Seminar Danube Tech Produktlabor – Universal Resolver und Registrar

Das fokussierte Labor behandelt die universelle Auflösung und Registrierung dezentraler Identifikatoren mit den Danube-Tech-Bausteinen. Der Schwerpunkt liegt auf einem reproduzierbaren Resolver-/Registrar-Dienst, methodenunabhängigen APIs und belastbarer Fehlerbehandlung.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Laborumgebung
  • Seminarinhalte
  • Praxisaufgaben
  • Laborartefakte
  • Betrieb und Qualitätssicherung
  • Praxisnutzen

Zielsetzung

Ziel ist ein lauffähiger Laborservice, der mehrere DID-Methoden auflöst und mindestens eine Methode für Create-, Update- und Deactivate-Operationen unterstützt. Zusätzlich entstehen ein Integrationsadapter, automatisierte Tests sowie eine Betriebs- und Sicherheitscheckliste.

Zielgruppe

Softwarearchitektur, Entwicklung, Plattformbetrieb, IAM, PKI, Informationssicherheit, technische Produktverantwortung sowie Projektleitungen für digitale Identitäten, Wallets und verifizierbare Nachweise.

Voraussetzungen

Sichere Kenntnisse zu HTTP, REST, JSON, OAuth 2.0, OpenID Connect und Public-Key-Kryptografie. Grundverständnis von DIDs, Verifiable Credentials und containerisierten Anwendungen wird vorausgesetzt.

Laborumgebung

  1. Isolierte Laborinstanz für Universal Resolver und Universal Registrar mit getrennten Rollen für Aussteller, Wallet beziehungsweise Holder und Prüfstelle.
  2. Arbeitsplatz mit aktuellem Browser, Kommandozeile, Git, Container-Laufzeit und Werkzeugen für HTTP-, JSON- und Token-Analyse.
  3. Lokale Test-PKI beziehungsweise verwaltete Schlüsselablage, Testidentitäten sowie synthetische Credential-Daten ohne Produktivdaten.
  4. Protokollierungs- und Testumgebung für erfolgreiche Abläufe, Fehlerszenarien, Wiederholungen und Audit-Nachweise.
  5. Mindestens zwei DID-Methodentreiber für die Auflösung und ein schreibfähiger Registrar-Treiber mit Testzugang.

Seminarinhalte

Modul 1: DID-Methoden, Auflösung und Registrierung

DID-Methoden werden nach Identifikatorstruktur, Auflösungsmodell, Schreibvorgängen, Schlüsselverwaltung und Vertrauensannahmen verglichen. Die Konfiguration wird als reproduzierbare Laborstrecke aufgebaut, dokumentiert und mit Positiv- sowie Negativtests geprüft.

  1. Schritt 1: DID-Syntax und Methodenspezifikation an mehreren Testbeispielen zerlegen.
  2. Schritt 2: Lese- und Schreiboperationen sowie dafür benötigte Berechtigungen getrennt erfassen.
  3. Schritt 3: DID-Dokument, Verification Methods, Services und Metadaten in einer Prüfliste abbilden.
  4. Schritt 4: Geeignete Methode für ein Wallet-, Organisations- und Geräteszenario auswählen.
  5. Schritt 5: Nicht geeignete Methoden mit technischen und betrieblichen Gründen ausschließen.

Kontrollpunkt: Die Auswahl einer DID-Methode ist durch Auflösbarkeit, Schreibmodell, Betrieb und Exit-Möglichkeit begründet.

Modul 2: Universal Resolver installieren

Der Universal Resolver wird lokal aufgebaut und mit ausgewählten DID-Methodentreibern als reproduzierbarer Auflösungsdienst betrieben. Die Konfiguration wird als reproduzierbare Laborstrecke aufgebaut, dokumentiert und mit Positiv- sowie Negativtests geprüft.

  1. Schritt 1: Container-Laufzeit, Netzwerk, Ports und persistente Konfiguration vorbereiten.
  2. Schritt 2: Resolver-Komponenten und mindestens zwei Methodentreiber starten.
  3. Schritt 3: Health-Checks, Treibererkennung und Basisauflösung ausführen.
  4. Schritt 4: Antwortstruktur aus DID-Dokument, Resolution Metadata und Document Metadata analysieren.
  5. Schritt 5: Baseline-Konfiguration und Startreihenfolge dokumentieren.

Kontrollpunkt: Mehrere DIDs werden über denselben Endpunkt reproduzierbar aufgelöst.

Modul 3: Treiber, Normalisierung und Fehlerbilder

Unterschiedliche DID-Methodentreiber werden auf konsistente Antwortbehandlung, Zeitverhalten und erklärbare Fehler geprüft. Die Konfiguration wird als reproduzierbare Laborstrecke aufgebaut, dokumentiert und mit Positiv- sowie Negativtests geprüft.

  1. Schritt 1: Gültige DIDs verschiedener Methoden in einer automatisierten Testsammlung erfassen.
  2. Schritt 2: Nicht vorhandene, syntaktisch falsche und deaktivierte DIDs abfragen.
  3. Schritt 3: Treiberantworten auf gemeinsame Felder und methodenspezifische Erweiterungen normalisieren.
  4. Schritt 4: Zeitüberschreitung, nicht erreichbares Register und fehlerhaften Treiber simulieren.
  5. Schritt 5: Cache- und Fallback-Regeln mit maximalem Alter festlegen.

Kontrollpunkt: Fehler werden methodenübergreifend eindeutig klassifiziert und nicht als leeres DID-Dokument behandelt.

Modul 4: Universal Registrar aufbauen

Der Universal Registrar wird als einheitliche API für Create-, Update- und Deactivate-Operationen eingerichtet. Die Konfiguration wird als reproduzierbare Laborstrecke aufgebaut, dokumentiert und mit Positiv- sowie Negativtests geprüft.

  1. Schritt 1: Registrar-Dienste und einen geeigneten Methodentreiber konfigurieren.
  2. Schritt 2: Schlüsselmaterial und methodenspezifische Schreibberechtigungen getrennt bereitstellen.
  3. Schritt 3: DID erzeugen und die erzeugten Artefakte sicher erfassen.
  4. Schritt 4: Service-Endpunkt beziehungsweise Schlüssel aktualisieren und anschließend auflösen.
  5. Schritt 5: DID deaktivieren und das erwartete Auflösungs- sowie Metadatenverhalten prüfen.

Kontrollpunkt: Create, Update und Deactivate sind mit dokumentierten Eingaben, Ausgaben und Schlüsselzuständen nachvollziehbar.

Modul 5: Einheitliche API und Anwendungsintegration

Resolver und Registrar werden über eine neutrale Anwendungsschicht in einen simulierten Issuer- beziehungsweise Verifier-Dienst eingebunden. Die Konfiguration wird als reproduzierbare Laborstrecke aufgebaut, dokumentiert und mit Positiv- sowie Negativtests geprüft.

  1. Schritt 1: Interne Schnittstelle für resolve, create, update und deactivate definieren.
  2. Schritt 2: Methodenspezifische Parameter von der fachlichen Anwendung entkoppeln.
  3. Schritt 3: DID-Dokumente mit Cache, Zeitstempel und Herkunft an den Verifier übergeben.
  4. Schritt 4: Schreiboperationen mit Freigabe, Idempotenz und Korrelationskennung absichern.
  5. Schritt 5: Wechsel einer DID-Methode ohne Änderung der fachlichen Anwendung demonstrieren.

Kontrollpunkt: Die Fachanwendung enthält keine hart codierte Logik für eine einzelne DID-Methode.

Modul 6: Sicherheit, Betrieb und Abschlussprüfung

Der Resolver-/Registrar-Dienst wird als sicherheitskritische Infrastruktur mit klaren Betriebsgrenzen bewertet. Die Konfiguration wird als reproduzierbare Laborstrecke aufgebaut, dokumentiert und mit Positiv- sowie Negativtests geprüft.

  1. Schritt 1: Bedrohungen durch manipulierte Antworten, Treiber, Schlüsselverlust und Registerausfall modellieren.
  2. Schritt 2: TLS, Netzwerksegmentierung, Secret-Verwaltung und minimale Rechte konfigurieren.
  3. Schritt 3: Protokollierung ohne dauerhafte Speicherung vollständiger personenbezogener DID-Dokumente festlegen.
  4. Schritt 4: Backup, Wiederherstellung, Treiberupdate und Rollback testen.
  5. Schritt 5: Abschlussprüfung mit Auflösung, Registrierung, Änderung, Deaktivierung und Fehlerfall ausführen.

Kontrollpunkt: Betriebs- und Sicherheitsanforderungen sind als prüfbare Checkliste dokumentiert.

Praxisaufgaben

  1. Zwei DID-Methoden anhand technischer und betrieblicher Kriterien vergleichen.
  2. Universal Resolver mit mehreren Treibern installieren und automatisiert testen.
  3. Create-, Update- und Deactivate-Vorgang über den Universal Registrar durchführen.
  4. Manipulierte, unbekannte, deaktivierte und nicht erreichbare DIDs prüfen.
  5. Resolver und Registrar über eine methodenneutrale Anwendungsschnittstelle anbinden.

Laborartefakte

  • Methodenvergleich und begründete Auswahlentscheidung.
  • Reproduzierbare Resolver-/Registrar-Konfiguration.
  • Automatisierte Auflösungs- und Registrierungs-Testfälle.
  • Methodenneutraler Integrationsadapter.
  • Betriebs- und Sicherheitscheckliste für Treiber, Schlüssel, Cache und Wiederanlauf.

Betrieb und Qualitätssicherung

Die technische Umsetzung wird nicht auf den erfolgreichen Demonstrationsfall beschränkt. Fehlerbilder, Datenschutz, Schlüsselverwaltung, Protokollierung, Wiederanlauf und nachvollziehbare Abnahmekriterien werden in die Laborarbeit einbezogen.

  • Schutzbedarfsanalyse und Datenminimierung für die mit Universal Resolver und Universal Registrar verarbeiteten Claims.
  • Trennung von Entwicklungs-, Test- und Produktionskonfiguration einschließlich Geheimnissen und Schlüsseln.
  • Nachvollziehbare Prüfung von Signaturen, Statusinformationen, Vertrauensankern und Protokollparametern.
  • Messbare Abnahmekriterien für Interoperabilität, Fehlertoleranz, Antwortzeiten und Protokollierung.
  • Betriebshandbuch für Sicherung, Wiederherstellung, Schlüsselwechsel, Aktualisierung und Störungsbearbeitung.

Praxisnutzen

Das eintägige Labor konzentriert sich bewusst auf Resolver und Registrar. Damit entsteht in kurzer Zeit eine belastbare Grundlage für DID-fähige Issuer-, Wallet- und Verifier-Systeme, ohne die methodenspezifische Komplexität in jedes Fachsystem zu verlagern.

Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 1 Tag ca. 6 h, Beginn: 10:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Softwarearchitektur, Entwicklung, Plattformbetrieb, IAM, PKI, Informationssicherheit, technische Produktverantwortung sowie Projektleitungen für digitale Identitäten, Wallets und verifizierbare Nachweise.
Voraussetzungen: Sichere Kenntnisse zu HTTP, REST, JSON, OAuth 2.0, OpenID Connect und Public-Key-Kryptografie. Grundverständnis von DIDs, Verifiable Credentials und containerisierten Anwendungen wird vorausgesetzt.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Laborübungen, Einzel- und Gruppenaufgaben, technische Reviews
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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