Schritt 1: Restore-Ziel, Zeitpunkt und Umfang anhand des Schadensszenarios festlegen.
  2. Schritt 2: Einen geeigneten leeren oder freigegebenen Zielcluster vorbereiten.
  3. Schritt 3: Backup beschreiben und den gewählten Zeitpunkt auf Restorability prüfen.
  4. Schritt 4: Restore starten, Fortschritt überwachen und Abschlussstatus sichern.
  5. Schritt 5: Schlüsselbereiche, Referenztransaktionen und Anwendungszugriffe validieren.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Restore-Ziel und Zeitpunkt und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von leerer Zielcluster und Schlüsselbereiche ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

6. DR-Replikation zwischen Clustern

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 6.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 6.2 Fachthemen
  3. 6.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 6.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

DR-Replikation hält einen zweiten Cluster mit zeitlichem Rückstand bereit. Der Zielcluster wird als Schutzsystem mit klaren Nutzungs- und Umschaltregeln betrieben.

Fachthemen

  • Quell- und Zielcluster
  • Differential Mode und Replikationsrückstand
  • Sperr- und Nutzungsregeln

Schritt-für-Schritt-Übung: eine DR-Strecke aufbauen

  1. Schritt 1: Unabhängige Quell- und Zielcluster mit ausreichender Kapazität bereitstellen.
  2. Schritt 2: Netzwerk, Authentisierung und Replikationsagenten prüfen.
  3. Schritt 3: DR-Job mit eindeutigem Tag starten und Statusphasen beobachten.
  4. Schritt 4: Differential Mode und Replikationsrückstand als Betriebskennzahlen erfassen.
  5. Schritt 5: Schutz vor versehentlicher Nutzung oder Änderung des Zielclusters verifizieren.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Quell- und Zielcluster und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von Differential Mode und Replikationsrückstand ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

7. Umschaltung, Rückschaltung und Split-Brain-Vermeidung

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 7.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 7.2 Fachthemen
  3. 7.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 7.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Eine Umschaltung ist ein organisatorisch und technisch kontrollierter Vorgang. Schreibzugriffe müssen eindeutig auf genau einen aktiven Cluster gelenkt und die spätere Rückkehr vorbereitet werden.

Fachthemen

  • Entscheidungsfreigabe
  • Applikationsumschaltung
  • Neue Replikationsrichtung

Schritt-für-Schritt-Übung: einen DR-Failover proben

  1. Schritt 1: Auslösekriterien, letzte bekannte Replikationsposition und akzeptierten Datenverlust bestätigen.
  2. Schritt 2: Schreibzugriffe auf den bisherigen Primärcluster stoppen oder sicher sperren.
  3. Schritt 3: DR-Richtung kontrolliert umschalten und Zielcluster freigeben.
  4. Schritt 4: Anwendungsendpunkte, Funktionsprüfungen und Datenstand verifizieren.
  5. Schritt 5: Rückschaltung als neue Replikation mit vollständiger Freigabe planen.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Entscheidungsfreigabe und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von Applikationsumschaltung ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

8. Recovery-Tests und Auditnachweise

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. 8.1 Einordnung und Zielsetzung
  2. 8.2 Fachthemen
  3. 8.3 Schritt-für-Schritt-Übung
  4. 8.4 Prüfpunkte

Einordnung und Zielsetzung

Regelmäßige Restore- und DR-Tests machen Schutzversprechen messbar. Der Test umfasst Zeitmessung, Datenvergleich, Anwendungsstart und dokumentierte Abweichungsbehandlung.

Fachthemen

  • Testkalender
  • Technische und fachliche Prüffälle
  • Abweichungen und Verbesserungen

Schritt-für-Schritt-Übung: einen vollständigen Recovery-Test organisieren

  1. Schritt 1: Szenario, Umfang, Zielzeiten und Abbruchkriterien festlegen.
  2. Schritt 2: Testumgebung und unveränderliche Referenzdaten vorbereiten.
  3. Schritt 3: Wiederherstellung oder Umschaltung nach Runbook durchführen.
  4. Schritt 4: RPO, RTO, Datenintegrität und Anwendungsfähigkeit messen.
  5. Schritt 5: Abweichungen priorisieren, Maßnahmen zuweisen und einen Nachtest terminieren.

Prüfpunkte

  • Die Umsetzung berücksichtigt Testkalender und ist reproduzierbar dokumentiert.
  • Das Verhalten von technische und fachliche Prüffälle ist mit einem positiven und einem negativen Testfall geprüft.
  • Abbruch-, Rückfall- und Eskalationskriterien sind eindeutig benannt.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Datenbankbetrieb, SRE, Notfallmanagement, Infrastrukturteams, Informationssicherheit und technische Revision
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der FoundationDB-Administration, von Linux-Diensten, Speicherzielen und betrieblichen Notfallprozessen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Übungen und Praxisaufgaben am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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