Das zweitägige Seminar baut ein steuerbares Anwendungsportfolio von der Inventarisierung bis zur priorisierten Roadmap auf. Bewertungsmodelle, Verantwortlichkeiten, Lebenszyklen, Kosten, Risiken, Geschäftsnutzen und Abhängigkeiten werden in einem zusammenhängenden Entscheidungsprozess verbunden.
Inhaltsübersicht
- Portfolioziel und Governance festlegen
- Anwendungsinventar strukturieren
- Bewertungsmodell anwenden
- Rationalisierung und Szenarien entwickeln
- Roadmap und Maßnahmenportfolio planen
- Dashboard und Review-Zyklus etablieren
Lernziele
- Ein konsistentes Anwendungsinventar mit Eigentum, Geschäftskontext und Lebenszyklus aufbauen.
- Bewertungen für Nutzen, technische Qualität, Kosten und Risiko nachvollziehbar durchführen.
- Rationalisierungsentscheidungen mit Abhängigkeiten und Szenarien absichern.
- Priorisierte Maßnahmen und Roadmaps für Management und Umsetzung bereitstellen.
Schrittweise Seminarinhalte
Schritt 1: Portfolioziel und Governance festlegen
Der APM-Prozess wird mit Entscheidungsfragen, Rollen, Pflegepflichten und einem definierten Bewertungszyklus vorbereitet.
- Geschäftliche und technische Entscheidungsfragen des Portfolios erfassen.
- Anwendungs-, Daten- und Technologieverantwortung voneinander abgrenzen.
- Pflege-, Review- und Freigaberollen mit festen Terminen definieren.
- Mindestdaten und Qualitätskriterien für portfoliofähige Anwendungen festlegen.
Prüfpunkt: Ein anwendbarer APM-Governance-Rahmen mit klaren Entscheidungsrechten liegt vor.
Schritt 2: Anwendungsinventar strukturieren
Die vorhandenen Anwendungen werden eindeutig erfasst, klassifiziert und mit ihrem Geschäftskontext verbunden.
- Anwendungen bereinigen, Dubletten erkennen und eindeutige Identifikatoren vergeben.
- Eigentümer, Betreiber, Nutzergruppen und unterstützte Geschäftsfähigkeiten zuordnen.
- Kritische Prozesse, Datenobjekte und Integrationen als Abhängigkeiten aufnehmen.
- Status, Einsatzbereich und Lebenszyklus je Anwendung dokumentieren.
Prüfpunkt: Jede bewertete Anwendung besitzt einen eindeutigen Eigentümer und nachvollziehbaren Geschäftskontext.
Schritt 3: Bewertungsmodell anwenden
Geschäftlicher Nutzen, technische Qualität, Kosten und Risiko werden mit transparenten Kriterien bewertet.
- Bewertungsskalen mit Definitionen, Nachweisen und zulässigen Ausprägungen festlegen.
- Geschäftsfitness und technische Fitness anhand eines Beispielportfolios erfassen.
- Kosten, Sicherheitsrisiken, Herstellerabhängigkeit und Lifecycle-Risiken ergänzen.
- Unvollständige oder widersprüchliche Bewertungen durch Plausibilitätsregeln erkennen.
Prüfpunkt: Die Bewertungen sind vergleichbar, begründet und gegen definierte Qualitätsregeln geprüft.
Schritt 4: Rationalisierung und Szenarien entwickeln
Bewertungsergebnisse werden in Handlungsoptionen und alternative Portfolioszenarien übersetzt.
- Kandidaten für Investition, Modernisierung, Konsolidierung, Ablösung oder Beibehaltung identifizieren.
- Abhängigkeiten und betroffene Geschäftsfähigkeiten vor einer Entscheidung prüfen.
- Mindestens zwei Szenarien nach Nutzen, Risiko, Kosten und Umsetzbarkeit vergleichen.
- Entscheidungsannahmen und notwendige Vorbedingungen dokumentieren.
Prüfpunkt: Für jede priorisierte Anwendung liegt eine begründete Handlungsoption mit Abhängigkeitsprüfung vor.
Schritt 5: Roadmap und Maßnahmenportfolio planen
Die gewählten Handlungsoptionen werden in eine realistische Sequenz mit Verantwortlichkeiten überführt.
- Maßnahmen, Meilensteine und Entscheidungszeitpunkte aus dem Zielszenario ableiten.
- Technische, fachliche und vertragliche Abhängigkeiten in der Reihenfolge berücksichtigen.
- Verantwortliche, Zieltermine, Status und Entscheidungsbedarf je Maßnahme pflegen.
- Roadmap gegen Kapazität, Risiko und strategische Prioritäten plausibilisieren.
Prüfpunkt: Die Roadmap ist zeitlich konsistent und jede Maßnahme besitzt einen eindeutigen Verantwortlichen.
Schritt 6: Dashboard und Review-Zyklus etablieren
Portfolioentscheidungen werden mit zielgruppengerechten Sichten und einem wiederkehrenden Steuerungsprozess verbunden.
- Kernkennzahlen für Vollständigkeit, Lifecycle-Risiko, Kosten und Maßnahmenfortschritt auswählen.
- Management- und Arbeitssichten mit unterschiedlichen Detailgraden aufbauen.
- Review-Takt, Datenstichtag und Eskalationskriterien festlegen.
- Ein Portfolio-Review mit Entscheidungsvorlage und protokollierter Maßnahme durchführen.
Prüfpunkt: Das Portfolio kann mit aktuellen Kennzahlen geprüft und in einem standardisierten Review gesteuert werden.
Praxisfall und Arbeitsweise
Ein Beispielportfolio mit zwölf Anwendungen wird bereinigt, bewertet und in zwei Modernisierungsszenarien überführt. Aus dem gewählten Szenario entsteht eine priorisierte Roadmap mit Entscheidungsbedarf, Abhängigkeiten und Managementsicht.
Kurze Fachimpulse wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurationsschritten, Modellierungsaufgaben und kontrollierten Prüfungen. Jede Übung beginnt mit definierten Ausgangsdaten und endet mit einem dokumentierten Sollzustand, damit die erarbeiteten Vorgehensweisen im eigenen Repository reproduzierbar bleiben.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Application Portfolio Manager, Enterprise- und IT-Architekten, IT-Controlling, Applikationsverantwortliche, Transformation Offices und CIO-nahe Rollen.
Voraussetzungen: Grundverständnis der eigenen Anwendungslandschaft, ihrer Verantwortlichkeiten und zentraler Bewertungsgrößen; HOPEX-Grundkenntnisse sind hilfreich.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Application Portfolio Manager, Enterprise- und IT-Architekten, IT-Controlling, Applikationsverantwortliche, Transformation Offices und CIO-nahe Rollen. |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis der eigenen Anwendungslandschaft, ihrer Verantwortlichkeiten und zentraler Bewertungsgrößen; HOPEX-Grundkenntnisse sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen und praktische Arbeit am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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