Empfohlene Dauer: 3 Tage (Architektur + Ausfallszenarien + praxisnahe Planung)
Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Inhalte
- Architekturbausteine
- Praxisfahrplan
- Übungs- und Laborkatalog
- Artefakte und Vorlagen
Abstract
Dieses Seminar behandelt die Planung und Umsetzung hochverfügbarer und skalierbarer Asterisk-Topologien. Schwerpunkte sind Failure-Domain-Denken, redundante Trunks, konsistente Servicebausteine sowie Betriebsmodelle für Rolling Changes und Krisenfälle. Praxisübungen erarbeiten ein belastbares Zielbild inklusive Testfällen für Failover und Recovery.
Zielgruppe
- Architektur- und Plattformteams, die Asterisk als zentrale Telefonieplattform ausrollen.
- Betriebsteams, die Verfügbarkeit und Skalierung verantworten.
Voraussetzungen
- Asterisk Grundlagen, PJSIP und Dialplan-Grundverständnis.
- Grundwissen zu Netz- und Systemarchitekturen.
Inhalte
- Anforderungen und Zielbilder: Verfügbarkeit, Kapazität, Wartbarkeit, Standorte.
- Stateful vs. stateless Komponenten: wo Zustand entsteht (Registrierungen, Calls, Dienste).
- Redundante Trunks und Routing-Strategien: Failover-Modelle auf Signalisierungs- und Serviceebene.
- Datenhaltung: Konfigurationsquellen, gemeinsame Datenbanken, Replikation (konzeptuell).
- Shared Services: Voicemail/Recording-Speicher, Prompts, Ansagen – Konsistenz und Failover.
- Betrieb: Rolling Changes, Health-Checks, Wartungsfenster, Test von Ausfallszenarien.
Architekturbausteine
- Load-Balancing-/Ingress-Schicht für SIP und WebRTC (konzeptuell).
- Mehrere Asterisk-Instanzen mit klarer Rollen- und Mandantentrennung.
- Redundante Daten- und File-Services (z. B. Ansagen/Voicemail) passend zum Zielbild.
- Failover-Routing im Dialplan: definierte Rückfallpfade und Notfallrouten.
- Observability: zentrale Logs, Metriken und Alarmierung über Knoten hinweg.
Praxisfahrplan
- Zielanforderungen in Architekturentscheidungen übersetzen (SLA, Kapazität, Failure Domains).
- Topologie entwerfen: Ingress, Asterisk-Knoten, Daten-/File-Dienste, Sicherheitsgrenzen.
- Failover-Strategien definieren (Trunks, Knoten, Dienste) und in Callflows abbilden.
- Daten-/Dateikonsistenz planen (Konfiguration, Prompts, Voicemail, Recording).
- Betriebsprozesse und Wartungsmodelle festlegen (Rolling Updates, Notfallbetrieb).
- Ausfallszenarien testen und Checklisten für Recovery/Failback erstellen.
Übungs- und Laborkatalog
- Entwurf eines HA-Zielbilds für definierte Last- und Standortanforderungen.
- Labor-Failover: Trunk-Ausfall → automatischer Rückfallpfad im Dialplan.
- Knoten-Ausfall: Erreichbarkeit prüfen, Recovery-Plan, Failback-Plan.
- Überwachungskonzept: Health-Checks und Alarmkriterien (konzeptuell) ableiten.
Artefakte und Vorlagen
- Architekturvorlage (Bausteine, Abhängigkeiten, Failure Domains, Betriebsmodell).
- Failover-/Failback-Checklisten und Testfallkatalog.
- Empfehlungen für Konfigurations- und Datenhaltung im Clusterbetrieb (konzeptuell).
