Incoming Feeds müssen Daten nicht nur transportieren, sondern mit nachvollziehbarer Herkunft, sinnvoller Aktualisierungsstrategie und konsistenter Feldzuordnung bereitstellen. Das Seminar richtet Feed-Verbindungen ein, entwickelt Custom Data Mappings und baut eine kontrollierte Fehler- und Qualitätsüberwachung auf.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Zielsetzung
- Quellen, Transporte, Content Types und Aktualisierungsstrategien passend auswählen
- Incoming Feeds sicher konfigurieren, testen und überwachen
- CSV- und proprietäre Daten mit Custom Mapping in das Plattformmodell übertragen
- Maliciousness, ATT&CK, TLP, Quelle und Beziehungen korrekt zuordnen
- Re-Ingestion, Fehlerbehandlung, Performance und Datenqualität operationalisieren
Zielgruppe
Feed Engineering, CTI-Plattformadministration, Integrationsentwicklung, Datenmanagement, SOC Engineering und technische Analysten.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Entities, Observables, STIX und strukturierten Daten. Für Mapping-Übungen sind JSON-, CSV- und reguläre Ausdruckskenntnisse hilfreich.
Seminarinhalte
- Schritt 1: Quelleninventar und Aufnahmevertrag erstellen
Für jede Quelle werden Zweck, Objekttypen, Aktualität, Volumen, TLP, Nutzungsrecht, Authentisierung, Fehlerkontakt und Abschaltkriterium dokumentiert. Damit wird verhindert, dass technisch erreichbare Feeds ungeprüft produktiv werden.
- Schritt 2: Transport und Content Type auswählen
HTTP, TAXII, Datei- beziehungsweise andere verfügbare Transporte werden mit dem gelieferten Format abgeglichen. Verbindung, Zertifikatsprüfung, Proxy, Credentials und Zeitüberschreitung werden getrennt getestet.
- Schritt 3: Update-Strategie und Zeitplan bestimmen
Vollbestand, inkrementelle Lieferung, Änderungszeitpunkt und Löschinformationen werden analysiert. Ausführungsintervall und Überlappung werden so gewählt, dass keine Lücken oder dauerhaften Duplikate entstehen.
- Schritt 4: Incoming Feed konfigurieren
Name, Quelle, Transport, Content Type, Gruppenbezug und Zeitplan werden angelegt. Ein begrenzter erster Lauf prüft Verbindung, Datenumfang, Objekttypen und erwartete Metadaten.
- Schritt 5: Ingestion und Systemjobs überwachen
Laufstatus, Verarbeitungsdauer, Fehler, Warteschlangen und erzeugte Objekte werden kontrolliert. Ein Feed gilt erst nach fachlicher Stichprobe und technischem Erfolgsnachweis als produktiv.
- Schritt 6: Rohdaten und Zielmodell analysieren
Felder, Datentypen, Schlüssel, Zeitangaben, Listen, verschachtelte Strukturen und Nullwerte werden erfasst. Jedes Quellfeld erhält eine Zielzuordnung oder eine begründete Verwerfungsregel.
- Schritt 7: Custom Data Mapping entwickeln
Quellwerte werden extrahiert, normalisiert, typisiert und in Entities, Observables, Beziehungen sowie Metadaten überführt. Mapping-Ausdrücke werden klein aufgebaut und mit repräsentativen Beispielen geprüft.
- Schritt 8: CSV-Import robust gestalten
Spaltenbezeichnungen, Zeichensatz, Trennzeichen, Datumsformate, Mehrfachwerte und fehlende Felder werden festgelegt. Fehlerhafte Zeilen werden nicht stillschweigend übernommen, sondern mit Ursache protokolliert.
- Schritt 9: TLP, Confidence und Source Reliability abbilden
Quellcodes werden in kontrollierte Plattformwerte übersetzt. Fehlende oder ungültige Werte erhalten sichere Standardregeln und dürfen keine Schutzstufe unbeabsichtigt absenken.
- Schritt 10: Maliciousness und ATT&CK zuordnen
Bewertungen und TTP-Kennungen werden normalisiert und auf gültige Werte geprüft. Konflikte zwischen mehreren Quellen bleiben als bewertbarer Kontext erhalten.
- Schritt 11: Beziehungen und Identität stabil erzeugen
Richtung, Beziehungstyp, Zeitbezug und Objektidentität werden so festgelegt, dass wiederholte Läufe nicht unkontrolliert neue Objekte erzeugen. Referenzen auf nicht vorhandene Objekte erhalten einen definierten Fehlerweg.
- Schritt 12: Re-Ingestion und Mapping-Änderungen planen
Vor einer Neuverarbeitung werden betroffener Zeitraum, erwartete Änderungen, Duplikatrisiko, Rückfall und Abnahme definiert. Mapping-Version und Ergebnisvergleich werden dokumentiert.
- Schritt 13: Fehler- und Qualitätsmonitoring betreiben
Fehlerrate, Datenlatenz, leere Pflichtfelder, ungewöhnliche Volumensprünge und veränderte Quellstrukturen werden überwacht. Schwellenwerte lösen einen klaren Betriebsprozess aus.
Praxisübungen
- Übung 1: Feed-Verbindung abnehmen
Ein Testfeed wird angelegt und anhand technischer sowie fachlicher Prüfpunkte freigegeben.
- Übung 2: CSV-Mapping erstellen
Eine Datei mit Domains, IP-Adressen, Bewertungen, Zeitangaben und Tags wird in passende Objekte und Metadaten überführt.
- Übung 3: Verschachteltes JSON mappen
Aus einem Beispiel werden Threat Actor, Malware, Observables und Beziehungen erzeugt; fehlende Werte werden kontrolliert behandelt.
- Übung 4: Mapping-Fehler diagnostizieren
Ungültige Datumswerte, unbekannte ATT&CK-IDs und fehlerhafte Referenzen werden anhand von Jobs und Protokollen lokalisiert und korrigiert.
- Übung 5: Re-Ingestion planen
Eine Mapping-Änderung wird mit Vergleichsmenge, Rückfall, Duplikatkontrolle und Abnahme vorbereitet.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Arbeitsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen. Die erarbeiteten Verfahren bleiben dadurch im späteren Betrieb wiederholbar und auditierbar.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Feed Engineering, Plattformadministration, Integrationsentwicklung, Datenmanagement und technische Analysten |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Entities, Observables, STIX und strukturierten Daten. Für Mapping-Übungen sind JSON-, CSV- und reguläre Ausdruckskenntnisse hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Fallarbeit und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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