Redundanz mit messbarem Failover statt nur zusätzlichen Knoten
Das Seminar entwickelt eine hochverfügbare Plattformarchitektur für Portal, Datenhaltung, Identitätskopplung und mehrere VPN-Knoten einschließlich Lastverteilung und Ausfalltests.
Die Inhalte werden anhand einer konsistenten Laborumgebung schrittweise aufgebaut. Jede Änderung wird vor der nächsten Ausbaustufe geprüft, dokumentiert und in den betrieblichen Gesamtzusammenhang eingeordnet.
Inhaltsübersicht
- Architektur und Verbindungsablauf modellieren
- Anforderungen, Kapazität und Einführung planen
- Hochverfügbarkeit und Multi-Node-Betrieb aufbauen
- Routing, DNS und Firewall konsistent umsetzen
- Monitoring, Logging und Fehleranalyse etablieren
- Backups, Updates und Upgrades absichern
- TLS, Zertifikate und Systemhärtung umsetzen
Zielgruppe
- Plattformarchitektur
- Linux- und Netzwerkbetrieb
- SRE
- Notfallmanagement
Voraussetzungen
- Erfahrung mit produktivem Linux- und Netzwerkbetrieb
- Kenntnisse der eduVPN-Serverarchitektur
- Labor mit mehreren Knoten
Seminarinhalte
Kapitel 1: Architektur und Verbindungsablauf modellieren
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Portal; Authentisierung; Autorisierung; VPN-Knoten; Clientfluss; Zustandsdaten.
- Schritt 1: Der vollständige Verbindungsablauf wird vom Start im Client bis zur aktiven VPN-Sitzung in Einzelschritte zerlegt.
- Schritt 2: Authentisierung, Berechtigungsentscheidung, Profilauswahl und Tunnelerzeugung werden als getrennte Kontrollpunkte modelliert.
- Schritt 3: Die Kommunikationsbeziehungen zwischen Portal, Identitätsquelle, API, VPN-Knoten und Zielnetzen werden in einer Port- und Flussmatrix erfasst.
- Schritt 4: Zustandsbehaftete und zustandsarme Komponenten werden identifiziert, damit Skalierung und Wiederanlauf planbar bleiben.
- Schritt 5: Die Architektur wird durch Positiv-, Negativ- und Ausfallszenarien gegen die fachlichen Anforderungen geprüft.
Kapitel 2: Anforderungen, Kapazität und Einführung planen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Nutzergruppen; Standorte; Bandbreite; Adressräume; Serviceziele; Abnahme.
- Schritt 1: Nutzerzahlen, gleichzeitige Sitzungen, Endgeräte, Standorte und Schutzbedarfe werden in einem Anforderungskatalog zusammengeführt.
- Schritt 2: Adressräume, Namensauflösung, Zielnetze, Internetzugang und Split-Tunnel-Vorgaben werden auf Überschneidungen geprüft.
- Schritt 3: Kapazitätsannahmen für Portal, Authentisierung, VPN-Knoten, Netzwerk und Protokollierung werden mit Reserven versehen.
- Schritt 4: Pilot, gestufter Rollout, Supportbereitschaft und Rückfalloptionen werden in eine umsetzbare Einführungsfolge überführt.
- Schritt 5: Abnahmekriterien für Funktion, Sicherheit, Leistung, Wiederherstellung und Endanwendererlebnis werden vor der Umsetzung festgeschrieben.
Kapitel 3: Hochverfügbarkeit und Multi-Node-Betrieb aufbauen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Portalredundanz; VPN-Knoten; Lastverteilung; Zustand; Failover; Kapazität.
- Schritt 1: Ausfallziele, Wiederanlaufzeiten und tolerierbarer Datenverlust werden je Plattformkomponente festgelegt.
- Schritt 2: Portal, Identitätskopplung, Datenhaltung und VPN-Knoten werden nach ihren Zustands- und Redundanzanforderungen getrennt geplant.
- Schritt 3: Lastverteilung, Health Checks, Sitzungsbezug und Knotenaufnahme werden mit eindeutigen Betriebszuständen definiert.
- Schritt 4: Kapazität wird nicht nur nach Durchschnitt, sondern nach Spitzenlast, Knotenverlust, Wartung und Wachstum dimensioniert.
- Schritt 5: Failover, Wiederaufnahme, Wartungsbetrieb, Knotenverlust und Rückkehr werden mit messbaren Kriterien praktisch getestet.
Kapitel 4: Routing, DNS und Firewall konsistent umsetzen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Adressplan; Rückrouten; NAT; DNS-Server; Firewallregeln; MTU.
- Schritt 1: Alle Clientpools, Zielnetze, Überschneidungen und Rückwege werden vor der Konfiguration in einem verbindlichen Adressplan festgehalten.
- Schritt 2: Für jedes Profil wird entschieden, ob geroutet, übersetzt oder über einen definierten Internetausgang geführt wird.
- Schritt 3: DNS-Server, Suchdomänen und interne Namensräume werden so zugewiesen, dass keine unbeabsichtigten Informationsabflüsse entstehen.
- Schritt 4: Firewallregeln werden aus Kommunikationsbeziehungen abgeleitet und anschließend von einer breiten Laborfreigabe auf minimale Regeln reduziert.
- Schritt 5: Erreichbarkeit, Rückweg, Namensauflösung, Fragmentierung und MTU werden mit reproduzierbaren Tests je Protokoll und Clientplattform geprüft.
Kapitel 5: Monitoring, Logging und Fehleranalyse etablieren
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dienststatus; Metriken; Protokolle; Alarmierung; Korrelation; Runbooks.
- Schritt 1: Portal, Authentisierung, VPN-Knoten, Netzwerkpfade und externe Abhängigkeiten erhalten jeweils messbare Zustandskriterien.
- Schritt 2: Metriken für Erreichbarkeit, Sitzungen, Fehlerquoten, Latenz, Kapazität und Ressourcen werden mit sinnvollen Schwellen versehen.
- Schritt 3: Protokolle werden nach technischer Diagnose, Sicherheitsnachweis und Datenschutzbedarf getrennt aufbewahrt und zugänglich gemacht.
- Schritt 4: Alarmierungen werden priorisiert, entdoppelt und mit einer klaren Erstmaßnahme sowie einem Verantwortungsbereich verbunden.
- Schritt 5: Typische Störungen werden über Zeitbezug, Profil, Protokoll, Nutzerkontext und Netzwerkpfad reproduzierbar eingegrenzt.
Kapitel 6: Backups, Updates und Upgrades absichern
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dateninventar; Sicherung; Wiederherstellung; Updatefenster; Upgradepfad; Rollback.
- Schritt 1: Konfiguration, Schlüssel, Datenbanken, Portalzustand, Systemanpassungen und externe Abhängigkeiten werden als Sicherungsumfang inventarisiert.
- Schritt 2: Sicherungen werden verschlüsselt, versioniert, außerhalb des Systems aufbewahrt und mit klarer Aufbewahrungsdauer versehen.
- Schritt 3: Eine Wiederherstellung wird regelmäßig auf einer getrennten Umgebung mit Funktions- und Integritätsprüfung geprobt.
- Schritt 4: Updates werden über Vorprüfung, Sicherung, Wartungsfenster, technische Prüfung und fachliche Abnahme kontrolliert eingespielt.
- Schritt 5: Größere Upgrades erhalten einen dokumentierten Pfad mit Kompatibilitätsprüfung, Pilot, Rückfallpunkt und Nachkontrolle.
Kapitel 7: TLS, Zertifikate und Systemhärtung umsetzen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: TLS; CA-Vertrauen; Schlüssel; Diensthärtung; Patchen; Vorfallbehandlung.
- Schritt 1: Externe und interne Vertrauensbeziehungen werden inventarisiert und mit Eigentümer, Gültigkeit, Erneuerung und Widerruf versehen.
- Schritt 2: TLS-Konfiguration, Zertifikatskette, Hostnamen und automatisierte Erneuerung werden ohne unsichere Dauer-Ausnahmen geprüft.
- Schritt 3: Geheimnisse und Schlüssel werden mit minimalen Dateirechten, getrennten Dienstkonten und geregelter Rotation geschützt.
- Schritt 4: Betriebssystem, Webdienst, PHP-Laufzeit, Datenhaltung, Firewall und Administrationszugang werden nach dem Minimalprinzip gehärtet.
- Schritt 5: Patchen, Schwachstellenbewertung, Alarmierung, Beweissicherung, Eindämmung und Wiederanlauf werden in einen Vorfallprozess eingebettet.
Praxisübungen
- Verfügbarkeitsziele und Abhängigkeiten je Komponente in einer Ausfallmatrix festlegen.
- Multi-Node-Topologie mit Lastverteilung, Health Checks und Kapazitätsreserven entwerfen.
- Knotenaufnahme, Wartung, Verlust und Rückkehr in einer kontrollierten Umgebung durchführen.
- Failover unter aktiven Sitzungen, Authentisierungsstörung und Netzwerkfehlern messen.
- Wiederanlauf- und Skalierungsrunbook mit klaren Entscheidungspunkten erstellen.
Lernziele
- Hochverfügbarkeitsziele in konkrete Architekturentscheidungen übersetzen.
- Portal- und VPN-Knoten nach Zustandsanforderungen trennen.
- Lastverteilung und Health Checks betriebssicher gestalten.
- Kapazität für Spitzenlast und Knotenverlust planen.
- Failover, Wartung und Wiederanlauf praktisch abnehmen.
Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformarchitektur, Linux- und Netzwerkbetrieb, SRE, Notfallmanagement |
| Voraussetzungen: | Erfahrung mit produktivem Linux- und Netzwerkbetrieb; Kenntnisse der eduVPN-Serverarchitektur; Labor mit mehreren Knoten |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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